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17.05.2013

10:15 Uhr

Der neue Skoda Superb

Die markanten Züge des Understatements

VonSebastian Schaal

Der achte Verkaufsrekord in Folge ist für Skoda nicht genug. Die aktuelle Modell-Offensive soll den Absatz bis 2018 weiter pushen. In diesem Zuge haben die Tschechen auch ihr Topmodell Superb grundsaniert.

Ende Juni bringt Skoda den modellgepflegten Superb zu den Händlern. Vor allem an Front und Heck weist er nun eine deutliche Familien-Ähnlichkeit zum neuen Octavia auf.  PR

Ende Juni bringt Skoda den modellgepflegten Superb zu den Händlern. Vor allem an Front und Heck weist er nun eine deutliche Familien-Ähnlichkeit zum neuen Octavia auf. 

Fünf Jahre sind in der Auto-Welt eine kleine Ewigkeit. 2008 verkaufte Skoda 626.000 Autos. Unter anderem wegen der Abwrack-Prämie in Deutschland konnten die Tschechen in der Krise sogar einen Verkaufsrekord feiern. Und sie brachten die zweite Generation ihres Top-Modells Superb auf den Markt.

Seit dem hat sich im Unternehmen einiges getan. Der Absatz lag im Jahr 2012 bei 939.200 Fahrzeugen. Allein 2013 kommen acht neue Modelle aus Mlada Boleslav auf den Markt, darunter der komplett neu entwickelte Bestseller Octavia. So will Skoda-Chef Winfried Vahland die Verkäufe bis 2018 auf 1,5 Millionen Autos pro Jahr steigern.

Nur bei einem hat sich in den vergangenen fünf Jahren wenig geändert: beim Superb. Wozu auch? Schließlich verkaufte er sich prächtig, im vergangenen Jahr noch über 107.000 Einheiten. Trotzdem wollen die Tschechen nicht den Anschluss verlieren und verpassen ihrem Top-Modell eine umfangreiche Überarbeitung.

Das Flaggschiff aus Mlada Boleslav trägt jetzt auch das von Chefdesigner Josef Kaban entworfene Markengesicht, dass an die elegant-frische Optik der kleineren Modelle Octavia und Rapid erinnert.

Wenn die Kreativen und PR-Verantwortliche über das Design reden, fallen zwei Bezeichnungen besonders häufig: „präzise“ und „klare Linien“. In der Tat sind an der Karosserie fast sämtliche Rundungen des Vorgängers verschwunden. Mit der markanteren Optik an Front und Heck geht Skoda vor allem Wünschen aus den wichtigsten beiden Märkten für den Superb nach: Russland und China. Dort sind große Limousinen sehr gefragt - und die müssen eben entsprechend repräsentativ aussehen.

Überragend in dieser Klasse sind beim Skoda Superb die Bewegungs- und Beinfreiheit, auch und gerade auf den hinteren Plätzen. Hier macht das Modell sogar manchem Oberklasse-Modell Konkurrenz.  PR

Überragend in dieser Klasse sind beim Skoda Superb die Bewegungs- und Beinfreiheit, auch und gerade auf den hinteren Plätzen. Hier macht das Modell sogar manchem Oberklasse-Modell Konkurrenz. 

Was auch auf dem deutschen Markt überzeugen wird ist die Größe des Innenraums. Bei Außenmaßen von 4,83 Metern in der Länge und 1,82 Metern in der Breite bietet der Superb allen Passagieren und ihrem Gepäck mehr als ausreichend Platz. Nur die Oberklasse-Limousinen Phaeton und A8 bieten im Volkswagen-Konzern mehr Beinfreiheit in der zweiten Reihe. Kleines Manko: Wer das Panorama-Glasdach ordert, büßt im Fond ein wenig an Kopffreiheit ein. Für Mitfahrer ab 1,90 Metern kann das unangenehm werden.

Kommentare (1)

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Wolf

17.05.2013, 16:29 Uhr

Für die Leser die nicht die tschechische Sprache beherrschen:
Mlada Boleslav = Jungbunzlau.

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