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20.01.2010

08:00 Uhr

Citroën C3

Wie ein Wintergarten auf Rädern

Ein Citroën muss etwas Besonderes haben. Das ist seit der Ente und der DS ein ungeschriebenes Gesetz. Deshalb gibt es bei den Franzosen kaum eine Modellreihe ohne Gimmick, das ein neues Modell unverwechselbar macht. Diesem Grundsatz bleibt die Marke auch bei der Neuauflage des C3 treu, der die etwas andere Aussicht bietet.

Bei Citroën soll jedes Modell etwas Besonderes haben. Der C3 verfügt über ein Gimmick, das neue Aussichten garantiert. dpa

Bei Citroën soll jedes Modell etwas Besonderes haben. Der C3 verfügt über ein Gimmick, das neue Aussichten garantiert.

dpa-infocom HAMBURG. Ein Citroën muss etwas Besonderes haben. Das ist seit der Ente und der DS ein ungeschriebenes Gesetz. Deshalb gibt es bei den Franzosen kaum eine Modellreihe ohne Gimmick, das ein neues Auto in Form oder Funktion unverwechselbar macht.

Diesem Grundsatz bleibt die Marke auch bei der Neuauflage des C3 treu, die Ende Januar zu Preisen ab 12 700 Euro zu den Händlern kommt. Auch wenn der Hersteller die bogenförmige Silhouette und den Look vom Vorgänger übernommen hat, verspricht er neue Perspektiven im Reich der Zwerge. Möglich macht das die sogenannte Zenith-Frontscheibe. Sie wird ab dem mittleren Ausstattungsniveau für einen Aufpreis von 400 Euro angeboten und reiht bis weit hinter die erste Reihe ins Dach. Wo man in konventionellen Autos nur nach vorne schauen kann und der Blick selbst bei einem Cabrio irgendwann vom Scheibenrahmen getrübt wird, können die Augen hier ungehindert bis in den Himmel wandern. Unter der gläsernen Kuppel fühlt man sich deshalb nicht wie in einem Auto, sondern eher wie in einem Wintergarten auf Rädern, in dem man ungewohnte Ausblicke genießen kann.

Viel Platz auf allen Sitzen

Das zum Schutz vor der Sonne im oberen Drittel getönte und mit einer Jalousie bestückte Glasdach hat aber auch eine Innenwirkung: Obwohl der Radstand unverändert 2,47 Meter misst, wirkt der C3 geräumiger. Diesen Eindruck stützen auch die dünneren Sitze und das schlankere Cockpit, mit denen die Beinfreiheit vorn um acht und hinten um drei Zentimeter wächst. Zur Not passen deshalb auch einmal zwei Erwachsene in den Fond. Und wer als Fahrer seinen Sitz ganz zurückschiebt, muss sich bis zum Lenkrad schon ganz schön strecken - mehr Platz gibt es selbst im C4 und C5 nicht.

Ein wenig enttäuschend ist dagegen der Stauraum: Zwar fasst der Kofferraum 300 Liter, doch Extras wie verschiebbare Sitze oder Geheimfächer im Boden sind beim Generationswechsel auf der Strecke belieben. Nicht umsonst gibt es inzwischen den Micro-Van C3 Picasso.

Im Innenraum so nobel wie die Mittelklasse

Für den neuen C3 spricht dafür der bessere Qualitätseindruck. Die Materialien sind mit mehr Liebe ausgesucht und mit mehr Sorgfalt verarbeitet. Mehr Dämmstoffe senken das Geräuschniveau und statt verspielter Digitalanzeigen gibt es nun auch wieder ein klassisches Cockpit mit analogen Instrumenten. Außerdem kann man neben Klima & Co. auch ein brauchbares Navigationssystem, eine ordentliche Hifi- Anlage und den vom C4 bekannten Parfümspender bestellen.

Im Detail deutlich billiger als Polo & Co.

Zwar sind die Preise beim Generationswechsel sogar ein wenig gesunken. Doch liegt der C3 auf dem Papier gefährlich nahe an seinen Wettbewerbern VW Polo, Opel Corsa oder Ford Fiesta. Berücksichtigt man allerdings die serienmäßigen fünf Türen und die bessere Ausstattung, kommt er laut Citroën etwa gegenüber dem Polo auf einen Preisvorteil von rund 2 000 Euro.

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