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12.05.2013

15:52 Uhr

Chrysler-Rückruf

Ältere Jeep-Modelle müssen in die Werkstätten

Bei den älteren Jeep-Modellen Commander und Grand Chrokee kann ein Software-Fehler die Gangschaltung beeinflussen. Es besteht die Gefahr, dass die Autos unkontrolliert ins Rollen kommen.

Jeep Commander von 2005. ap

Jeep Commander von 2005.

Auburn HillsDer US-Autohersteller Chrysler hat 469.000 ältere Jeep-Modelle in die Werkstätten zurückgerufen. In einigen Fälle könne es vorkommen, dass die Gangschaltung ungewollt auf „neutral“ schalte, teilte Chrysler am Samstag (Ortszeit) in Auburn Hills mit. Nach Angaben der US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA besteht dann die Gefahr, dass das Auto unkontrolliert ins Rollen kommt. Dem will Chrysler nun mit einer Software-Aktualisierung vorbeugen. Allerdings habe bei einigen Fahrzeugen die fehlerhafte Programmmierung bereits dazu geführt, dass die Gangschaltung ungewollt verstellt wurde. In diesem Zusammenhang sei es zu 26 Unfällen mit insgesamt zwei Verletzten gekommen.

Es geht den Angaben zufolge um die Jeep-Modelle Commander und Grand Cherokee der Baujahre 2006 bis 2010 beziehungsweise 2005 bis 2010. Betroffen sind knapp 328.000 Fahrzeuge in den USA, Kanada und Mexiko, die restlichen 141.000 außerhalb dieser drei Länder.

Zuletzt hatte die Fiat-Tochter in größerem Stil im November ältere Jeep-Modelle zurückrufen müssen. Damals ging es um Airbags und Gurtstraffer, die während der Fahrt plötzlich auslösen könnten. Betroffen waren damals allein in den USA rund 745.000 Wagen.

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Die teure Einführung neuer Modelle hatte der Fiat-Tochter Chrysler den Jahresstart verhagelt. Der US-Autobauer verdiente im ersten Quartal unterm Strich 166 Millionen Dollar (127 Mio Euro). Das war nur ein Drittel so viel wie im Vorjahreszeitraum. Der Hersteller hatte mit dem Jeep Grand Cherookee und den Pick-up-Trucks von Ram zwei wichtige Modellreihen überarbeitet. Zudem war die Produktion des Jeep Liberty im vergangenen Jahr ausgelaufen.

Die Fertigung des komplett neuen Jeep Cherokee wird erst in diesem Quartal beginnen. Dadurch sanken die Auslieferungen an die Händler. Der Umsatz schmolz um 6 Prozent auf 15,4 Milliarden Dollar.
Auch der schwache europäische Automarkt bremste Chrysler, erschwerend hinzu kamen nach Firmenangaben Importbeschränkungen in Lateinamerika. Angesichts des florierenden nordamerikanischen Heimatmarkts geht Chrysler jedoch weiterhin davon aus, im Gesamtjahr mehr Wagen auszuliefern und den Gewinn um mehr als ein Viertel auf rund 2,2 Milliarden Dollar zu steigern.

Kommentare (1)

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faust224

12.05.2013, 16:20 Uhr

Warum steht im Artikel nicht, dass die "Fiat-Tochter" zur Zeit der Auslieferung der Modelle eine "Daimler-Tochter" war? oder passen fehlerhafte Autos dergestalt besser in das Schema des Autors ?

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