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20.07.2011

09:29 Uhr

Elektroautoindex

Niemand weiß, ob Elektroautos tatsächlich die Zukunft sind

Quelle:WirtschaftsWoche

Deutschland hat den Angriff der Japaner und Chinesen pariert. Doch der Blutdruck in der Branche ist deutlich gestiegen.

DüsseldorfHans-Georg Härter ist ein Automanager der alten Schule. Der Chef des Getriebeherstellers ZF Friedrichshafen widmete sein Berufsleben benzin- und dieselgetriebenen Autos. An Elektroautos dagegen mag er nicht so recht glauben. Mit düsteren Prognosen setzte er sich in den vergangenen Jahren an die Spitze der E-Auto- Skeptiker. „Niemand weiß, ob Elektroautos tatsächlich die Zukunft sind“, sagte er im April der WirtschaftsWoche.

Elektroauto vom Typ Tesla Roadster des Herstellers Tesla Motors an einer Ladestation. Quelle: dapd

Elektroauto vom Typ Tesla Roadster des Herstellers Tesla Motors an einer Ladestation.

Doch mit der Haltung steht der ZF-Chef zunehmend allein da. „Auch Unternehmen mit alten Haudegen wie Härter, die sich lange gegen die neue Technik gesperrt haben, werden nun nervös“, heißt es aus dem Umfeld des ZF-Managements. Zulieferer, die noch nicht in den Bereich eingestiegen seien, fragten sich, ob sie noch eine Chance im neuen Milliardenmarkt hätten oder der Zug schon abgefahren sei. Bei ZF wurde der Strategieschwenk erst kürzlich besiegelt: Härter wird 2012 vom Elektromobilitäts- Experten Stefan Sommer abgelöst.

Test + Technik

Welche Länder bei der E-Mobilität führen

„Der Blutdruck in der Branche ist deutlich gestiegen“, beobachtet Christian Malorny, Autoexperte bei der der Unternehmensberatung McKinsey. „Die deutschen Autohersteller installieren derzeit Teams mit jeweils 100 oder 200 Managern, die sich ausschließlich um den Aufbau des neuen Geschäftsfelds kümmern.“ Und sie hätten die Absatzprognosen für ihre ersten Elektromodelle nach oben korrigiert: „Sie planen mit 30.000 bis 70.000 verkauften Exemplaren pro Modell und Jahr ab 2013.“

Der Stimmungswandel deutet sich vorsichtig auch im neuen Elektroautoindex (kurz: Evi) an, den McKinsey seit Anfang 2010 für die WirtschaftsWoche erstellt. Das weltweit einzigartige Ranking gibt an, zu wie viel Prozent ein Land die Elektromobilität aktuell erreicht, die Experten für das Jahr 2020 vorhersagen. Gemessen werden die Nachfrage und die Produktion von Elektroautos. Demnach konnte Deutschland den Überholversuch Chinas und Japans, der vor gut einem Jahr begann, parieren und liegt aktuell mit rund 30 Prozent des für 2020 prognostizierten Elektromobilitätsniveaus mit beiden Ländern weiterhin etwa gleichauf auf Platz drei.

Kommentare (10)

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WasserstoffistdieZukunft

20.07.2011, 09:46 Uhr

Das Elektro-Auto hat Zukunft mit der Brennstoffzelle, da gleichzeitig Wärme für die Heizung erzeugt des Autos erzeugt wird und Strom für den Antrieb und alle anderen Verbraucher. Der Rest ist Unfug!
Dazubenötig man Wasserstoff H² der kann erezugt werden durch Strom aus Windkraft und Sonnenenergie aus der Wüste.H² kann gelagert, transportiert und an den Tankstellen (Umbau) gezapft werden

Moses

20.07.2011, 09:50 Uhr

Gehirnwäsche.....
Die Nutzung freier Energie wird weiterhin unter Verschluss gehalten....

sailing

20.07.2011, 10:34 Uhr

unter Effizienzgesichtspunkten sind Verbrennungsmotoren den e-Motoren unterlegen. H2 Motoren werden sich am Markt mit großer Wahrscheinlichkeit nicht durchsetzen können, da die Gewinnung von H2 zu energieintensiv ist. Ausserdem ist diese Technologie nicht ungefährlich, (Unfall, Betankung)
Beim der e-Mobilität haben die Konzerne die Entwicklung verschlafen, aber dies ist normal wenn eine neue Tehnologie Einzug erhält. Die Chinesen haben keine kompetenz beim Verbrennungsmotor und versuchen deshalb eine Alternative zu entwickeln bei der sich ALLE auf Augenhöhe befinden. Die deutschen Autobauer halten an bewährtem fest und verteidigen somit ihre Investition vergessen dabei die Zukunft und werden dadurch abgelöst. Dies ist ein ganz normaler historischer Kreislauf.

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