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24.01.2017

08:58 Uhr

Fahrbericht: Hyundai i30

Angriff in der Golfregion

VonPeter Weißenberg
Quelle:Spotpress

Bei der Neuauflage seines wichtigsten Modells hat sich Hyundai die Schwachstellen des bisherigen i30 zur Brust genommen. Der Kompaktwagen fährt nun in der Spitzengruppe der „Golf-Klasse“ mit. Und das hat einen Nachteil.

Mit 4,34 Meter Länge ist der i30 nun vier Zentimeter gewachsen Hyundai

Hyundai i30

Mit 4,34 Meter Länge ist der kompakte Koreaner um vier Zentimeter gewachsen

Manche Hersteller nervt es, bei jedem neuen Angebot in der Kompaktklasse ständig auf den VW Golf angesprochen zu werden. Immer nur rechtfertigen, gleich, ob man etwas ganz anders oder genau so macht wie der Klassenprimus aus Wolfsburg. Markus Schrick sieht das lockerer: “Wir wollen die Alternative zum Volkswagen sein - ganz klar”, sagt der Deutschland-Geschäftsführer von Hyundai. Die Chefs der europäischen Entwicklungszentrale in Rüsselsheim nennen die Neuauflage des i30 sogar selbstbewusst “New People’s Car” - neuen Volkswagen also. Ab 17.450 Euro ist die neue Generation jetzt zu haben, 300 Euro mehr als bisher.

Wer Freund des gepflegten, komfortbetonten Fahrens ist, wird am i30 seine Freude haben. Das neue Siebengang-DSG in den höheren Motorisierungen macht seine Aufgabe mindestens so gut wie das im Golf, die Start-Stopp-Automatik korrespondiert beim Anfahren noch nahtloser mit dem Getriebe als der Konkurrent. Im hügeligen Hinterland Südspaniens macht das genau so viel Spaß wie beim Kurven durch Marbellas enge Altstadtgassen.

Maße, Motoren, Preise

Abmessungen

Länge: 4,34 Meter, Breite: 1,80 Meter, Höhe: 1,46 Meter, Radstand: 2,65 Meter, Kofferraumvolumen: 395 - 1.301 Liter

Antrieb: 100 PS Beziner

1,4-Liter-Benziner, Sechsgang-Schalter, 73 kW/100 PS, maximales Drehmoment: 134 Nm bei 4.000 U/min, Beschleunigung: 0 - 100 km/h: 12,7 Sek., Vmax: 183 km/h, Durchschnittsverbrauch: 5,4 Liter, CO2-Ausstoß: 126 g/km, Abgasnorm: Euro 6, Effizienzklasse: C, Preis: ab 17.450 Euro

Antrieb: 120 PS Beziner

1,0-Liter-Turbobenziner, Sechsgang-Schalter, 88 kW/120 PS, maximales Drehmoment: 171 Nm bei 1.500-4.000 U/min, Beschleunigung: 0 - 100 km/h:11,1 Sek., Vmax: 190 km/h, Durchschnittsverbrauch: 4,9 Liter, CO2-Ausstoß: 112 g/km, Abgasnorm: Euro 6, Effizienzklasse: B, Preis: ab 19.700 Euro

Antrieb: 140 PS Beziner

1,4-Liter-Turbobenziner, Sechsgang-Schalter (Siebengang-DSG), 103 kW/140 PS, maximales Drehmoment: 242 Nm bei 1.500 U/min, Beschleunigung: 0 - 100 km/h: 8,9 (9,2) Sek., Vmax: 210 (205) km/h, Durchschnittsverbrauch: 5,4 (5,5) Liter, CO2-Ausstoß: 124 (125) g/km, Abgasnorm: Euro 6, Effizienzklasse: B, Preis: ab 22.350 (24.450) Euro

Antrieb: 95 PS Diesel

1,6-Liter-Diesel, Sechsgang-Schalter, 70 kW/95 PS, maximales Drehmoment: 280 Nm bei 1.500-2.000 U/min, Beschleunigung: 0 - 100 km/h: 12,2 Sek., Vmax: 186 km/h, Durchschnittsverbrauch: 3,6 Liter, CO2-Ausstoß: 95g/km, Abgasnorm: Euro 6, Effizienzklasse: A+., Preis: ab 21.300 Euro

Antrieb: 110 PS Diesel

1,6-Liter-Diesel, Sechsgang-Schalter (Siebengang-DSG), 81 kW/110 PS, maximales Drehmoment: 280 Nm bei 1.500-2.500 U/min, Beschleunigung: 0 - 100 km/h: 11,0 Sek., Vmax: 190 km/h, Durchschnittsverbrauch: 3,7 (4,0) Liter, CO2-Ausstoß: 96 (105)g/km, Abgasnorm: Euro 6, Effizienzklasse: A+ (A), Preis: ab 22.000 Euro

Antrieb: 136 PS Diesel

1,6-Liter-Diesel, Sechsgang-Schalter (Siebengang-DSG), 100 kW/136 PS, maximales Drehmoment: 280 (300) Nm bei 1.500-2.500 (1.750-2.500 U/min, Beschleunigung: 0 - 100 km/h: 10,2 Sek., Vmax: 200 km/h, Durchschnittsverbrauch: 3,9 (4,1) Liter, CO2-Ausstoß: 102 (109)g/km, Abgasnorm: Euro 6, Effizienzklasse: A+ (A), Preis: ab 24.750 (26.650) Euro

Warum kaufen?

Weil er ein Rundum-Sorglos-Paket mit Spitzentechnik ist

Warum nicht?

Weil er kein Preisbrecher mehr ist

Was sonst?

Klar, den Golf, den runderneuerten Mazda 3 oder den Opel Astra

Ab wann?

Schon zu haben, Kombi kommt ab Mai, N-Variante im Oktober, Fastback Anfang 2018

Zu Recht sind die Entwickler aus der hessischen Europa-Zentrale auch stolz auf ihren neuen 1,4-Liter-Turbobenziner: Der passt ideal zum DSG und versieht den i30 genau mit der Dynamik, mit der sich Golf, Astra oder Focus angreifen lassen. Und 240.000 Besitzer der Vorgänger-i30 wird man mit der neuen Spritzigkeit sicher auch bei der Stange halten können. Nur die rund anderthalb Liter Mehrverbrauch auf der Testrunde zu den angegebenen 5,5 Liter im Mix enttäuschen. Auch der Einliter-Turbo übrigens verfehlte die Herstellerangabe ähnlich deutlich.

Ein rasanter Kurvenräuber ist der neue i30 trotz der agilen Motoren nicht. Das Fahrwerk ist defensiver ausgelegt als bei deutschen Wettbewerbern, Komfort und Sicherheit sind Trumpf. Dazu passen auch die gemütlichen, nicht übersportlich konturierten Sitze - die sich auf Wunsch belüften lassen. Erst mit der getunten “N”-Variante wird dann auch der Hyundai in den GTI-Regionen mitspielen wollen. Im Oktober soll die Sportversion kommen - mit mindestens 250, eventuell später sogar 300 PS und brettharter Straßenlage.

Im deutlich verbreiterten Innenraum “wollen wir unsere Handwerkskunst besser sichtbar machen”, sagt Hyundai-Designchef Peter Schreyer Hyundai

Deutlich verbreiterter Innenraum

Hier “wollen wir unsere Handwerkskunst besser sichtbar machen”, sagt Hyundai-Designchef Peter Schreyer

Die Vernunftfraktion bekommt Ende Mai noch den Kombi - und Anfang 2018 rollt ein sogenannter i30-Fastback heran; “einmalig in der Klasse” freut sich Schrick auf den Wagen, der eine Mischung zwischen Coupé, Fließheck und Shooting Break sein könnte.

Bei der Motorisierung rundum empfehlenswert sind für den Normalanwender auch der Diesel in seinen drei PS-Varianten von “sparsamer Urlaubsgleiter” bis “hetzender Handelsvertreter”. Auch mit dem neuen 95-PS-Selbstzünder ist der i30 dabei nicht untermotorisiert.

Optisch hat der i30 deutlich zugelegt: Die neue Hyundai-Front mit dem nach unten zur Straße geneigten Grill ist ein Hingucker. Mit 4,34 Meter Länge ist der i30 nun vier Zentimeter gewachsen, um fast zehn Zentimeter auf 1,80 Meter verbeitert und duckt sich bei 1,46 Meter Höhe einen Zentimeter flacher. Lobenswert: Das geht nicht zu Lasten des Einstiegs für die Passagiere oder der Beladbarkeit.

Ein rasanter Kurvenräuber ist der neue i30 trotz der agilen Motoren nicht Hyundai

Der neue i30

Ein rasanter Kurvenräuber ist er trotz der agilen Motoren nicht

Kommentare (1)

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Herr Donald Ta

24.01.2017, 10:53 Uhr

bevor man den kleinen Koreaner madig macht, soll die VW zuerst Ihre Benzinmotoren überarbeiten.
Die 1.4 TSI und 1.6 TSI schaffen nicht mal 100.000 km Laufleistung!
Für viel Geld erwarte ich, dass mindestens eine Greinze von 250 Tkm erreicht wird.
Koreaner mit 7.Jahren Werksgarantie ist unschlagbar.

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