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15.10.2014

11:33 Uhr

Fahrbericht Seat Leon X-Perience

Bestseller auf Abwegen

VonWalther Wuttke
Quelle:Spotpress

Mit Seat geht es aufwärts, aber auch seitwärts. Wer ab und zu mal von der asphaltierten Straße Richtung leichtes Gelände abbiegen will, wird bei den Spaniern jetzt ebenfalls fündig.

Ab dem 18. Oktober steht der Leon ST X-Perience beim Händler Seat

Ab dem 18. Oktober steht der Leon ST X-Perience beim Händler

Seat war einst das Mauerblümchen im Volkswagen-Konzern und obwohl die Ergebnisse noch rot eingefärbt sind, entwickelt sich die Marke langsam zu einer Erfolgsgeschichte. Spätestens seit dem aktuellen Leon hat der spanische Konzernableger ein eigenständiges und selbstbewusstes Markenbewusstsein aufgebaut.

Vorbei die Zeiten, als die Spanier einen abgelegten Audi A4 nach einigen Design-Retuschen als Exeo anbieten mussten. Die aktuelle Modellpalette bietet inzwischen eine eigenständige, attraktive Formensprache und sportlich ausgerichtete Modelle. Jüngster Vertreter dieser Neuausrichtung ist der Allrad-Kombi Leon ST X-Perience (ab 28.750 Euro), der vom 18. Oktober an bei den Händlern steht und mit dem sich die Kunden auf Abwege abseits asphaltierter Straßen begeben können.

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Mit dem Golf Variant verhält es sich wie mit einer gutbürgerlichen Nachbarschaft. Man kennt sich, man schätzt sich. Man weiß, was man aneinander hat. Und natürlich wird gelästert. Aber nur ein bisschen und ganz leise.

Die neue Modellvariante soll unter anderem helfen, das Kapitel Emotionen im Seat-Angebot zu eröffnen. Der Leon ST X-Perience (vom englischen Experience = Erlebnis abgeleitet) eröffnet seinen Fahrern auch abseits befestigter Straßen neue Möglichkeiten. Als Basis für den Allrader griffen die Entwickler in Barcelona ins Volkswagen-Konzernregal und kombinierten die Plattform des Golf Variant 4motion und Skoda Octavia Scout mit dem Kombi Leon ST. Wie bei VW und Skoda optimiert eine Haldex-Kupplung der fünften Generation die Kraftübertragung.

Bei entsprechendem Bedarf schaltet sie den Antrieb der Hinterachse in Sekundenbruchteilen zu, ohne dass der Fahrer den Wechsel bemerkt. Damit wird das Allradkombi zwar noch nicht zu einem Jeep-Konkurrenten, doch wühlt er sich problemlos durch leichtes Gelände und bietet bei glatter Fahrbahn zusätzliche Traktion.

Ein modifizierter Heckstoßfänger mit angedeutetem Unterfahrschutz im Alu-Look sorgt von hinten für den Offroad-Look Seat

Ein modifizierter Heckstoßfänger mit angedeutetem Unterfahrschutz im Alu-Look sorgt von hinten für den Offroad-Look

Zusätzlich erhält der Leon-Allradler knapp drei Zentimeter mehr Bodenfreiheit und eine rustikale Geländeoptik bestehend aus unvermeidlicher Rundum-Beplankung mit schwarzen Kunststoffteilen, neuer Frontschürze samt angedeuteten zusätzlichen Schutzelementen, Heckstoßfänger in Aluminium-Optik und schwarzer Dachreling. Die Karosseriedetails wirken passend und belassen dem Kompaktmodell seinen Charakter.

Im Innenraum spendierten die Seat-Kreativen dem Allrad-Kombi eine im Vergleich zu den Versionen mit einer Antriebsachse aufgewertete Ausstattung. Plaketten, edel wirkende Schmuckleisten und eine (optionale) Leder-Alcantara-Kombination für die Sitze schaffen eine angenehme Atmosphäre, die sich fast schon Premium anfühlt.

Instrumente und Hebel sind logisch und funktionell angeordnet. Bei der Fahrwerkabstimmung setzten die Ingenieure auf eine gesunde, aber nicht unangenehme Härte. Jedenfalls lässt der X-Perience seine Insassen nie über den Zustand des Geländes im Unklaren.

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Wer einen VW Golf Variant oder einen Skoda Octavia Combi herausfordert, braucht Löwenmut. Seat geht mit dem Leon ST die Aufgabe dynamisch an, mit frischem Design und viel Stauraum. Reicht das?

Als Antrieb stehen beim Verkaufsstart in Deutschland am 18. Oktober bewährte TDI- und TSI-Aggregate des Konzerns zur Wahl. Die Basis mit ausreichendem Temperament bildet ein 1,6-Liter-TDI mit 81 kW/110 PS, der über Start-Stopp verfügt und sich mit 4,7 Liter für 100 Kilometer begnügen soll. Bei der Top-Motorisierung arbeitet ein Zweiliter-TDI mit 135 kW/184 PS unter der Haube und beschleunigt den immerhin rund 1,5 Tonnen schweren Kombi auf maximal 224 km/h.

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