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27.11.2012

09:32 Uhr

Fahrbericht Tesla Model S

Sportlich und luxuriös mit dem Strom

Quelle:MID

Der US-Elektroautospezialist Tesla setzt mit dem „Model S“ nun auf das Konzept einer komfortablen Sportlimousine, um die zahlungstüchtigen Fans strombetriebener Fahrzeuge zu bedienen. Fahreindrücke mit dem Topmodell.

3.000 Stück kommen von der Elektrolimousine Tesla Model S nach Europa. Pressefoto

3.000 Stück kommen von der Elektrolimousine Tesla Model S nach Europa.

MünchenDer US-Elektroautospezialist Tesla setzt mit dem „Model S“ nun auf das Konzept einer komfortablen Sportlimousine, um die zahlungstüchtigen Fans strombetriebener Fahrzeuge zu bedienen. Die 3.000 für Europa vorgesehenen Exemplare, sollen bereits schon verkauft sein, obwohl noch immer keine Preise für die Stromer genannt wurden. Doch die Europapreise sollen sich an denen in den Vereinigten Staaten orientieren, das heißt, zwischen 35.000 Euro für die Einstiegsvariante und 75.000 Euro fürs Topmodell liegen. Auch die Motorisierung der Basisversion ist noch immer unbekannt, trotzdem soll es weltweit bereits 13.000 Reservierungen für das Model S geben.

Die Optik des neuen Stromers fällt dezent-zurückhaltend aus. An der Front erinnern die schmal zulaufenden Scheinwerfer ein wenig an die Mittelklässler japanischer Provenienz, die Flanken und das Heck kommen recht schnörkellos daher. Beim Heck des 4,98 Meter langen Model S kommen Assoziationen an die Coupés von VW und Audi auf. Ein schöner Gimmick sind die automatisch ein- und ausfahrenden Türgriffe.

Drei Batterieoptionen stehen zur Wahl: nämlich Lithium-Ionen-Packs mit 40 kWh, 60 kWh und 85 kWh. Mit dem größten Stromspeicher soll das Modell S für bis zu 500 Kilometer Reichweite gut sein, behauptet Tesla. Doch die Erfahrung hat gezeigt, dass sich die Angaben der E-Autohersteller selbst bei zartem Gasfuß selten realisieren lassen.

Unprätentiös fällt die Heckansicht aus. Pressefoto

Unprätentiös fällt die Heckansicht aus.

Der flüssigkeitsgekühlte E-Motor sitzt im Heck, trotzdem bleiben bei umgelegter Rückbank noch stattliche 1 645 Liter an Stauraum übrig, und wem das nicht reicht, der kann noch weitere 150 Liter Gepäck im Fach unter der Fronthaube unterbringen.

Ein echtes Novum ist das gigantisch große, mittig in die Instrumententafel eingelassene 17-Zoll-Touchscreen, mit dem sich so gut wie alle Funktionen des Fahrzeugs steuern lassen, ganz gleich, ob Radio-Streaming, Navigation oder Klimaanlage.

Sogar auf den Antrieb kann der Fahrer mit dem TFT-Display Einfluss nehmen, beispielswiese lässt sich die Motorbremswirkung modulieren, die sich einstellt, wenn das Fahrer den Fuß vom Gas nimmt. Und wenn der Fahrer den Boliden gerade einmal nicht fährt, kann er mit dem Tablet-Computer-artigen Instrument bequem im Internet surfen.

Das gigantisch große 17-Zoll-Touchscreen dominiert den Innenraum. Pressefoto

Das gigantisch große 17-Zoll-Touchscreen dominiert den Innenraum.

Wir durften das Topmodell fahren: 310 kW/421 PS Leistung und ein bulliges Drehmoment von 600 Nm sollen den Hecktriebler in gerade einmal 4,6 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 schnalzen, und das bei einem Gewicht von gut 2,1 Tonnen.

In der Tat, beim Tritt aufs Gas drückt der Stromer die Passagiere wie von Geisterhand lautlos in die komfortablen Ledersitze, und erst bei Tempo 170 lässt der Vortrieb allmählich nach, die Endgeschwindigkeit liegt bei rund 210 Km/h. Das fein ansprechende Fahrwerk gibt sich von der straffen Seite, ohne aber unkomfortabel zu wirken.

Kommentare (5)

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wilkem

27.11.2012, 10:01 Uhr

Und, wie steht es um die Reichweite?
Sie haben das Fahrzeug doch getestet!

Joerg_Duerre

27.11.2012, 11:28 Uhr

@wilkem
Sie erwarten doch nicht wirklich, dass in den deutschen Mainstreammedien eine positive Aussage zur Reichweite von Elektoautos steht?

Das bisherige Mantra von maximal 160 km muss aufrecht erhalten werden.

Account gelöscht!

27.11.2012, 12:23 Uhr

500 KM Reichweite, bei einem über 2 Tonnen schweren Fahrzeug.

Funktionieren Elektrofahrzeuge also doch und sind alltagstauglich?

Ich dachte bisher, das ist alles nicht praxistauglich und letztlich nur ein Verlustgeschäft bzw. eine Alibi Alternative (weil ich es von den Medien immer so serviert bekam).

Selbst bei 400 Kilometer Reichweite (oder 350), sind das doch Spitzenwerte.

Irgendetwas stimmt doch hier nicht.

Welche Wahrheiten sollen wir denn nun glauben.

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