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18.04.2006

09:03 Uhr

Diesel-Jaguar S-Type 2,7 im Frauen-Test

Eine Butterfahrt

VonAndreas Kötter

Traumautos heißen auch deshalb so, weil sie in der Regel ein Traum bleiben. Der Lamborghini Miura gilt als ein solches Traumauto, der Flügeltüren-Mercedes 300 SL ebenso. Barclaycard-Chefin Helga Dancke testet den Diesel-Jaguar S-Type 2,7 und meint: Der passt auch zu Frauen.

Der Diesel-Jaguar S-Type 2,7.

Der Diesel-Jaguar S-Type 2,7.

HB FRANKFURT. Ein Traumauto ist auch natürlich der Jaguar E-Type. „Das schönste Auto, das je gebaut wurde“, schwärmt Helga Dancke auf dem Weg vom Terminal 1 des Frankfurter Flughafens in die Tiefgarage. Dort wartet auf die Deutschland-Chefin des Kreditkarten-Herausgebers Barclaycard der S-Type 2,7 V6 Twin-Turbo-Diesel. Wenigstens ein Jaguar. Wenn es auch ein Diesel ist.

Das dunkle Grün-Metallic, „British Racing Green“ genannt, gefällt Dancke auf Anhieb. „Das wirkt elegant“, sagt sie und bewundert die Formgebung des Viertürers. „Ein Jaguar ist eben einfach ästhetisch“, lautet das erste Zwischenfazit nach der äußeren Besichtigung.

Weniger begeistern allerdings kann sich die zierliche Frau dann zunächst für die unzähligen Einstellmöglichkeiten von Lenkrad, Sitz und Pedalerie. „Ich bin jemand, der mit dem Handy telefoniert und mit dem Auto fährt“, sagt die 52-Jährige lachend. „Ein Auto muss für mich kein High-Tech-Computer und ein Handy keine Kamera sein.“

Auf eigenem Terrain dagegen ist Dancke alles andere als innovationsfeindlich. Frei nach dem Slogan eines deutschen Automobil-Herstellers hat die General Managerin der Kreditkarten-Branche „frisches Denken“ verordnet. „Wir sind ein ausländisches Unternehmen und bieten in Deutschland ja nichts anderes an als Kreditkarten. Also müssen wir uns immer etwas ausdenken, was uns von der Konkurrenz abhebt.“

Dabei verweist sie auf das „Barclaycard-System“, das dem Kunden ein Zahlungsziel ohne Verzinsung bis zu 59 Tagen einräumt, mehr als bei jedem anderen Anbieter, wie sie sagt. Und damit bequem für den Kunden.

Bequem findet Dancke auch die Sitze ihres Testwagens. „Man sitzt wie in einem englischen Klubsessel.“ Mit diesem typisch britischen Möbel dürfte sie sich gut auskennen, als Chefin eines britischen Unternehmens. 1996 wechselte Dancke zu dem Finanzdienstleister, und brachte es in nur drei Jahren zum General Manager von Barclaycard Deutschland.

Wer so zielstrebig und erfolgsorientiert arbeitet, der ärgert sich natürlich, wenn woanders geschlampt wird. Wie beim Blinker des S-Type. Das unangenehm laute Klackgeräusch beim Blinken erinnert Dancke an die Zeit, „als tatsächlich noch ein mechanischer Winker betätigt werden musste, der an der Fahrzeugkarosserie herausfuhr, wenn man abbiegen wollte. Für ein so edles Auto eine zu billige Lösung“, findet sie.

Begeistert ist Dancke dagegen davon, wie die Katze Jaguar schnurrt. „Das Auto fährt sich wie Butter, ich wäre nie darauf gekommen, dass es sich um einen Diesel handelt“, so staunt sie über das auch bei Autobahn-Geschwindigkeit stets dezente Motorengeräusch.

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