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19.02.2016

09:25 Uhr

Erste Ausfahrt im neuen Mini Cabrio

Hab Sonne im Herzen

VonMichael Gebhardt
Quelle:Spotpress

Oben ohne macht der Mini zweifelsohne am meisten Freude. Nun startet auch die aktuelle Generation des Kleinwagens als Cabrio. Neu ist das elektrisch bedienbare Verdeck, geblieben ist der einmalige Fahrspaß.

Schritt für Schritt bringt Mini die gesamte Modellfamilie auf Vordermann. Kurz nach der Einführung der dritten Generation des Klassikers legte die BMW-Tochter erstmalig einen veritablen Fünftürer nach. Im Herbst 2015 folgte die Neuauflage des praktischen Kombis Clubman und nun steht, rechtzeitig zum Frühling, das Cabrio in den Startlöchern. Die Preisliste für den ab 5. März erhältlichen, offenen Mini beginnt bei 21.900 Euro – damit ist das Basis-Cabriolet genau so teuer wie der Clubman.

Der Winter meint es bei unserer Testfahrt in Los Angeles besonders gut mit uns. Statt der üblichen, milden Temperaturen zeigt das Thermometer schon über 30 Grad. Perfekt, um gleich am frühen Morgen das Cabrio von seiner Stoffmütze zu befreien und den Sonnenschein in das bekannte Cockpit mit den typisch-runden Instrumenten, Kippschaltern und neuerdings einem Head-up-Display hinein zu lassen. Erleichtert wird die spontane Frischluftfahrt durch ein erstmalig komplett elektrisch betriebenes Verdeck, das bei nicht mehr als 30 km/h binnen 18 Sekunden öffnet und schließt. Alternativ kann bei jedem Tempo wieder eine Schiebedachfunktion genutzt werden, die immerhin einen 40 Zentimeter großen Lufteinlass schafft.

Daten, Motoren, Preise, Kurzcharakteristik

Maße

Länge: 3,82 Meter, Breite: 1,73 Meter, Höhe: 1,42 Meter, Radstand: 2,50 Meter, Kofferraumvolumen: 215 Liter (160 Liter bei geöffnetem Dach)

Antriebe: Mini One

1,2-Liter-Dreizylinder-Benziner, 75 kW/102 PS, maximales Drehmoment: 180 Nm bei 1.400–3.900 U/min, Beschleunigung: 0 - 100 km/h: 10,6 Sek., Vmax: 190 km/h, Durchschnittsverbrauch: 5,0 Liter, CO2-Ausstoß: 116 g/km, Abgasnorm: Euro 6, Effizienzklasse: B, Preis: ab 21.900 Euro

Antriebe: Mini Cooper

1,5-Liter-Dreizylinder-Benziner, 100 kW/136 PS, maximales Drehmoment: 220 Nm bei 1.250 U/min, Beschleunigung: 0 - 100 km/h: 8,8 (8,7) Sek., Vmax: 208 (206) km/h, Durchschnittsverbrauch: 4,9 (5,1) Liter, CO2-Ausstoß: 114 (119) g/km, Abgasnorm: Euro 6, Effizienzklasse: B, Preis: ab 23.950 Euro. (Werte in Klammern: mit Automatik)

Antriebe: Mini Cooper S

2,0-Liter-Vierzylinder-Benziner, 141 kW/192 PS, maximales Drehmoment: 280 Nm bei 1.250–4.600 U/min, Beschleunigung: 0 - 100 km/h: 7,2 (7,1) Sek., Vmax: 230 (228) km/h, Durchschnittsverbrauch: 6,0 (5,6) Liter, CO2-Ausstoß: 139 (131) g/km, Abgasnorm: Euro 6, Effizienzklasse: C, Preis: ab 27.950 Euro. (Werte in Klammern: mit Automatik)

Antriebe: Mini Cooper D

1,5-Liter-Dreizylinder-Diesel, 85 kW/116 PS, maximales Drehmoment: 270 Nm bei 1.750–2.250 U/min, Beschleunigung: 0 - 100 km/h: 9,9 (9,9) Sek., Vmax: 195 (195) km/h, Durchschnittsverbrauch: 3,8 (3,9) Liter, CO2-Ausstoß: 100 (104) g/km, Abgasnorm: Euro 6, Effizienzklasse: A, Preis: ab 25.900 Euro. (Werte in Klammern: mit Automatik)

Antriebe: Mini Cooper SD

2,0-Liter-Vierzylinder-Diesel, 125 kW/170 PS, maximales Drehmoment: 360 Nm bei 1.500 – 2.750 U/min, Beschleunigung: 0 - 100 km/h: k.A. / (7,7) Sek., Vmax: k.A. / (218) km/h, Durchschnittsverbrauch: k.A. / (4,3) Liter, CO2-Ausstoß: k.A. / (113) g/km, Abgasnorm: Euro 6, Effizienzklasse: B, Preis: ab 31.600 Euro.  (Werte in Klammern: mit Automatik)

Warum?

Weil das Cabrio einfach die coolste Variante des kultigen Kleinwagens ist.

Warum nicht?

Weil es für den gleichen Preis den deutlich praktischeren Clubman gibt.

Was kommt noch?

Ende März stellt Mini offiziell das John Cooper Works Cabrio vor, mit 170 kW/231 PS, 6,6 Sekunden Sprintzeit und 242 km/h Spitze – für 33.500 Euro.

Wer den aktuellen Mini kennt, ist auch vom Cabrio nicht überrascht: Knuffiger Körperbau, runde Kulleraugen und große Heckleuchten. Wie seine Brüder mit festem Dach wirkt auch das neue Oben-ohne-Modell erwachsener; vielleicht auch aufgeblasener. Vor allem im Vergleich mit dem Ur-Mini-Cabrio aus dem Jahr 1992 wird deutlich, wieviel Speck der Kleinwagen angesetzt hat. Gegenüber dem direkten Vorgänger hat das Cabrio noch einmal fast zehn Zentimeter in der Länge hinzugewonnen und ist um 4,4 Zentimeter in die Breite gegangen.

In der ersten Reihe sitzen die Passagiere jetzt etwas lockerer, im Fond nimmt weiterhin niemand freiwillig Platz. Deutlich gewachsen ist das Gepäckabteil, das mit 215 Liter bei geschlossenem Dach nun ein Viertel mehr schluckt als bisher und dank einer verbesserten Easy-Load-Funktion etwas leichter bepackt werden kann. Der Verdeckrahmen kann nun weiter nach oben geklappt und die Ladeöffnung noch ein Stück vergrößert werden. Wer offen reist, muss mit 160 Litern auskommen, kann aber zumindest längere Gegenstände dank umklappbarer Rückbank auf die hinteren Plätze durchschieben.

Wie seine Brüder mit festem Dach wirkt auch das neue Oben-ohne-Modell erwachsener; vielleicht auch aufgeblasener.  BMW

Wie seine Brüder mit festem Dach wirkt auch das neue Oben-ohne-Modell erwachsener; vielleicht auch aufgeblasener.

Kein Geheimnis sind die Motoren, die über alle Baureihen gleich sind. So stehen auch im Cabrio fünf Turbotriebwerke bereit. Die drei Benziner reichen vom 75 kW/102 PS starken One, über den 100 kW/136-PS-Cooper bis hin zum einzigen Vierzylinder im Cooper S mit 141 kW/192 PS. Auch bei den Dieseln gibt es einen Drei- und einen Vierzylinder, mit 85 /kW/116 PS (Cooper D) sowie 125 kW/170 Pferdestärken (Cooper SD). Letzterer fährt als einziger serienmäßig mit Sechsgang-Automatik vor, bis auf den One können alle anderen optional damit ausgestattet werden. Nötig ist das nicht, denn zu dem immer wieder betonten Go-Kart-Feeling, das auch das Cabrio bietet, passt die knackige, manuelle Sechsgang-Box sehr gut.

Die Preisliste für den ab 5. März erhältlichen, offenen Mini beginnt bei 21.900 Euro. BMW

Die Preisliste für den ab 5. März erhältlichen, offenen Mini beginnt bei 21.900 Euro.

Dass auch der offene Mini noch einmal in Sachen Fahrdynamik zulegen konnte, liegt wie bei den anderen Baureihen der aktuellen Generation am vergrößerten Radstand, der breiteren Spur und überarbeiteten Achsen. Auch die Torsionssteifigkeit konnten die Ingenieure mit speziellen Streben im Unterboden und optimierten Schwellern erhöhen, so dass er nahezu komplett zitterfrei über Gullideckel und Bahnschienen rollt. Auf Wunsch gibt es auch im Cabrio adaptive Dämpfer, die zusammen mit Gaspedal, Lenkung und – wenn vorhanden – Automatikgetriebe über den Fahrmodusschalter beeinflusst werden können; entweder in Richtung Sportlichkeit oder Effizienz.

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