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18.03.2014

08:55 Uhr

Erste Fahreindrücke vom VW Golf GTE

Stromer mit Benzin im Blut

VonPatrick Broich
Quelle:Spotpress

Volkswagen platziert ein alternativ angetriebenes Modell nach dem anderen und führt ab Herbst den Golf GTE in den Markt ein. Der Plug-in-Hybrid beherrscht rein elektrisches Fahren ebenso wie sportliche Manieren.

Fahrbericht: VW Golf GTE - Stromer mit Benzin im Blut  VW

Der GTE: Außen Golf, innen Hybrid.

Beim VW Golf GTE, neben Jetta Hybrid und E-Golf ein weiteres Großserien-Fahrzeug von Volkswagen mit Elektromotor an Bord, geht es keineswegs nur um Sparsamkeit. Die Botschaft ist eindeutig: Das beginnt bereits mit der historischen Modellbezeichnung, die früher allerdings nie von Volkswagen, sondern von Audi genutzt wurde.

Was zählt, ist das „GT“ für Gran Turismo, das immer für etwas Sportliches steht. Dann die karierten Sportsitze mit den ausgeprägten Wangen – der GTE hat GTI-Gene. Dabei kann der Kompakte mit 150 kW/204 PS richtig sparsam bewegt werden, sofern ein paar Voraussetzungen erfüllt werden.

Eine Steckdose in der heimischen Garage oder für Städter eine Ladesäule in der Nähe sind ein Muss, um das Sparpotenzial des GTE auszunutzen. Denn bis zu 50 Kilometer weit fährt dieser Golf rein elektrisch, und das nicht einmal phlegmatisch. Es geht mit 75 kW/102 PS vorwärts; bis zu 130 km/h schnell kann der Wolfsburger werden, soll es schneller gehen, unterstützt der turboaufgeladene Verbrenner.

Und man kann das rechte Pedal ruhig beherzt niederdrücken, denn vor dem Kickdown-Schalter bleibt es tatsächlich bei 100 Prozent Elektro-Antrieb, sofern der E-Mode aktiv ist. Bemüht der Fahrer dagegen den Kickdown, steht maximale Beschleunigung auf dem Programm, völlig unabhängig von der gerade gewählten Einstellung.

Der Plug-in-Hybrid beherrscht rein elektrisches Fahren ebenso wie sportliche Manieren. Wir waren mit dem rasanten Kompakten bereits unterwegs. VW

Der Plug-in-Hybrid beherrscht rein elektrisches Fahren ebenso wie sportliche Manieren. Wir waren mit dem rasanten Kompakten bereits unterwegs.

Von letzteren gibt es übrigens vier an der Zahl. Für Performance-Liebhaber eignet sich der „GTE“-Schalter am besten. In diesem Modus wird nur selten elektrisch gefahren – allenfalls langsames Kriechen erledigt alleine die E-Maschine, schon behutsames Streicheln des Gaspedals ruft den Vierzylinder auf den Plan. Dann geht es mit vereinten Kräften nach vorn, und bei Bedarf fällt die 100 km/h-Marke nach drahtigen 7,6 Sekunden.

Damit auch immer genügend Akkureserven vorhanden zum Boosten sind, lädt der Verbrenner bei aktivierter GTE-Taste beflissener nach als in anderen Modi. Ein Soundgenerator begleitet die fahrerischen Orgien, damit der GTE auch für echte GTI-Fans zur Alternative wird.

VW Golf GTE VW

VW Golf GTE

Wer versäumt hat, den GTE aufzuladen, aber dennoch elektrisch fahren möchte, kann die Batterie in der entsprechenden Einstellung auch vom Benziner komplett vollladen lassen.

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