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03.04.2012

12:51 Uhr

Fahrbericht

KTM 690 Duke: Herzbube aus Österreich

VonThilo Kozik
Quelle:mid

KTM stellt den kräftigsten Einzylinder auf die 17-Zoll-Räder. Mit serienmäßigem ABS und spielerischer Kontrollierbarkeit steht das beliebte Bike aus Oberösterreich für 7.495 Euro im Schaufenster.

Die Ergonomie der neuen KTM 690 Duke integriert den Fahrer hervorragend ins Fahrzeug. PR

Die Ergonomie der neuen KTM 690 Duke integriert den Fahrer hervorragend ins Fahrzeug.

Gran CanariaFahrer von Einzylinder-Motorrädern galten schon immer als besonders eigen. Mittendrin tummelt sich seit 1994 eine Schar weltoffener KTM-Duke-Freunde, die sich jenseits aller Konventionen am sportiven Einzylinder-Konzept für die Straße erfreuen. Das war so überzeugend, dass das oberösterreichische Unternehmen in 15 Jahren und über drei Modellgenerationen hinweg die stolze Zahl von 30.000 Dukes an Mann und Frau bringen konnte.

Doch die fortschreitende Verfeinerung und Optimierung hatte im wahrsten Sinne des Wortes ihren Preis: Einerseits geriet die Duke immer mehr zum extremen Landstraßenjäger, andererseits stieg der Kurs auf kaum mehr vermittelbare knapp 9.500 Euro - für einen Single! KTM drückte daher für 2012 den Reset-Knopf und präsentiert die 690 Duke als ein der Ursprungsidee entsprechendes Leichtgewicht mit breitem Einsatzbereich für akzeptable 7.495 Euro.

Gleichzeitig kehrt die Neue von der radikalen Optik zu einem eingängigeren Design zurück: Das einstige Spitzmaul wich einer Stupsnase, statt kantigem Spritfass gibt’s nun den Buckeltank wie bei den großen KTM-Modellen, und der Schalldämpfer wanderte von unter dem Motor an die rechte Seite.

Dies war auch notwendig, um das Sitzpolster in nun erklimmbaren 835 Millimeter Höhe zu positionieren. Richtig gelesen: Bei der Sitzbank der Duke handelt es sich nicht mehr um eine knochenharte Gummiauflage für "Hard asses" mit schwielenbewehrtem Gesäß, jetzt machen sogar verwöhnte Hinterteile einen Tagesritt auf dem großzügigen Kissen klaglos mit. Das gilt übrigens für den gesamten Körper: Die herzogliche Ergonomie fällt entspannt und locker aus und integriert dabei den Fahrer auf hervorragende Weise ins Fahrzeug.

Das schafft auf Anhieb viel Vertrauen - der Auftritt erlaubt sämtliche Fahrtechniken vom Supermoto-Drift bis zum klassischen Hanging-off. Dabei macht der pulverbeschichtete Gitterrohr-Stahlrahmen das Ganze stabil, die handlingfreundliche Geometrie und das sensationell niedrige Trockengewicht von 146 kg mit idealer Verteilung von 50:50 zwischen vorn und hinten sorgen für herzerfrischende, jederzeit kalkulierbare Agilität. Fast auf einen Wimpernschlag biegt die Duke in die Kurve, fällt zunächst etwas schnell in Schräglage, geht dann jedoch sehr kontrollierbar weiter nach unten.

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