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27.11.2013

13:34 Uhr

Euro NCAP-Crashtest

BMW i3 verpasst Bestwertung

Quelle:Spotpress

Beim aktuellen Crashtest der Prüf-Organisation Euro NCAP gab es sehr gute Noten für sechs Modelle, fünf schnitten etwas schlechter ab. Darunter auch ein neues Premiumprodukt.

Euro NCAP-Crashtest - BMW i3 verpasst Bestwertung Euro NCAP

BMW i3 beim Euro NCAP-Crashtest

Beim jüngsten Crashtest hat Euro NCAP elf Fahrzeuge an die Wand gefahren, um sie auf ihre Sicherheit zu überprüfen. Sechs Modelle erhielten die Höchstwertung von fünf Sternen, fünf bekamen vier Sterne, darunter auch BMWs erstes Elektroauto.

Beim BMW i3 kritisierten die Tester unter anderem das Fehlen der hinteren Gurtwarner sowie den Fußgängerschutz. Der ADAC vermutet, dass die Vorderkante, seitliche Bereiche der Motorhaube sowie der Pfosten der Windschutzscheibe für ein Stadt-Auto zu aggressiv gestaltet sind. BMW hat sich der Sache nun angenommen und prüft das Ergebnis. Positiv bewertet wurde der Kleinwagen in Sachen Kinder- und Insassensicherheit.

Der i3 erreichte beim Schutz erwachsener Insassen 86 Prozent der möglichen Punkte, beim Schutz mitreisender Kinder 81 Prozent, beim Fußgängerschutz nur 57 Prozent und für den Einsatz von Sicherheits-Assistenzsystemen sogar nur 55 Prozent.

Zum Vergleich: Der im Gegensatz zum Hightech-Fahrzeug konventionell gebaute Nissan Leaf erzielte bereits 2011 in der ersten Generation im Crashtest von EuroNCAP fünf von fünf Sterne und war als erstes Elektroauto sicherer als manches "gewöhnlich" angetriebene Fahrzeuge. 

Ein BMW-Sprecher sagte, man sei nicht überrascht über das Ergebnis. Die NCAP-Tests blendeten den präventiven Schutz von Fußgängern aus, dem BMW beim i3 durch besondere Bremsen und Sensoren besonderes Gewicht gebe.

Die Münchner setzen viel Hoffnung auf den von Grund auf neu entwickelten Wagen. Sie wollen als einer der ersten Autobauer Elektroautos in größerer Stückzahl verkaufen. Kurz nach dem Verkaufsstart hat BMW nach eigenen Angaben bereits rund 10.000 Bestellungen in den Büchern.

In Deutschland wird der i3, der ohne Reichweitenverlängerer mindestens 35.000 Euro kostet, seit einigen Tagen ausgeliefert. In den USA, wo Elektroautos vor allem an der Westküste bereits häufiger auf den Straßen zu sehen sind als hierzulande, soll der Verkauf im Frühjahr beginnen.

Experten gehen für das nächste Jahr von einem Absatz von 25.000 Stück aus. Der i3 kommt mit einer Batterieladung 130 bis 160 Kilometern weit. Die Fahrgastzelle wird aus dem leichten, aber teuren Werkstoff Karbon gefertigt.

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