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29.10.2014

09:36 Uhr

Erste Ausfahrt im Nissan Pulsar

Am Puls der Zeit

Quelle:dpa

Mit dem Crossover-Modell Qashqai hat Nissan eine Mode losgetreten. Doch Masse macht man in der Kompaktklasse mit konventionellen Autos. Deshalb stellen die Japaner ihrem Trendsetter nun den Pulsar zur Seite.

Wer ein sportliches Aussehen mag, ist beim Pulsar richtig. Dafür hat Nissan große Scheinwerfer gewählt. Dazu gesellen sich ein stolzer Kühler, ein knackiges Heck und muskulöse Flanken. dpa

Wer ein sportliches Aussehen mag, ist beim Pulsar richtig. Dafür hat Nissan große Scheinwerfer gewählt. Dazu gesellen sich ein stolzer Kühler, ein knackiges Heck und muskulöse Flanken.

BerlinVW Golf, Opel Astra und Ford Focus haben einen neuen Konkurrenten aus Fernost bekommen: Nach Toyota Auris, Mazda3, Honda Civic, Kia Ceed und Hyundai i30 drängt nun der Nissan Pulsar auf den gut besetzten Golfplatz.

Denn nachdem die Japaner mit Crossover-Modellen wie dem Qashqai oder dem X-Trail vor allem die experimentierfreudige Kundschaft abgeholt haben, soll der konservativer konstruierte Kompakte nun zu Preisen ab zunächst 15.990 Euro auch die breite Masse bei der Marke halten.

Gewöhnlich, aber nicht langweilig

Zwar zielen die Japaner mit dem Pulsar auf den klassischen Kompaktkunden, der weder expressiv noch experimentierfreudig ist. Doch im Gegensatz zum glücklosen Vorgänger Tiida ist das typische Steilheck kein Langweiler oder Leisetreter.

In Europa für Europa entworfen und entwickelt und in Spanien produziert, macht er neben der lokalen Konkurrenz eine gute Figur: Die Scheinwerfer groß und mit dem optionalen LED-Brenner auch gleißend hell, der Kühler stolz, die Motorhaube stark konturiert, die Flanken muskulös und das Heck knackig, übernimmt der Pulsar den Stil seiner abenteuerlustigen Plattformbrüder. Das lässt ihn selbstbewusst und sportlich aussehen und stempelt die Platzhirsche aus Deutschland einmal mehr zur eleganten aber einheitlichen Massenware.

Weil man über Geschmack bekanntlich streiten kann, will Nissan auch mit objektiven Kriterien punkten – und setzt dabei zu allererst auf innere Größe: Obwohl der Pulsar mit 4,39 Metern kaum länger ist als ein VW Golf (4,26 Meter) bietet er vor allem im Fond deutlich mehr Platz.

Möglich macht das der konkurrenzlos lange Radstand von 2,70 Metern. Wo man bei der Konkurrenz schon ordentlich die Knie anziehen muss, sitzt man im Fond des Pulsar besser als in mancher Mittelklasse-Limousine – selbst wenn man größer als 1,80 Meter ist.

Vorne breit, hinten geräumig

Der Neuling ist nicht nur um die Hinterbänkler herum konstruiert. Auch in der ersten Reihe sitzt man ausgesprochen bequem, wobei die Japaner dort nicht die Knie, sondern die Ellbogenfreiheit optimiert haben: Durch einen besonders tiefen Türausschnitt in Kombination mit extra breiten Polstern bieten sie die mit Abstand bequemsten Armauflagen.

Das ist nur eine Kleinigkeit, macht aber einen großen Eindruck. Egal, ob man vorn oder hinten sitzt, man profitiert vom üppigen Kofferraum: Der fasst 385 Liter und ist dem Klassenprimus aus Wolfsburg damit um fünf Liter voraus.

Ebenfalls punkten kann der Nissan mit seinen Assistenzsystemen. Zwar sind die Sensoren des Safety Shields so sensibel, dass man den Rundumschutz vor lauter Fiepen gleich wieder ausschalten möchte. Doch wer sich darauf verlässt, dem wird beim Spurwechsel und bei der Spurführung genauso geholfen wie beim Rangieren.

Und der Around View Monitor, auf dem die Kamerabilder zu einer virtuellen Vogelperspektive komponiert werden, bleibt ziemlich einzigartig.

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