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16.11.2015

10:12 Uhr

Erste Ausfahrt mit dem Honda Civic Type R

Pulsbeschleuniger mit Zisch und Klack

Quelle:Spotpress

Wenn der Honda Civic Type R lostobt, bleibt keine Handfläche trocken. Wie viel Spaß das 310-PS-Geschoss mit dem markanten Heckflügel dabei selbst hat, sieht und hört man.

Für echte Fans stellt der Japaner ohnehin das Nonplusultra straßentauglicher Rennwagen im Kompaktformat dar Honda

"Pommestheke" am Heck inklusive

Für Civic-Fans stellt der R-Type das Nonplusultra straßenzugelassener „Rennwagen“ im Kompaktformat dar

Mehr PS pro Euro als ein Ferrari 488 GTB, mehr Kofferraum als ein VW Golf und mehr erregtes Aufsehen als ein Porsche 911: Der Honda Civic Type R erfüllt Autoträume. Und das ab 34.000 Euro. Ein neues Image ist dann inklusive. Schon bei der äußerlichen Inaugenscheinnahme der 228 kW/310 PS starken Krawall-Version des Civic empfindet man je nach Gusto entweder Bewunderung oder Abscheu – dazwischen gibt es nichts. Das ohnehin außergewöhnliche Design des Kompakten mit den schmalen Scheinwerfern, ausgeprägter Keilform und breitem Heck haben die Designer so dermaßen auf die Spitze getrieben, dass man – als über 20-jähriger Fahrer mit dem Type R unterwegs - durchaus schräge Blicke erntet.

Auf der anderen Seite aber haben der mächtige Frontspoiler, die dicken Radhausverbreiterungen und der gewaltige, feststehende Heckflügel einen rohen, archaischen Charme, der in Zeiten von auf Massengeschmack getrimmter Mainstream-Modelle auch einen Zauber auf seine Betrachter ausübt. Mal davon abgesehen, dass die Anbauteile zusammen mit dem komplett verkleideten Unterboden eine aerodynamische Funktion haben, Stichwort Anpressdruck.

Ist der "R"-Modus eingeschaltet, verändert sich die Ambientebeleuchtung auf Rot Honda

Ist der "R"-Modus eingeschaltet, ...

... verändert sich die Ambientebeleuchtung auf Rot

Für echte Fansstellt der Japaner ohnehin das Nonplusultra straßentauglicher Rennwagen im Kompaktformat dar. Nach einigen Jahren Pause hat Honda den Type R – R für Racing – in diesem Jahr frisch aufgelegt, mit neuem Motorenkonzept: Statt eines hochdrehenden Saugmotors kommt ein per Turbo aufgeladener 2,0-Liter-Vierzylinder zum Einsatz.

Auch wenn Puristen möglicherweise um einen weiteren Klassiker trauern, der nun zwangsbeatmet wird – der Turbo-Benziner hält, was das äußere des Type R verspricht: Legt er bei niedrigen Drehzahlen noch etwas verhalten los, fängt der Civic ab 2.500 Touren richtig an zu wüten. Mühelos schnellen die 1,4 Tonnen vorwärts, der Turbo zischt, der Vierzylinder grölt.

Die knackige Sechsgang-Schaltung (natürlich mit Aluminium-Schaltknauf) mit ihren kurzen Wegen lässt sich wunderbar sportlich bedienen, so schön wie es beim Gangeinlegen mitunter klackt, freut man sich schon auf den nächsten Wechsel. Ein herzhaftes Zurückschalten verzeiht der Type R nicht nur, er fordert es geradezu heraus.

Die rot-schwarzen Sportsitze sind sehr bequem und geben guten Halt Honda

Die rot-schwarzen Sportsitze sind sehr bequem ...

... und geben sicheren Halt.

Die Lenkung ist feinfühlig und direkt, präzise zirkelt man den Type R damit durch schnelle Kurven, die er dank strammer Abstimmung wie auf Schienen durchfährt. Dem Frontantrieb geschuldet lässt sich ein wenig Zerren der vielen Pferde an der Lenkung nicht ganz vermeiden. Maximal 270 km/h wird der Fünftürer schnell, damit hängt er seine kompakten Mitstreiter ab.

Kommentare (1)

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armun wetzel

16.11.2015, 19:01 Uhr

Ich dachte immer das die Zeiten von Manta und Co vorbei sind.
Im Design hat Honda jedenfalls alles gegeben um dem Image vom Manta noch einen drauf zu setzen.
In welchem Jahrhundert leben die von Honda eigentlich?
Für mich ist die Karre Proll pur.

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