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20.10.2011

12:33 Uhr

Fahrtest Chevrolet Volt

Der günstigere Ampera-Zwilling

Quelle:mid

Der Chevrolet Volt ist der etwas günstigere Bruder des Opel Ampera. Das E-Auto mit eigenem Stromgenerator überzeugt in der Praxis, doch nur bei ganz wenigen Chevrolet-Händler wird man es kaufen können.

Chevrolet Volt: Die maximale rein elektrische Reichweite des Opel Ampera-Zwillings beträgt 80 Kilometer. mid

Chevrolet Volt: Die maximale rein elektrische Reichweite des Opel Ampera-Zwillings beträgt 80 Kilometer.

MünchenHier kommt die Zukunft! Wenn der Chevrolet Volt lautlos durch das Schweizer Städtchen La Chaux-de-Fonds gleitet - übrigens der Geburtsort des Firmengründers Louis Chevrolet - hören die Fußgänger den Wagen manchmal gar nicht. Zur Warnung könnte man jetzt hupen, doch das wäre laut und enervierend. Stattdessen muss man am Volt nur mit dem Finger einen Knopf am linken Lenkstockhebel drücken. Ein dezentes, aber für Fußgänger wahrnehmbares "Quäk-Quäk" kündigt die leise Revolution auf Rädern an.

Ist die Batterie leer, kann sie an einer Ladestation oder einer Haushaltssteckdose wieder aufgeladen werden. mid

Ist die Batterie leer, kann sie an einer Ladestation oder einer Haushaltssteckdose wieder aufgeladen werden.

Im November kommt der Chevrolet Volt, Zwillingsbruder des Opel Ampera, auf den deutschen Markt. Beide Autos gelten als technisch identische, serielle Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge. Zwei Elektromotoren treiben den Wagen in jeder Fahrsituation mit maximal 111 kW/150 PS rein elektrisch an, ein Lithium-Ionen-Akku liefert die Energie. Geladen wird er an einer Ladestation oder in vier Stunden an einer normalen Haushaltssteckdose (230 Volt / 16 Ampere). Ein 1,4 Liter großer und 63 kW/86 PS starker Benzinmotor liefert als Range Extender bei Bedarf Strom, um die Batterie in einem definierten Ladezustand zu halten und so die Reichweite zu verlängern.

Der Pilot kann selbst entscheiden, wie sich Range Extender und E-Maschine die Arbeit teilen sollen. Im normalen Modus fährt der Volt solange elektrisch, wie es das Batteriemanagement erlaubt. Das sind im Idealfall bis zu 80 Kilometer. Der Testwagen begann seine Fahrt mit voll aufgeladener Batterie bei 72 Kilometern Reichweite.

Reichweite 500 Kilometer

Auf gebirgigen Straßen in der Schweiz schrumpfte sie schnell auf 40 Kilometer, doch dann der Aha-Effekt: Bei einer langen Bergabfahrt kletterte der Energievorrat durch Rekuperation (Rückgewinnung von Bremsenergie) innerhalb weniger Minuten wieder auf 70 Kilometer. Insgesamt hat der Volt durch seinen Range Extender eine Reichweite von rund 500 Kilometern, das bestätigte sich zumindest laut Bordcomputer-Berechnung auch bei den Testfahrten.

Ist es ein Opel oder ein Chevrolet? Zumindest beim Ampera und Volt ist diese Frage beim Blick unter die Haube nicht sofort zu beantworten. mid

Ist es ein Opel oder ein Chevrolet? Zumindest beim Ampera und Volt ist diese Frage beim Blick unter die Haube nicht sofort zu beantworten.

Der Volt bereitet durchaus Fahrspaß. Das Durchzugsvermögen ist ordentlich, beim Überholen hängt der Amerikaner jeden Toyota Prius ab – und das ganz ohne den nervtötenden Gummibandeffekt eines CVT-Getriebes. Von null auf 100 km/h rennt der Stromer in neun Sekunden. Auf der Autobahn ist bei 161 km/h Schluss, aber selbst bei Tempo 150 ist der Volt angenehm leise. Allerdings sinkt dann der Batterievorrat relativ schnell.

Als ökologische Alternative werden E-Autos und Hybridfahrzeuge bereits heute gepriesen. Eine große Hemmschwelle ist und bleibt der derzeit noch hohe Anschaffungspreis. Pressefoto

Als ökologische Alternative werden E-Autos und Hybridfahrzeuge bereits heute gepriesen. Eine große Hemmschwelle ist und bleibt der derzeit noch hohe Anschaffungspreis.

Das Hinzuschalten des Range Extenders geschieht entweder automatisch oder per Knopfdruck. Im "Hold"-Modus konserviert man quasi die aktuelle Batteriereichweite, um sie später zu nutzen – gedacht ist das für Umweltzonen, in denen man nur emissionsfrei fahren darf. Der Benzinmotor schaltet sich zwar ruckfrei und fast unmerklich zu, doch der Range Extender-Modus bleibt gewöhnungsbedürftig. Bei Vollgas wird der Motor ziemlich laut, aber zeitversetzt zum Gasgeben – er hat schließlich keine Verbindung zur Antriebsachse, sondern lädt nur als Stromgenerator die Batterie.

Kommentare (5)

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Dan

20.10.2011, 14:49 Uhr

Bei Mobile.de wird der Volt für 54000€ angeboten der Ampera kostet dagegen "nur" 48000€ .Keine Spur davon das der Volt günstiger ist....

Account gelöscht!

20.10.2011, 15:07 Uhr

@ Dan:
Bullshit bei Mobile. Chevrolet Deutschland schreibt: 41.950 für den Volt, der Ampera kostet mindestens 43.500 Euro.

laika0231

20.10.2011, 18:30 Uhr

Der angegebene Verbrauch mit geladener Batterie täuscht sehr niedrige Emissionen vor. Wird die Batterie aber mit Strom aus deutschen Kraftwerken geladen ("Kraftwerksmix"), so liegen die Emissionen im Bereich eines relativ sparsamen Dieselfahrzeugs.

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