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05.09.2014

15:37 Uhr

Fahrbericht Audi TT

Auto-Kino hinterm Lenkrad

VonPeter Maahn
Quelle:Spotpress

Audi startet die dritte Generation des Sportcoupés TT. Längerer Radstand, geschärftes Profil, futuristisches LED-Licht und 50 Kilogramm leichter. Innen lockt die Revolution eines erstmals komplett virtuellen Cockpits.

Fahrbericht: Audi TT  - Auto-Kino hinterm Lenkrad Audi

Porsche-Ersatz für die gut verdienende Chefsekretärin: Audi TT in voller Fahrt.

Design-Ikone, Möchtegern-Sportler, Kurvenkünstler, Alu-Leichtgewicht, Porsche-Ersatz für die gut verdienende Chefsekretärin oder gar lebensgefährliche Heckschleuder. Alles Attribute, die man in den letzten fast zwei Jahrzehnten schon einmal über den Audi TT gehört hat. Nicht zuletzt wegen der Meinungsvielfalt zwischen Zuneigung und Schaudern trägt das Coupé mit den vier Ringen das Prädikat „unverwechselbar“ und gehört fraglos zu den Automodellen, die auf der Straße auch von Nicht-Fachleuten auf Anhieb erkannt und korrekt benannt werden können. Eine schwere Bürde für den Nachfolger, der alles besser können und sich dennoch sofort als TT outen muss.

Marbella im Spätsommer, zahllose Urlauber sind noch da, es wird oft russisch gesprochen, viele Autos aus der 100.000-Euro-Klasse stehen sorgsam bewacht vor den Hotels, die Sonne liefert noch 34 Grad. Unser Audi TT steht in einer Parkbucht gleich am Strand. Schade, keiner dreht sich nach ihm um oder bleibt gar stehen. Operation geglückt, sagen wohl die Audi-Designer.

Alles neu gemacht, aber doch einen echten TT erschaffen. Das in den Grundzügen nur wenig veränderte Alu-Kleid ist mit jetzt 4,18 Metern Länge um exakt einen Millimeter kürzer, der Radstand wuchs dank des nunmehr auch beim TT genutzten „modularen Querbaukastens“ (im VW-Konzern als MQB verkürzt) um immerhin 3,7 Zentimeter. Die neuen Maße sind mit bloßem Auge nicht wirklich als solche zu erkennen. Anders die dem Supersportwagen R 8 nachempfundene Frontpartie. Durch die größeren Lufteinlässe mutet das Gesicht mit dem jetzt trapezförmigen Kühlergrill einen Tick aggressiver an. Der wird jetzt vom Kennzeichen zweigeteilt, die vier Ringe sind auf die Motorhaube gewandert.

Am prägnantesten sind die neu gestalteten Scheinwerfer, wenn man sich für 2.140 Euro Aufpreis das LED-Matrix-Licht gönnt. Mit ihm kann man zum Beispiel ständig mit Fernlicht fahren. Ein nachts entgegenkommendes Auto wird im Zusammenspiel mit der Frontkamera mit einer Art Lichtkragen geschmückt, um dessen Insassen nicht zu blenden. Tagsüber dienen ebenfalls LED-Leuchten als Symbol des Besonderen, bilden sie doch ein auf dem Rücken liegendes "F". Das gleiche Signal findet man auch in den Rückleuchten.

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