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24.07.2011

14:21 Uhr

Elektrofahrzeuge

Neue Ideen für den Stadtverkehr

Kommunen sind wichtige Antreiber für zukunftsweisende Mobilitätskonzepte. Sie forcieren dabei vor allem den Einsatz von Elektrofahrzeugen.

Ein Mitarbeiter der Stadtwerke Aachen schließt ein Elektroauto an eine Ladestation an. Die Stadt hat große Pläne in Punkto E-Mobility. Quelle: dpa

Ein Mitarbeiter der Stadtwerke Aachen schließt ein Elektroauto an eine Ladestation an. Die Stadt hat große Pläne in Punkto E-Mobility.

KölnDie Aachener Stadtverwaltung hat ein klares Bild davon, wie sich die Menschen vor Ort künftig fortbewegen werden: Wer am Bahnhof ankommt, steigt um auf einen der städtischen Elektrobusse oder nimmt sich für längere Strecken ein E-Auto, das in jedem Parkhaus geliehen und aufgeladen werden kann. Wer nur einen kurzen Weg hat, kann dafür auch auf ein Leihfahrrad zurückgreifen - und kommt dank eingebautem Elektromotor nicht einmal ins Schwitzen.

Aachen geht neue Wege

E-Mobility steht im Zentrum der Aachener Vision eines neuen Verkehrskonzepts, das die Fortbewegung in der Stadt ökologischer und effizienter machen soll. "Wir glauben, dass wir die Attraktivität unserer Stadt deutlich erhöhen können, wenn es uns gelingt, die Mobilität der Zukunft nachhaltig und bezahlbar zu organisieren", sagt Andreas Pfeiffer, Projektleiter für Elektromobilität der Stadtwerke Aachen (Stawag). Der kommunale Energieversorger versucht sich schon heute als Mobilitätsdienstleister zu positionieren: Kunden, die einen Roller oder ein Fahrrad mit Elektroantrieb kaufen, erhalten dafür als Prämie entweder einen Stromgutschein oder kostenlose Monatskarten für den Nahverkehr.

Test + Technik

Welche Länder bei der E-Mobilität führen

Weil sich in Aachen sowohl Stromanbieter, Nahverkehrsbetreiber als auch Parkhäuser, die als Ausgangspunkt für Car-Sharing dienen können, in öffentlicher Hand befinden, hat die Stadt nach Ansicht von Experten gute Voraussetzungen, um Elektromobilitätskonzepte aus einem Guss zu entwickeln. "Den Kommunen kommt bei der Weiterentwicklung von E-Mobility eine Schlüsselrolle zu", erläutert Olaf Köppe, Leiter des Bereichs Energy & Natural Resources beim Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen KPMG.

In einer Marktanalyse, die in dieser Woche erscheinen soll, sieht KPMG die kommunalen Versorger an vorderster Front, wenn es um die Etablierung von Elektromobilität geht: "Für die großen Energieversorger macht es wirtschaftlich wenig Sinn, eine flächendeckende Ladeinfrastruktur aufzubauen", sagt Köppe. "Die kommunalen Anbieter haben da bessere Chancen, weil sie meist in einem relativ dicht besiedelten Gebiet agieren und über die kommunalen Anteilseigner auch leichter an geeignete Standorte herankommen."

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