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25.12.2015

13:28 Uhr

Brandgefahr

Fiat Chrysler ruft 570.000 Fahrzeuge zurück

Weltweit müssen 570.000 Fahrzeuge des italienisch-amerikanischen Autobauers Fiat Chrysler zurück in die Werkstatt – der überwiegende Teil davon in den USA. Grund ist eine erhöhte Brandgefahr durch überhitzende Kabel.

Der italienisch-amerikanische Autobauer ruft weltweit 570.000 Autos wegen erhöhter Brandgefahr zurück. ap

Fiat-Chrysler

Der italienisch-amerikanische Autobauer ruft weltweit 570.000 Autos wegen erhöhter Brandgefahr zurück.

DetroitWegen Brandgefahr ruft der Autobauer Fiat Chrysler (FCA) insgesamt rund 570.000 Geländewagen zurück, den überwiegenden Teil davon in den USA. Kabel im Fahrzeuginneren könnten überhitzen und in Brand geraten, teilte der italienisch-amerikanische Konzern am Donnerstag (Ortszeit) in den USA mit. „Dem Unternehmen sind keine davon verursachten Verletzungen oder Zwischenfälle bekannt“, betonte FCA. Außerhalb Nordamerikas und Mexikos müssen nach Unternehmensangaben knapp 110.000 Fahrzeuge in die Werkstätten.

Es gehe um zwei ähnlich gelagerte Probleme. In dem Fall, der weltweit etwa 475.000 Wagen betreffe, sei die Verkabelung des Schminkspiegels betroffen. Dabei sei es in sehr wenigen Fällen zu Überhitzung gekommen. Im zweiten Fall könne wegen falsch montierter Halterungen Flüssigkeit auslaufen und bei Kontakt mit einer heißen Fläche ein Feuer auslösen, hieß es weiter.

Große Rückrufaktionen der Autobranche

Millionen betroffen

Immer wieder müssen Autohersteller Wagen in die Werkstätten beordern. In der Abgas-Affäre steht Volkswagen mit insgesamt elf Millionen betroffenen Autos vor einer der größten Aktionen der vergangenen Jahre. Beispiele für große Rückrufe.

Oktober 2015

In der Diesel-Affäre ordnet das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) einen verpflichtenden Rückruf für 2,4 Millionen Volkswagen-Fahrzeuge in Deutschland an.

September 2015

Fiat Chrysler muss in Nordamerika gut 1,7 Millionen Fahrzeuge wegen technischer Mängel in die Werkstätten beordern. Die Gründe sind Fehler am Lenkrad und Probleme mit Airbags.

August 2015

Wegen Airbag-Problemen ruft Volkswagen in den USA 420 000 Autos zurück. Schwierigkeiten mit einer Feder am Lenkrad könnten dazu führen, dass der Airbag bei einem Unfall nicht auslöst.

Juli 2015

Chrysler ruft in den USA 1,4 Millionen Wagen wegen einer Sicherheitslücke zurück, die zwei Hacker aufgedeckt hatten. Durch fehlerhafte Software könnten Autos aus der Ferne manipuliert werden.

Mai 2015

Der japanische Airbag-Hersteller Takata muss Gefahren bei insgesamt 19,2 Millionen Autos zugeben und läutet damit die bis dahin größte Rückrufaktion der US-Autoindustrie ein.

April 2015

Der japanische Kleinwagen-Spezialist Suzuki Motor ruft rund zwei Millionen Autos in die Werkstätten zurück, die meisten davon in Japan. Grund sind mögliche Defekte bei Zündschlössern.

März 2014

General Motors weitet die Rückrufaktion wegen Problemen an Zündschlössern aus. Betroffen sind mittlerweile rund 2,6 Millionen Fahrzeuge. Sie wurden meist in den USA und Kanada verkauft. Der Konzern muss sich für mindestens 13 Tote und 31 Unfälle verantworten.

November 2013

Volkswagen holt über 2,6 Millionen Autos in die Werkstätten. Weltweit gibt es Qualitätsprobleme. Im selben Monat treten wegen diverser Rückrufaktionen des südkoreanischen Autobauers Hyundai drei Manager dieses Unternehmens zurück.

Juni 2013

Chrysler startet einen massenhaften Rückruf in den USA. Die Verkehrssicherheitsbehörde hatte gefordert, 2,7 Millionen ältere Jeep Grand Cherokee und Jeep Liberty zu prüfen - Tanks könnten bersten, wenn die Geländewagen gerammt würden.

Oktober 2012

Fast 7,5 Millionen Autos weltweit ruft Toyota wegen Problemen mit elektrischen Fensterhebern zurück.

Wegen verschiedener Probleme musste FCA in diesem Jahr vor allem in den USA Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten ordern. Zudem musste der Hersteller Bußgelder in dreistelliger Millionenhöhe zahlen: So hatte jüngst die US-Verkehrsaufsicht dem Unternehmen eine Strafe von 70 Millionen Dollar aufgebrummt, da der Autobauer jahrelang keine Pflichtmeldungen zu Unfällen, Verletzten und Todesfällen eingereicht hatte.

Von

dpa

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