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07.10.2015

10:01 Uhr

Ducati Monster 1200R

Der rote Teufel

VonUlf Böhringer
Quelle:Spotpress

Endlich ist Ducati in der Klasse der Power Nakedbikes konkurrenzfähig: Die neue Monster 1200R in edler Ausstattung und mit feiner Technik überzeugt beim Racetrack-Einsatz - ein Top-Monster hat äußerst kräftige Muskeln.

Fahrbericht: Ducati Monster 1200R - Roter Teufel Ducati

Ducati Monster 1200R

Top-Monster mit äußerst kräftigen Muskeln.

„Die Roten“ aus Bologna waren in den Saisonen 2014 und 2015 arg ins Hintertreffen geraten: Während BMW mit der 160 PS leistenden S 1000 R und KTM mit der 173 PS starken 1290 Super Duke R den Markt der Power Nakedbikes dominierten, mussten sich Ducati-Fans mit der Monster 1200 (135 PS) oder der Monster 1200S (145 PS) begnügen. Allzu viele von ihnen wollten es sich nicht antun, gegen die deutlich leistungsstärkere Konkurrenz aus München und Mattighofen mit motorisch unterlegenem Material anzutreten und stellten deshalb den Kauf zurück.

Die deutsche Zulassungsstatistik dokumentiert das deutlich: Während die BMW und die KTM im heurigen Zulassungs-Ranking Ende August die Ränge sieben und elf markieren, rangiert die nicht minder junge Ducati Monster 1200 nicht unter den Top-Fifty. Mit der soeben präsentierten Monster 1200R sollte das anders werden: Die mit 18.390 Euro freilich nicht ganz billige Top-Monster hat äußerst kräftige Muskeln.

Auf der fast 5,5 Kilometer langen Privatrennstrecke Ascari nahe des andalusischen Städtchens Ronda, einer (sehr schnellen) Landstraße nicht unähnlich, vermag sich die neue Monster 1200R ausgesprochen gut in Szene zu setzen. Der nunmehr 118 kW/160 PS leistende V2 gibt sich zugleich bärenstark im mittleren wie auch oberen Drehzahlbereich als auch kultiviert genug, um auch beim Fahren mit niedrigen und mittleren Drehzahlen Spaß zu machen.

Die aktuelle Monster-Familie besteht nun aus sechs Mitgliedern: Monster 1200 R (vorne) sowie (hinten, von links) Monster 821 Dark, Monster 821, Monster 821 Stripe, Monster 1200 und Monster 1200 S. Milagro

Die Monster-Familie

Die aktuelle Monster-Familie besteht nun aus sechs Mitgliedern.

Wer den extrem kurvigen Rundkurs beherrscht, schafft es auf der längsten „Geraden“ für wenige Sekunden immerhin bis in den sechsten Gang und 250 km/h und freut sich, dass die Monster 1200R ihre Kraft aus dem Vollen schöpfen kann. Der flüssigkeitsgekühlte Testastretta-Motor mit 11 Grad Ventilüberschneidung dreht an die 10.000 Umdrehungen – für die beiden Kolben mit jeweils 106 Millimetern Durchmesser und knapp 68 Millimeter Hub eine hervorragende Leistung.

Möglich wird sie nicht zuletzt durch die auf 13:1 angehobene Verdichtung und die elliptischen Drosselklappen mit 56 Millimetern Querschnitt, sondern auch eine neue Auspuffanlage mit auf 58 Millimeter vergrößerten Krümmerrohren und zwei Aluminium-Schalldämpfern.

Die Leistung von 160 PS muss man zudem vor dem Hintergrund der für die Monster 1200R geltenden neuen Abgas- und Geräuschnorm Euro 4 sehen: Die Anforderungen sind erheblich höher als bei der jetzt auslaufenden Euro 3-Norm. Die Ducati-Entwickler haben aber ganze Arbeit geleistet: Selbst eine voll beschleunigende Monster 1200R ist nicht mehr unzumutbar laut, sondern wird auch subjektiv als deutlich leiser als frühere Modelle empfunden.

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