Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

01.01.2011

09:00 Uhr

Elektroauto Luis 4U Green

Eine Rarität selbst unter Exoten

Wer nicht länger auf alternative Großserienmodelle warten möchte und heute schon mit Batterie statt Benzin fahren will, landet zwangsläufig bei den Kleinserienherstellern. Einer davon ist die Hamburger Luis AG. Sie hat mit dem chinesischen Hersteller Zotye ein eigenes Elektroauto entwickelt, den Luis 4U Green. Doch im Alltagstest hält die Faszination für den Exoten nicht lange vor.

Elektroautos sollen die Zukunft sein. Doch bisher gibt es nur wenige Angebote. Jetzt wagt sich die Hamburger Luis AG mit dem 4U Green auf den Markt. action presspr

Elektroautos sollen die Zukunft sein. Doch bisher gibt es nur wenige Angebote. Jetzt wagt sich die Hamburger Luis AG mit dem 4U Green auf den Markt.

dpa-infocom HAMBURG. Es ist überall dasselbe: Auch wenn in Wolfsburg, Stuttgart oder München fast ununterbrochen vom Elektroantrieb geredet wird, kann man die Stromer bislang weder bei VW, Mercedes noch BMW kaufen. Mit viel Phantasie und Engagement füllen Kleinserienhersteller wie die Luis AG die Lücken. Bislang vor allem als Zulieferer für Kfz-Elektronik aktiv, haben die Nordlichter gemeinsam mit Zotye ein eigenes Elektroauto konstruiert. Das wird in Deutschland als Luis 4U Green vermarktet. Zunächst gibt es eine luxuriös ausgestatten Sonderserie für 49 900 Euro. 2011 folgt dann das nüchternere Serienmodell für 39 900 Euro.

Alter Bekannter im neuen Gewand

Auf den ersten Blick erinnert der 4U ein wenig an den kleinen Geländewagen Daihatsu Terios. Das kommt nicht von ungefähr. Die Chinesen haben die abgelegten Werksmaschinen der Japaner übernommen und auf dieser Basis ihr eigenes Auto entwickelt. Spätestens beim Blick unter die Haube ist es allerdings mit den Parallelen vorbei. Wo früher ein Benziner steckte, wird jetzt unter ein paar Elektronik-Bausteinen und der Klimaanlage ein Elektromotor montiert, der auf 27 kW/37 PS kommt.

Weil bei den Stromern das maximale Drehmoment von der ersten Sekunde an zur Verfügung steht, hat der Luis mit seinen 220 Nm einen sportlichen Antritt und scharrt auf den ersten Metern sogar ein wenig mit den Hufen. Allerdings lässt der Elan kurz hinter der Stadtgrenze ein wenig nach, und je nach Software-Stand ist es bei 95 km/h schon wieder vorbei. Dann allerdings soll die Reichweite bei vorausschauender Fahrweise auf deutlich mehr als 200 Kilometer klettern. Wer schneller fahren will, kann das Limit bis auf 120 km/h heraufsetzen lassen, muss dann aber früher an die Steckdose.

Volltanken in 20 Minuten - beinahe

Während der 4U beschleunigt wie jedes andere Elektroauto, ist das Bremsen ausgesprochen ungewöhnlich. Wo die Konkurrenten den Motor umpolen, als Generator nutzen und so beim Verzögern wieder Strom gewinnen, haben die deutsch-chinesischen Partner auf diese Motorbremse verzichtet. Deshalb kann der 4U gelassen ausrollen und dann wie ein normales Auto mit mechanischen Bremsen gestoppt werden.

Gespeist wird der Motor aus rund 100 Lithium-Eisen-Posphat-Zellen, die im Wagenboden untergebracht sind. Geht der Strom zur Neige, kann der 4U an jeder gewöhnlichen Steckdose geladen werden. Allerdings braucht man dafür sechs bis acht Stunden, bis die 32 kWh große Batterie wieder voll ist. Wer einen Starkstromanschluss hat, kann rund 90 Prozent der Akkuleistung in etwa 20 Minuten tanken.

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Stefan

29.02.2012, 11:55 Uhr

Das Fahrzeug ist das schlechteste Elektroauto das man kaufen kann, hierdurch wird dem Ruf der Elektromobilität die durchaus funktioniert nur geschadet. Das Fahrzeug dürfte normalerweise kein Zulassung bekommen.
Zudem ist es auch sehr schlecht und mit minderwertigen Materialien konstruiert.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf "Zum Home-Bildschirm"

Auf tippen, dann "Zum Startbildschirm hinzu".

×