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06.10.2013

22:49 Uhr

Brabus-Filiale in Dubai

Ali Baba und die 40 Tuner

VonBenjamin Bessinger
Quelle:Spotpress

Was für uns der VW Golf, das ist dem Scheich die Mercedes S- oder G-Klasse. Und weil am Persischen Golf selbst ein AMG-Modell niemanden mehr beeindrucken kann, machen die Tuner in den Emiraten glänzende Geschäfte.

Weil man am Persischen Golf selbst mit einem AMG-Modell niemanden mehr beeindrucken kann, machen die Tuner in den Emiraten glänzende Geschäfte. Brabus

Steht erst einmal ein neuer Mercedes vor einem Palast, will der nächste Scheich auch gleich einen.

DubaiSonderlich schmuck ist die Gegend nicht. Und selbst das Gebäude drei Straßen hinter der mächtigen Magistrale, die Dubai und Abu Dhabi verbindet, ist alles andere als repräsentativ.

Doch wer hinter den hohen Mauern erst einmal den Eingang in den dunklen Würfel aus Glas und Beton gefunden hat, dem gehen schnell die Augen über: Ein Bugatti, ein Saleen, zwei potente G-Klassen, ein Viano als Luxusshuttle und ein E-Klasse-Coupé mit über 700 PS stehen vor einer riesigen Ledersitzgruppe und einer Wand voll Felgen. Und das ist nur der Showroom.

Eine Schiebetür weiter geht es in die Werkstatt, in der sich Autofans in Ali Babas Schatzkammer wähnen und sich die Scheichs fühlen wie in einem gigantischen Spielzimmer: Auf dem guten Dutzend Arbeitsplätzen stehen die stärksten, schnellsten und teuersten Mercedes-Modelle, die man für Geld und gute Worte kaufen kann, Schließlich ist das nicht irgendeine Werkstatt, sondern die Middle-East-Zentrale von Tuninggigant Brabus, der am Golf zu den erfolgreichsten Spielwarenherstellern für die ganz großen Jungs zählt.

Was für uns der VW Golf, das ist dem Scheich die Mercedes S- oder die G-Klasse. Brabus

Was für uns der VW Golf, das ist dem Scheich die Mercedes S- oder die G-Klasse.

Eröffnet hat Brabus die Filiale am Golf vor gut zwei Jahren. „Damals haben wir eigentlich nur an eine Werkstatt gedacht“, sagt Andreas Ridder. „Unsere Kunden hatten kein sonderlich großes Vertrauen zu den lokalen Service-Technikern bei Mercedes“, erinnert sich der junge Deutsche, der jetzt selbst seit drei Jahren am Golf den Duft der großen weiten Welt schnuppert.

Doch so viele Autos Brabus auch in den Emiraten verkauft hat, konnte der Service allein die vier Mann in der Werkstatt nicht auslasten. „Deshalb haben wir angefangen, die Autos direkt hier unten umzubauen.“ Meist nehmen sie dafür Neuwagen vom großen Mercedes-Händler, der nur ein paar Kilometer entfernt ist. Und mal lassen sie die Autos aus Deutschland einfliegen, wenn es dem Scheich mal wieder nicht schnell genug gehen kann.

„Ganz hoch im Kurs steht dabei natürlich die G-Klasse“, sagt Ridder und zeigt in die Werkstatt, in der allein heute acht große Geländewagen stehen. Links ein schwarzer G 63, der gerade zum Widestar umgebaut wird, rechts ein zweites Modell in Dunkelgrau mit orangem Leder, in das der Prinz ein Krönchen und den Namen seiner Prinzessin hat einsticken lassen.

Daneben ein Maybach und vorn auf Platz 1 steht eine weitere G-Klasse, die bis vor kurzem noch ein G 63 gewesen ist. „Doch jetzt will der Scheich einen V12-Motor“ sagt Ridder. Und nach nur 1.500 Kilometern fliegt der alte Achtzylinder raus und die Mechaniker haben gut zu tun.

Sie alle kommen aus Deutschland und genießen bei den Scheichs höchsten Respekt. „Wir bieten die gleiche Qualität wie die Kollegen in Bottrop“, schwärmt Radwan Ogali, der die Filiale leitet, und lässt den Blick durch die blitzsaubere Werkstatt mit der geschäftigen Atmosphäre schweifen.

Kommentare (2)

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vandale

07.10.2013, 00:06 Uhr

Die Geschwindigkeitsbegrenzungen sind in diesen Ländern nur für die ca. 90% Ausländer ein Problem.

Analog anderer arabischer Staaten stellen Polizist und Sünder nach einem Gespräch fest das der Neffe mit dem Bruder des Polizisten in die gleiche Schule gingen.....


Vandale

ansichtssache

07.10.2013, 10:11 Uhr

haha und das ist das einzige das Sie kümmert?

ich werde wahrscheinlich nie so ein Auto fahren, dennoch erinnern Sie mich an eins:

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