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31.01.2010

09:00 Uhr

Autotest

Der 535i ist der Musterschüler aus München

Nummer Fünf lebt: Ein Jahr lang musste BMW usehen, wie die neue Mercedes E-Klasse die Dienstwagen-Parkplätze der Republik erobert hat. Doch jetzt schlagen die Bayern zurück und bringen zum 20. März die sechste Auflage des 5ers zu den Händlern.

Traditionsbewusste BMW-Fahrer bitte aufatmen: Nach optischen Provokationen wie GT und X6 sieht der neue 5er wieder aus wie ein BMW. Quelle: dpa

Traditionsbewusste BMW-Fahrer bitte aufatmen: Nach optischen Provokationen wie GT und X6 sieht der neue 5er wieder aus wie ein BMW.

dpa-infocom HAMBURG. Größer und trotzdem stilistisch schlanker als der Vorgänger, modern wie ein 7er und handlich wie ein 3er gibt er den Musterschüler aus München - denn bereits das Design ist mustergültig. Haben sich zuletzt Fans und Kritiker gleichermaßen über Autos wie den 5er GT oder den X6 aufgeregt, sieht der 5er aus, wie ein BMW aussehen muss: schnell, schön und schnörkellos. Dafür sorgen die flache, leicht nach vorn gestellte Niere unter der konturierten Haube, die athletische Flanke und der stimmungsvolle Abschluss. Dazu gibt es neue, sehr viel sportlichere Proportionen, die von einer niedrigeren Dachlinie und der Kombination eines großen Radstands (2,97 Meter) und vergleichsweise kurzen Überhängen leben. So wirkt die Limousine sehnig und gestreckt wie ein Weitspringer bei der Landung.

Fast so viel Platz und Komfort wie im 7er

Vornehm, funktional und ohne Risiko gezeichnet ist auch der Innenraum der neuen Limousine. Wer hinten sitzen möchte, hat dort nun dank des größten Radstands im Segment mehr Platz als je zuvor und kann sich den 7er beinahe sparen. Und wer hinterm Lenkrad Platz nimmt, wird sofort zu einem wichtigen Teil des Ganzen. Die Sitze sind ebenso straff wie bequem, die Instrumente übersichtlich, Hebel und Schalter gut erreichbar, und das Lenkrad griffig. So sitzt der 5er wie ein gut geschnittener Anzug.

Auf der Landstraße handlich wie der 3er

Zum sportlichen Strich der Designer passt auch das Fahrverhalten. Obwohl der 5er aus dem Baukasten des 7ers stammt, auf 4,90 Meter gestreckt wurde und etwa zwei Zentner zugelegt hat, folgt er leicht wie ein 3er der Ideallinie. Das verdankt er den durchweg aufpreispflichtigen Optionen wie den adaptiven Dämpfern, der Aktivlenkung vorn und den mitlenkenden Rädern hinten.

Mit der Ausdauer eines Langstreckenläufers

Weil der 5er aber weniger auf Landstraßen zu Hause ist als auf der Autobahn, mangelt es nicht am Komfort. Im Gegenteil: Wer beim "Adaptive Drive" ein paar Stufen zurückschaltet, gleitet ruhig über die linke Spur. Vielfahrer können zudem auf ein Heer elektrischer Helfer bauen. So übernimmt der 5er den Schulterblick beim Überholen, achtet auf die Einhaltung der Fahrspur und hilft notorischen Schnellfahrern bei der Regeltreue. Denn auf Knopfdruck blendet er in Cockpit und Head-Up-Display alle Tempolimits ein, die eine Videokamera hinter dem Rückspiegel von den Verkehrsschildern abliest. Das alles kennt man jedoch schon vom 7er und 5er GT. Neu sind nur die "Surround View", die das Auto beim Parken aus der Vogelperspektive zeigt, sowie der Parkassistent, der beim Rangieren das Lenken übernimmt.

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