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08.04.2014

01:32 Uhr

Autohersteller

Die Pannenserie bei General Motors

VonAxel Postinett

Der Autobauer GM steht weiter in der Kritik. Im Zentrum der neuesten Vorwürfe steht ein Software-Fehler, der das Auslösen von Airbags verhindert. Auch dieses Problem sei vertuscht worden.

Chevrolet

Schon wieder Ärger bei General Motors

Chevrolet: Schon wieder Ärger bei General Motors

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New YorkSteht General Motors vor dem nächsten Skandal? Die Verbraucherorganisation Center for Auto Safety verlangt von der Straßenverkehrsbehörde NHTSA (National Highway Traffic Safety Administration) ultimativ Stellung zu einer Petition von Ende 2013 zu nehmen. Darin geht es um einen angeblichen Softwarefehler in Chevrolet Impala von General Motors von 2000 bis 2010.

Er könne dazu führen, dass Beifahrerairbags nicht ausgelöst werden. Seit Einführung der Software habe es bei Unfällen 143 Tote wegen nicht auslösender Airbags mit den Modellen gegeben. 98 der Opfer hätten vorschriftsmäßig einen Sicherheitsgurt getragen, so die Verbraucherorganisation. Die GM-Aktie verlor am Montag knapp zwei Prozent.

Die neuen Anschuldigungen treffen sowohl General Motors als auch die Behörde NHTSA zu einer kritischen Zeit. GM musste 2,6 Millionen Fahrzeuge wegen eines Defekts bei Zündschlössern zurückrufen, der zu schweren Unfällen mit Toten geführt hatte.

Der Fehler war von GM über Jahre vertuscht und verschleiert worden. Erst im Februar 2014 kam es dann unter der neuen CEO Mary Barra zu einem Rückruf. Die Aufsichtsbehörde NHTSA steht unter massivem Druck, weil offenbar schon 2007 Hinweise auf die Probleme vorlagen, aber von der Behörde nicht weiter verfolgt wurden.

Untätigkeit bei Behörden

Sowohl Behördenchef David Friedman wie auch GM-CEO Barra wurden wegen der Vorfälle bereits vor den US-Kongress zitiert.

Die Verbraucherschutzorganisation wirft dem Behördenchef Friedman nun erneut Untätigkeit zugunsten des Autoriesen vor. Per Gesetz hätte seine Organisation innerhalb von 120 Tagen zu der Petition Stellung nehmen müssen, heißt es. Die Frist sei längst verstrichen.

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