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19.05.2016

12:02 Uhr

Fahrbericht: Audi A3

Drei Zylinder, aber immer online

VonMichael Lennartz
Quelle:Spotpress

Nach vier Jahren erhält die dritte Generation des Audi A3 die fällige Überarbeitung. Äußerlich ist ihm das kaum anzusehen, dafür hat er jetzt einen Stau-Piloten an Bord und setzt sich beim Infotainment an die Spitze.

Fahrbericht: Audi A3 - Drei Zylinder, aber immer online Audi

Audi A3

Der Dreizylinder unter der Haube des A3 stammt – natürlich – aus dem VW-Regal.

Ein Golf ist ein Golf ist ein Golf. Hunderttausende von Kunden, die sich Jahr für Jahr für den deutschen Bestseller entscheiden, wissen dessen Qualitäten zu schätzen. Warum sollte das beim Audi A3 anders sein? Der edlere Konzernbruder basiert technisch auf dem Dauerbrenner aus Wolfsburg und hat allenfalls das Problem, sich als Premium-Ausgabe von dem Rivalen aus dem Mutterkonzern in angemessenem Maße abzuheben.

Denn zu Preisen ab 23.300 Euro in der Basis-Version liegt der modellgepflegte Ingolstädter Kompakte, wenn er Mitte Juli aufgefrischt in allen vier Karosserie-Varianten (Dreitürer, fünftüriger Sportback, Limousine und Cabriolet) bei den Händlern steht, rund 2.600 Euro über dem vergleichbaren Golf-Rivalen. Rechtfertigt sich das durch den vielgerühmten „Vorsprung durch Technik“?

Jein. Zumindest was die Motorenplatte angeht, eher nicht. Zwar reiht sich auch Audi in die Phalanx jener Hersteller ein, die dem Dreizylinder zu einer Fortsetzung seines Siegeszugs selbst in der Kompaktklasse verhelfen wollen, das erste Dreierpack unter der Haube des A3 stammt aber – natürlich – aus dem VW-Regal.

Auch das Cabrio erhält ein Lifting Audi

Lifting auch fürs Cabrio

Auch das Cabrio erhält ein Lifting.

Das turbogedopte Ein-Liter-Triebwerk mit 85 kW/115 PS, das im Golf längst zum Einsatz kommt, hat zwar mit dem murrigen und knurrigen Gehabe früherer Dreizylinder nichts mehr zu tun, die untertourige Trägheit konnten die Bayern ihrem Besteller aber nicht abgewöhnen. Bei höheren Drehzahlen geht’s dann zügiger voran, allerdings wirkt das Motörchen dann sehr angestrengt und tut dies auch akustisch kund. Die nackte Fahrwerte (Tempo-100-Sprint in 9,7 Sekunden, 206 km/h) geben keinen Anlass zur Kritik, Ansprechverhalten und Abstimmung passen aber irgendwie nicht zu einem Premium-Produkt wie dem A3.

Das große Plus des Dreizylinders, der erst „wenige Wochen“ (O-Ton Audi) nach dem Verkaufsstart verfügbar sein wird: der geringe Normverbrauch von 4,5 Liter (104 g/km CO2-Ausstoß) und der Einstiegspreis von 23.300 Euro. Der liegt zwar rund 500 Euro über dem Basistarif des Vorgängers, durch die Produktaufwertung mit serienmäßigen Bi-Xenon-Scheinwerfern und einem höherwertigeren MMI Radio plus samt ausfahrbarem Touchscreen und Bluetooth-Schnittstelle ist A3 aber unterm Strich sogar günstiger geworden.

Ebenfalls neu im A3 ist der große Benziner im 2.0 TFSI. Das 140 kW/190 PS starke Aggregat, das mit 244 km/h Spitze und einem Normverbrauch von 5,5 Litern angegeben wird, ist allerdings bereits aus dem größeren A4 bekannt. Der 1,4-Liter mit Zylinderabschaltung als dritte Wahlmöglichkeit an der Ottomotoren-Front bleibt ebenso unverändert im Programm wie die drei Diesel-Aggregate: der 1.6 TDI mit 85 kW/110 PS, der mit 3,9 Litern Normverbrauch auch der genügsamste Vertreter des gesamten A3-Portfolios ist, und der 2.0 TDI in den Leistungsstufen 110 kW/150 PS und 136 kW/184 PS. Der S3 als sportliche Speerspitze der Kompakt-Baureihe mit den vier Ringen hat mit 228 kW/310 PS und einem maximalen Drehmoment von 400 Nm eine kleine Leistungsspritze (plus 7 kW/10 PS, plus 20 Nm).

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