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10.10.2013

08:31 Uhr

Autotest Ferrari 458 Spider

Ein Traum in Rot

VonSebastian Schaal

Flach, schnell, laut und vor allem rot: Das kann nur ein Ferrari sein. Mit seinem betörenden V8 schafft es der 458 Spider in die Herzen der Ferraristi. Mit dem Klappdach schafft er es auch durch den Goldenen Oktober.

Ein Traum in Rot: Bei einem Basispreis von 221.589 Euro dürfte der Ferrari 458 Spider für die meisten ein ewiger Traum bleiben. Sebastian Schaal

Ein Traum in Rot: Bei einem Basispreis von 221.589 Euro dürfte der Ferrari 458 Spider für die meisten ein ewiger Traum bleiben.

Mercedes hat eine große Sportwagen-Historie. Auch Jaguar kann auf erfolgreiche Jahre in Le Mans zurückschauen, Porsche sowieso. Klanghafte Namen, zweifelsohne. Aber es gibt einen, der in der Sportwagen-Welt alle überbietet.

Fahren Sie mit einem SLS, einem XKR-S oder einem 911 Turbo S durch eine beliebige Stadt. Ein paar Autonarren werden Ihnen bewundernd zunicken, einige Passanten werden sich umdrehen, wenn Sie einen gepflegten Ampelstart hinlegen. Aber Sie werden nie die gesamte Aufmerksamkeit der kompletten Umgebung haben. Dafür brauchen Sie einen roten Sportwagen aus Maranello.

Egal, ob Sie nur kurz an einem Zebrastreifen halten, im Berufsverkehr feststecken oder den Wagen in der Innenstadt abstellen: Wo ein Ferrari auftaucht, werden Smartphones gezückt und es wird sofort drauf los geknipst. Und man bekommt mehr spontanen Kontakt zur Umwelt, als eigentlich beabsichtigt. Von „Ist das ein echter Ferrari?“ über (die häufigsten) Fragen nach Leistung und Preis bis hin zu einem ehrlichen „Viel Spaß damit!“ war in einer unfreiwilligen Passanten-Umfrage samt improvisierten Foto-Shooting bei einem Stopp auf dem Supermarkt-Parkplatz alles dabei.

Doch genauso schnell wie die Aufmerksamkeit der Passanten zieht der 458 Spider auch die gesamte Achtsamkeit des Fahrers auf sich, sobald dieser den roten Feuerknopf am Lenkrad mit der Aufschrift „Engine Start“ drückt. Für den PS-Enthusiasten klingt das Fauchen, wenn der V8 aus dem Dornröschenschlaf erwacht, besser als eine Symphonie von Beethoven.

Diese pure ökologische Unvernunft posaunen drei mittig angeordnete Auspuffrohre mit großer Überzeugung und Vehemenz in die Außenwelt, wenn der Kutscher seinen 570 rassigen Pferden freien Auslauf gewährt. Ein tiefes Brummen im Leerlauf, ein sattes Brüllen in der Mitte, ein heißeres Kreischen nahe des Begrenzers - und der liegt mit 9.000 Umdrehungen sehr hoch. Ähnlich Faszinierendes wie diese Komposition des V8-Saugmotors können die Turbo-befeuerten McLaren MP4-12C Spider oder Porsche 911 Turbo S nicht bieten.

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