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28.08.2012

13:05 Uhr

Fahrbericht Suzuki DL 650 V-Strom ABS

Ein feines Mobil für alle Lebenslagen

Quelle:MID

Im Feld der Mittelklasse-Reiseenduros ist und bleibt die Suzuki DL 650 V-Strom eine feste Größe. Jetzt tritt die wendige V2-Japanerin mit einem verbesserten Motor und deutlich aufgefrischter Optik an.

Die überarbeitete Suzuki DL 650 V-Strom rollt zu Preisen ab 8.390 Euro zum Kunden. Pressefoto

Die überarbeitete Suzuki DL 650 V-Strom rollt zu Preisen ab 8.390 Euro zum Kunden.

DüsseldorfBereits vor knapp zehn Jahren machte die V-Strom als solide Reiseenduro zu einem bezahlbaren Preis von sich reden. Auf Basis der großen Schwester 1000er-V-Strom und angetrieben vom kernigen Motor der SV 650 gelang den japanischen Ingenieuren ein formidables Fernweh-Motorrad. Und daran hat sich bis heute nichts geändert – schließlich hat Suzuki die kleine V-Strom immer weiter perfektioniert.

Vor allem optisch setzt sich die 8 390 Euro teure, frisch geliftete Enduro deutlich von der Vorgängerin ab: Das Styling wurde runder, fließender – und damit auch ein wenig dezenter. Spürbar ist das nicht zuletzt an der Frontverkleidung, hinter der sich natürlich ebenfalls eine Menge getan hat. Nur eine neue Hülle über bestehende Technik stülpen, so leicht wollte es sich Suzuki nicht machen.

Im nahezu unveränderten Brückenrahmen arbeitet der bekannte, drehfreudige 645-Kubik-V2-Motor. Allerdings muss eine gute Reiseenduro auch im unteren und mittleren Drehzahlbereich punkten – und gerade hier konnte der Twin spürbar zulegen. Zu verdanken ist dies den geänderten Nockenwellen und den Motorinnereien: neue Kolben, beschichtete Aluminium-Zylindern und leistungsfähigere Iridium-Zündkerzen.

Sobald die Nadel des Drehzahlmessers die Marke von 2 000 Touren passiert, schiebt die V-Strom zügig voran: Die maximale Leistung von 51 kW/69 PS steht bei 8 800 U/min an, während das höchste Drehmoment von 60 Nm bei 6 400 Touren anliegt.

Die 650er eignet sich für den Weg ins Büro genau so, wie fürs kleine Abenteuer. Pressefoto

Die 650er eignet sich für den Weg ins Büro genau so, wie fürs kleine Abenteuer.

Das lässt auch im Zweipersonenbetrieb Fahrfreude aufkommen – ohne dass der Fahrer herbe Trinksitten befürchten müsste. Denn der Verbrauch bleibt selbst bei zügiger Fahrt im Bereich der Fünf-Liter-Marke: Auch energische Autobahnetappen lassen den Schnitt nicht über sechs Liter klettern, wobei sparsame Naturen die exakte Verbrauchsanzeige im Landstraßenalltag problemlos in Richtung von vier Litern auf 100 Kilometer drücken. Der sparsame Umgang mit dem Kraftstoff erlaubte es dem Hersteller sogar, den Tank gegenüber der Vorgängerin leicht auf 20 Liter zu verkleinern – und doch sind je nach Fahrweise Etappen von gut 400 Kilometern möglich.

Dank der kommoden Sitze und dem elastischen Motor eignet sich die Suzi auch für die Fahrt zu zweit. Pressefoto

Dank der kommoden Sitze und dem elastischen Motor eignet sich die Suzi auch für die Fahrt zu zweit.

Mit der V-Strom rollt ein echter Allrounder zum Kunden, der auf dem Weg ins Büro ebenso zu überzeugen weiß wie auf der Fernreise. Bequem sitzt es sich in allen Fällen: die Sitzbank in 835 Millimetern Höhe haben die Japaner komfortabler gestaltet. Und weil auch Beinwinkel, die Ausformung des Lenkers und der Windschutz eine Überarbeitung erfahren haben, reist es sich auf der Suzi äußerst entspannt. Leider braucht es jedoch Werkzeug, um die Frontscheibe einzustellen.

Im Zubehörangebot findet sich auch ein Koffersystem samt Topcase. Pressefoto

Im Zubehörangebot findet sich auch ein Koffersystem samt Topcase.

Nimmt der Fahrer am Reiseziel dann die voluminösen Koffer aus dem umfangreichen Zubehörprogramm ab, so wird aus dem Reisedampfer ein quirliger Kurvenräuber. Die Federvorspannung lässt sich sowohl hinten wie auch vorne einstellen, während das Federbein hinten zusätzlich eine einstellbare Zugstufendämpfung bietet.

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Weiterhin kommt nun ein ABS der neuesten Generation von Bosch zum Einsatz, das ein Quäntchen leichter als das bisherige System ausfällt. Es regelt die Bremsintervalle aber spürbar sensibler. Bis dato wurde die V-Strom schon einmal unruhig, wenn der Pilot die volle Bremsleistung abrufen musste.

So hat sich denn die 650er nicht nur in Sachen Vortrieb entwickelt, sondern auch in Sachen Verzögerung. Und weil zudem das Gesamtpaket stimmt, wird Suzukis V-Strom 650 auch künftig eine feste Größe im Feld der Mittelklasse-Reiseenduros sein.

Die Instrumente sind übersichtlich gestaltet und lassen sich gut ablesen. Pressefoto

Die Instrumente sind übersichtlich gestaltet und lassen sich gut ablesen.

Kurzbeurteilung:

Plus: handliches Fahrwerk, fein regelndes ABS, niedriger Verbrauch
Minus: Scheibe nur mit Werkzeug einstellbar

Technische Daten Suzuki DL650 V-Strom ABS:

Reiseenduro,
flüssigkeitsgekühlter Zweizylinder-Viertakt-90-Grad-V-Motor,
vier Ventile pro Zylinder,
645 ccm Hubraum,
Leistung 51 kW / 69 PS bei 8.800 U/min,
max. Drehmoment 60 Nm bei 6.400 U/min,
Höchstgeschwindigkeit 185 km/h, sechs Gänge,
Sitzhöhe 83,5 cm,
Tankinhalt 20 Liter,
Leergewicht fahrfertig 214 kg,
Zuladung 201 kg,
Verbrauch 5 l/100 km,
Preis 8 390 Euro.

Kommentare (3)

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sgrosse

28.08.2012, 14:31 Uhr

Bei solchen Artikeln bin ich mir immer nicht so sicher, ob wirklich das Motorrad wirklich gefahren wurde, denn sowohl Text als auch Bilder lassen sich Problemlos mit dem Material von Suzuki zusammenstellen.

Mein Hauptkritikpunkt ist aber, dass hier etwas für neu verkauft wird, was es nicht ist "[...] frisch geliftet [...]" für etwas, was vor einem Jahr vorgestellt und schon monatelang verkauft wird?

Naja trotzdem ein interessantes Motorrad, bin mal gespannt, was Suzuki für 2013 neues bringt, vielleicht eine 1000er V-Strom?

scharfschuetze

29.08.2012, 14:39 Uhr

Was soll das Plastikgebirge kosten? 8390 Euro?
Für 600 Euro mehr krieg ich eine MV Agusta Brutale mit dem nagelneuen 675ccm-Motor mit 110 PS, hinreißendem Design, nur 165 kg und entsprechenden Fahrleistungen.
Diesen ollen Suzuki-Plastikbomber braucht niemand, die Bezeichnung "fein" ist dafür sowas von daneben.

schnunzenpuns

04.02.2013, 17:00 Uhr

Schon mal etwas von Äpfel und Birnen gehört? Genau das ist Dein Vergleich. Und mit dem Rechnen hast Du es ja wohl auch nicht so. Zwischen 8300 und 9900 € sind 1600 € und nicht 600 €. Was soll das? Halt Dich einfach zurück mit solch blödsinnigen Kommentaren.

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