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22.08.2012

15:29 Uhr

Auto-Öko-Ranking des VCD

Erdgas-Up erobert Spitze der Umweltliste

Mit dem VW Eco Up steht nach neun Jahren mal wieder ein deutsches Modell an der Spitze der Umweltliste des Verkehrsclubs Deutschland (VCD). Und erstmals ein Erdgasauto. Doch am meisten freuen darf sich Toyota.

Der VW-Kleinwagen Eco Up fährt als erstes Erdgas-Auto den Sieg beim Umwelt-Ranking des VCD ein. ampnet

Der VW-Kleinwagen Eco Up fährt als erstes Erdgas-Auto den Sieg beim Umwelt-Ranking des VCD ein.

DüsseldorfMit dem Volkswagen Eco Up steht erstmals ein Erdgasauto und nach neun Jahren wieder ein deutsches Modell an der Spitze der Umweltliste des Verkehrsclubs Deutschland (VCD). Auf den Plätzen zwei und drei folgen die Sieger aus dem Vorjahr, die Hybride Lexus CT 200h und der Toyota Prius. Insgesamt befinden sich unter den Top Ten 2012/2013 sieben Hybridfahrzeuge, fünf davon stammen von Toyota.

In drei Jahren müssen Neuwagen den EU-Durchschnittsgrenzwert von 130 Gramm Kohlendioxid-Ausstoß pro Kilometer erfüllen. Für 2020 sind 95 Gramm avisiert. Von den 400 Autos, die der VCD für die aktuelle Umweltliste checkte, lagen 30 Fahrzeuge unterhalb dieser Grenze.

Platz eins in der Kategorie Klimabester teilen sich VW Eco Up und Toyota Yaris - beide stoßen nur 79 Gramm CO2 pro Kilometer aus und bleiben damit unter dem Grenzwert von 80 Gramm, den der VCD für 2020 fordert.


Auf den Plätzen zwei und drei folgen die Sieger aus dem Vorjahr, die Hybride Lexus CT 200h (hier im Bild) und der Toyota Prius. ampnet

Auf den Plätzen zwei und drei folgen die Sieger aus dem Vorjahr, die Hybride Lexus CT 200h (hier im Bild) und der Toyota Prius.

Mit dem iQ 1.0 VVT-i, dem Prius Plus (bei den Siebensitzern), dem Auris Hybrid und dem Yaris Hybrid belegte Toyota auch die Plätze vier bis sieben der VCD-Umweltliste. Dahinter folgen der Nissan Pixo 1.0 sowie punktgleich die beiden Hybridmodelle Jazz und Insight von Honda. Bei den Familienautos lag der Toyota Prius Hybrid an der Spitze.

Die neue Umweltliste bewertet neben dem Abgasausstoß auch Auswirkungen von Lärm. Aufgrund schlechter Lärmwerte hat diesmal beispielweise der Toyota Yaris Hybrid stark verloren. Trotz vorbildlich niedrigem CO2-Wert kommt er im Gesamtranking nur auf Platz sieben. 

Insgesamt befinden sich unter den Top Ten 2012/2013 sieben Hybridfahrzeuge, fünf davon stammen von Toyota. Pressefoto

Insgesamt befinden sich unter den Top Ten 2012/2013 sieben Hybridfahrzeuge, fünf davon stammen von Toyota.

Und angesichts der steigenden Benzinpreise haben deutsche Autohersteller laut VCD weiter Nachholbedarf: „Niedrige Kraftstoffverbräuche sind das beste Mittel gegen weiter steigende Spritpreise“, betonte Gerd Lottensiepen, verkehrspolitischer Sprecher des VCD, am Mittwoch in Berlin. „Die deutsche Autoindustrie sollte endlich ihren Widerstand gegen zielführende CO2-Werte aufgeben.“
Nach wie vor setzten die deutschen Autohersteller zu wenig Innovationen in der Breite ihrer Flotten um, kritisierte der VCD. „Allein ein effizientes Auto für das Schaufenster zu entwickeln, reicht nicht aus.“ Während die japanische Konkurrenz die Hybridtechnik bereits in allen Klassen anbiete, käme der ergänzende Elektromotor bei deutschen Autos nur in der Luxusklasse zum Einsatz - um dort die hohen Spritverbräuche zu senken.

Elektroautos wurden nicht in das allgemeine Ranking aufgenommen, weil die Datenlage dazu noch zu unübersichtlich sei. "Auch in naher Zukunft werden batterieelektrische Autos kaum Alltagsfahrzeuge in privater Hand sein, denn sie sind teuer und haben eine beschränkte Reichweite", begründet Gert Lottsiepen, verkehrspolitischer Sprecher des VCD diese Regelung.

Alle zwei Jahre prüft der VCD Details der Fahrzeugproduktion und die Umwelt- sowie Nachhaltigkeitsberichte der Autohersteller. In dieser Kategorie schnitt 2012 Daimler/Smart am besten ab. Die Plätze zwei und drei belegten Volkswagen und Peugeot/Citroen.

Kommentare (7)

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zephyroz

22.08.2012, 16:02 Uhr

Es ist mir ein Rätsel, warum die Hybridwagen so gut bewertet werden. Die Ökobilanz der darin verbauten Akkus ist katatrophal. Außerdem muß der Strom auch erzeugt werden und kommt mitnichten nur aus Windkraft.
Ein moderner Turbodiesel kann m. E. unter Einbeziehung aller Faktoren sehr gut mithalten, wenn nicht gar besser sein.

Einanderer

23.08.2012, 08:01 Uhr

Einen Toyota Prius steckt man i.A. nicht an's Stromnetz, der generiert seinen Strom beim Bremsen. Das kann ein Turbodiesel beim besten Willen nicht.

Anders sieht's bei Autos mit grösseren Batterien aus, aber die sind noch mindestens genauso selten wie die Erdgasautos, also eher irrelevant.

Audi

23.08.2012, 10:08 Uhr

FLOTTENVERBRAUCH heißt das Zauberwort.

Dass E-Autos jeder Art gesamtökologischer Wahnsinn sind, weiß jeder Fachmann. Aber man kann damit echt gut Eindruck schinden und es hilft den Flottenverbrauch deutlich zu senken.

Die Herstellung und Wartung der Akkus sind extrem Umwelt belastend.

30-60% der Autokosten entfallen alleine auf die Akkus / Spez.-Motore

Das Fahrzeug wird extrem schwerer, 200- 800 kg / Fahrzeug


Im Gegensatz dazu sind die Möglichkeiten der Dieselmotore / "blue motion" noch lange nicht ausgereizt und versprechen Verbrauchswerte << 2l / 100 km. Und das bei Tankreichweite von 500 – 1000 km / Tankfüllung und das bei Beibehaltung der heute erwarteten Ansprüchen an Komfort und Sicherheit.

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