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18.07.2016

08:34 Uhr

Fahrbericht: Smart Brabus

Nano Turismo

VonHolger Holzer
Quelle:Spotpress

Smart lässt seine Stadtflitzer vom Bottroper Tuner Brabus zu Sportwagen aufrüsten. Das klappt ganz gut – solange sie nicht auf die Langstrecke müssen.

Das Fahrwerk wurde angepasst Daimler

Für den Antrieb sorgt ein Dreizylinder-Turbo

Das Fahrwerk wurde angepasst

Edel ausgestattet und kräftig motorisiert: Smart legt gemeinsam mit dem Tuner Brabus die neuen Top-Varianten seiner Kleinstwagen Fortwo und Forfour auf. Mit 80 kW/109 PS Leistung, gestrafftem Fahrwerk und Race-Start-Funktion sollen Zwei- und Viersitzer nicht nur die Innenstadt, sondern auch das nähere Umland erobern.

Mindestens 19.710 Euro werden für den zweisitzigen Smart Brabus Fortwo fällig, das Cabrio gibt es ab 22.970 Euro. Beim viersitzigen Brabus Forfour startet die Preisliste bei 20.520 Euro.

Die Neuauflage des Power-Smart profitiert von dem Reifeprozess, den der Kleinstwagen beim letzten Modellwechsel Ende 2014 hingelegt hat. Zum Beispiel beim Fahrwerk: Zwar ist das beim Brabus-Modell noch einmal um 20 Prozent straffer ausgelegt als beim Standard-Smart, bietet aber einen angesichts des kurzen Radstands überraschend hohen Restkomfort.

So sind Fortwo und Forfour zwar durchaus mitteilsam hinsichtlich des Straßenzustands, unzumutbare Härten muss man aber nicht hinnehmen.

Innen tritt der Smart edel auf Daimler

Smart Brabus

Innen tritt der Zwerg edel auf

Der Komfort geht nicht auf Kosten der Sportlichkeit: Trotz des ungünstig hohen Schwerpunkts lässt sich der Kleinstwagen behände in die Kurve werfen, nimmt durchgedrückte Brems- und Gaspedale ohne übertriebenes Nicken hin. Dass das ESP deutlich weniger eingreifen muss als bei alten Smart-Baureihen kann ebenfalls als Zeichen der neuen Reife gesehen werden.

Ein Gewinn ist auch das serienmäßige Doppelkupplungsgetriebe, das im Brabus-Smart besonders schnell schaltet und ganz allgemein viel geschmeidiger die Gänge wechselt als das automatisierte Schaltgetriebe der Vorgängerversion.

Smart Fortwo und Smart Forfour: Er findet selber einen Parkplatz

Smart Fortwo und Smart Forfour

Er findet selber einen Parkplatz

Ein Auto für die City 3.0? Wenn man der Smart-Chefin Glauben schenkt, dann ist die dritte Generation des Kleinstwagens die seligmachende Lösung für alle Probleme der in die Städte strebenden Menschheit.

Der Fahrer kann die Automatik zudem auf Knopfdruck zwischen der zackigen Sport-Einstellung und der Eco-Modus mit deutlich früheren Schaltpunkten wechseln lassen. Letztere mag im geruhsamen Stadtverkehr entspannter sein, drückt den übergroßen Verbrauch des kleinen Autos aber nicht nennenswert.

Sind schon die Standard-Ausführungen von Fortwo und Forfour angesichts ihrer geringen Größe überraschend trinkfreudig, werden die Brabus-Modelle regelrecht zu Schluckspechten. Zwischen acht und neun Litern Super spritzten die Injektoren auf 100 nicht übertrieben zügig gefahrenen Kilometern in die drei Brennkammern des 0,9-Liter-Turbos im Heck des Fortwo.

Trotz der gebotenen Fahrleistungen ist das deutlich zu viel für ein nicht einmal drei Meter langes Auto.

Der Platz im Kofferraum ist vor allem beim Fortwo knapp bemessen Daimler

Smart Brabus

Der Platz im Kofferraum ist vor allem beim Fortwo knapp bemessen

Immerhin gibt es einen Gegenwert für den großen Durst. So wirken Fortwo und Forfour auf der Straße spritziger und flotter als es etwa die Spurtzeit in den technischen Daten (9,5 Sekunden bis Tempo 100) andeutet.

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

18.07.2016, 13:46 Uhr

EUROPA ist an sich selbst als Autohersteller völlig abzuschaffen !!!


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