Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

29.09.2015

12:51 Uhr

DS 5

Der etwas andere Crossover

VonHolger Holzer
Quelle:Spotpress

Was soll man fahren, wenn man keine SUV mag? Citroen macht mit dem DS 5 einen durchaus interessanten Vorschlag: ein kleines bisschen Van, ein Schuss Kombi und eine gute Portion Prestige-Limousine.

Test: DS 5 - Der etwas andere Crossover Citroen

DS 5

Ästhetisch gefällt der Franzose, Alltagspraktisch gibt es allerdings einige Mängel.

Eigentlich müsste das Thema SUV langsam durch sein. Der Formenkanon ist erschöpfend hin- und herdekliniert, der Abenteuergeist erfolgreich ausgetrieben und der Nachbar schon längst nicht mehr beeindruckt.

Bei Citroen und seiner Schwestermarke DS scheint man schon seit geraumer Zeit einer ähnlichen Meinung zu sein. Statt den nächsten Angeber-Softroader haben die Franzosen vor drei Jahren einen ganz andersartigen Crossover zu ihrem Flaggschiff gemacht. Ästhetisch gefällt die Idee, Alltagspraktisch gibt es allerdings einige Mängel.

Ein kleines bisschen Van, einen guten Schuss Kombi mit Shooting-Brake-Aroma und eine ordentliche Portion Prestige-Limousine: Der mittlerweile nicht mehr unter Citroen-Logo, sondern eigenständigem Marken-Emblem, fahrende DS 5 mixt die Fahrzeug-Gattungen auf sehr individuelle Art. Wollte man überhaupt direkte Konkurrenten benennen, müsste man einen weiten Bogen vom viertürigen Coupé Audi A5 Sportback über die Fließhecklimousine BMW 3er GT bis zu SUV wie dem Mercedes GLC Coupé schlagen.

Das Cockpit ist mit Liebe zum Detail gestaltet Citroen

Liebe zum Detail

Das Cockpit ist mit Liebe zum Detail gestaltet

Diese Eigenständigkeit beim Design kann der DS5 als klaren Pluspunkt verbuchen: Vor allem mit dem neuen Kühlergrill: Ohne Citroen-Doppelwinkel wirkt er noch präsenter und hochwertiger, passt damit gut zur aufwendig verzierten Karosserie und dem geduckten, sportlichen Heck.

Die Originalität setzt sich auch im Inneren fort – hat dort aber ihren Preis. Das Cockpit wirkt wie aus dem Vollen gefräst: die Konsolen wuchtig, Schalter und Knöpfe massiv, die Materialien hochwertig. Allerdings kann diese Opulenz auch beengend wirken. Trotz der Lichtöffnungen im optionalen Glasdach fühlt man sich von der wuchtigen Möblierung richtiggehend eingemauert, vor allem auf den beiden vorderen Sitzen.

Hinten geht es etwas luftiger zu, doch wie auch beim Kofferraum hat man permanent das Gefühl, dass die Innenraumgröße nicht mit dem Außenmaß korrespondiert. Wirkt letzteres großzügig wie bei einer Business-Limousine, fühlt man sich innen eher wie in einem zu klein geratenen Kompaktwagen. Selbst für die Dinge des Alltags ist wenig Platz. Ablagen gibt es kaum, in die Becherhalter passen höchstens Espresso-Tässchen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×