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16.11.2015

14:54 Uhr

Fahrbericht: Ford Mondeo

Stark Ding will Weile haben

Quelle:Spotpress

Neu ist der Ford Mondeo nicht. Im Februar dieses Jahres kam er mit ordentlicher Verspätung auf den deutschen Markt. Noch etwas mehr Zeit hat sich sein stärkster Diesel gelassen, der das Rennen um den Spitzenplatz in der bürgerlichen Mittelklasse nun neu starten will.

Der 210 PS starke Selbstzünder ist nur in der höchsten Ausstattungsstufe Titanium erhältlich, die bereits viele Annehmlichkeiten an Bord hat.  Ford

210 PS leistet der stärkste Selbstzünder für den Ford.

Er ist allerdings nur in der höchsten Ausstattungsstufe Titanium erhältlich, die dann auch andere Annehmlichkeiten an Bord hat.

Wer zu spät kommt, verpasst das Beste. Der Ford Mondeo will aber der Beste sein. Zumindest für diejenigen, die ein bürgerliches Mittelklassefahrzeug mit dem stärksten Selbstzünder wollen. Wir haben den Kölner als Fließhecklimousine mit dem nun mächtigsten, besonders für Langstrecken geeigneten Diesel unter die Lupe genommen.

Soll es die Spitzenmotorisierung sein, bietet Ford für den Mondeo den Benziner mit 177 kW/240 PS an. Beim Selbstzünder waren es bislang nur 132 kW/180 PS, die das mit mindestens 1.507 Kilogramm im Vergleich zur Konkurrenz etwas speckige Fahrzeug antreiben mussten. Nun sollen 210 Pferdestärken für neuen Schub sorgen.

Bei einer ersten Testfahrt beweist sich der 2,0 Liter große Bi-Turbo als souveräner Begleiter. Scheinbar mühelos bringt er den Mondeo auf reisetaugliche Geschwindigkeit und hält sich dabei akustisch angenehm zurück. Bis 233 km/h kann er auf der linken Spur mithalten, dann erst muss Platz gemacht werden.

Scheinbar mühelos bringt der starke Diesel den Mondeo auf reisetaugliche Geschwindigkeit und hält sich dabei akustisch angenehm zurück.  Ford

Scheinbar mühelos bringt der starke Diesel den Mondeo auf reisetaugliche Geschwindigkeit.

Akustisch bleibt das Triebwerk angenehm zurückhaltend.

Das 154 kW/210 PS starke Aggregat gönnt sich aber auch im Drehzahlkeller keine Atempausen und sammelt durch satten Durchzug Sympathien. Auch das Zusammenspiel mit der von Ford Power-Shift getauften Sechsgang-Automatik funktioniert harmonisch. Nur den versprochenen Verbrauch von 5 Litern konnten wir nicht halten. Bei - zugegeben - meist höherem Tempo flossen durchschnittlich zwei Liter mehr durch die Leitungen.

Neben dem Motor sind auch andere Voraussetzungen für einen bequemen längeren Aufenthalt gegeben. So gibt es genug Ablagen und die Sitze sind ausreichend straff. Nicht komplett überzeugend ist hingegen das Navigationssystem. Es erlaubt sich zwar keine großen Patzer, bedarf für volles Verständnis jedoch erst einiger Einarbeitungszeit.

Neben der Fließhecklimousine ist der Mondeo auch mit Stufenheck und als Turnier genannter Kombi erhältlich.  Ford

Neben der Fließhecklimousine ist der Mondeo auch mit Stufenheck und als Turnier genannter Kombi erhältlich.

Der große Lademeister bringt mit umgeklappten Rücksitzlehnen und ohne Ersatzrad bis zu 1.630 Liter Stauvolumen unter.

Auch die manchmal verschlafene Reaktion beim Touchscreen nervt. Hier lässt sich dann erkennen, dass der Mondeo nun doch kein brandneues Fahrzeug ist. Insgesamt zeigt sich die größte Limousine von Ford in Europa jedoch ein harmonisches Gefährt, das auf allen Plätzen genügend Raum bietet und sonst auch wenig Raum für Kritik lässt.

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