Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

27.12.2011

13:15 Uhr

Fahrtest VW Amarok

Arbeitstier für den Weltmarkt

Quelle:ampnet

Hierzulande spielen Pick-ups nur eine winzige Rolle. Für den Weltmarkt sind sie umso bedeutender. Und wer neben der Familie auch Pferd, Boot oder Holz transportieren muss, für den ist der VW Amarok einen Blick wert.

Hierzulande sind Pick-ups eine echte Rarität und werden meist nur von Förstern oder Landwirten gekauft. Dabei bieten die Pritschenwagen auch Platz für Schlauchboote, Surfbretter und Motorräder und sehen dabei noch cool aus. ampnet

Hierzulande sind Pick-ups eine echte Rarität und werden meist nur von Förstern oder Landwirten gekauft. Dabei bieten die Pritschenwagen auch Platz für Schlauchboote, Surfbretter und Motorräder und sehen dabei noch cool aus.

DüsseldorfVolkswagen hat sich vorgenommen, Toyota und General Motors von der Weltspitze zu verdrängen. Dazu gehört auch ein möglichst breites Produktportfolio. Gerade in außereuropäischen Ländern spielen Pick-ups eine wichtige Rolle. Der fehlte VW nach dem Wegfall der Toyota Hilux-Kopie namens Taro. Mit dem Amarok sind die Wolfsburger nun erfolgreich in das Segment zurückgekehrt.

In der Ausführung als Doppelkabine erweist sich das eigentlich als „Arbeitstier“ gedachte Auto dabei sogar als absolut familientauglich. Wer neben Kind(ern) beispielsweise auch noch Pferd oder Boot besitzt, die gezogen werden wollen, den freut’s, zumal auch eine Gespannstabilisierung an Bord ist.

Der Amarok verdreifachte sein Verkaufsvolumen bis Ende September auf 47.400 Stück, besonders im Wachstumsmarkt Südamerika, aber auch in Westeuropa. ampnet

Der Amarok verdreifachte sein Verkaufsvolumen bis Ende September auf 47.400 Stück, besonders im Wachstumsmarkt Südamerika, aber auch in Westeuropa.

Beim Design hält sich VW, wie gewohnt, vornehm zurück. Ohnehin stehen Pick-ups nicht im Ruf, durch ihre Formensprache zu bestechen. Hier gilt noch die Maxime „form follows function“. Da bildet auch der Amarok keine Ausnahme. Dennoch macht der VW eine gute Figur.

Verantwortlich dafür sind neben der markentypischen Frontgestaltung die im vorderen Bereich dezent gerundete Karosserie und vor allem die deutlich ausgestellten Kotflügel, deren Auswölbung im unteren Bereich der Fahrerkabine aufgegriffen wird.

„Keine Experimente“ lautete auch die Devise im Innenraum. Für die Schalter und Instrumentierung gilt: Wer einen VW kennt, kennt so gut wie alle. Die typisch klare VW-Gliederung des Cockpits wurde auch für den Amarok übernommen. Alles ist deutlich zugeordnet und gezeichnet und intuitiv zu bedienen.

Diese Sprache dürften Autofahrer auf der ganzen Welt verstehen. Und genau da will Volkswagen mit dem Amarok ja auch hin. Ebenfalls keine großen Verständigungsschwierigkeiten bereiten die Zusatzschalter der allradgetriebenen 4Motion-Version in der Mittelkonsole.

Der VW Amarok ist ein Lademeister, der schwere und sperrige Gegenstände wegsteckt wie nichts. ampnet

Der VW Amarok ist ein Lademeister, der schwere und sperrige Gegenstände wegsteckt wie nichts.

Die Doppelkabine, mit der der Amarok in den Markt gestartet ist, bietet großzügige Platzverhältnisse auch im Fond, in dem der Mittelsitz nicht nur eine Alibifunktion hat. Die hintere geteilte Sitzreihe entpuppt sich zudem als erfreulich wandelbar. Nach dem Umklappen der Rückenlehnen entsteht eine üppige Ablagefläche für Gepäck oder Material.

Alternativ lassen sich die Sitzflächen um 90 Grad nach hinten hochklappen, wobei allerdings der dann vorhandene Raum durch eine Stufe gestört wird. Die Ladefläche bietet mit einer Länge von 1,56 Meter und 1,62 Metern Breite Klassenbestwerte. Gleiches gilt für die Bordwandhöhe von über einem halben Meter.

Die minimale Nutzlast beträgt je nach Ausstattung 663 bis 778 Kilogramm, die Ladefläche ist 1,56 Meter lang. ampnet

Die minimale Nutzlast beträgt je nach Ausstattung 663 bis 778 Kilogramm, die Ladefläche ist 1,56 Meter lang.

Kommentare (2)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Thomas-Melber-Stuttgart

27.12.2011, 13:35 Uhr

Ein interessantes und auch preiswertes Fahrzeug. Leider sind für mich wichtige "Extras" nicht lieferbar, wie z.B. eine Scheinwerferreinigungsanlage. Auch Scheibenbremsen an der Hinterachse und ggf. eine Niveauregulierung wären zumindest als Option nicht schlecht.

ads

28.12.2011, 03:04 Uhr

Deutsche VW uberheblichkeit. VW hat nach dem wegfall des alten beatles alles falsch gemacht was man nur falsch machen kann. [...] Heute mit ihren neuen werken in den USA und dem Passat und jetta haben sie immer noch nicht begriffen was die amis fur autos kaufen (nicht die VW Treuen). Keine “deutsche hochtechnik” ist gefragt in diesem allgemeinen autobereif. Was gefragt ist, das Vordere End ("KUHLER"), die zuvelassigkeit, bequemliches fahren mit pseudo highteck gadjets aber KEIN ARGER mit dem Auto. Toyota ist darin gross und nun auch ford sowie die koreaner und dies bei abkupfern, abkupfern und nochmal abkupfern und verschleiern deutscher technik unf entwicklung. Der jetta konnte ein schlager sein aber kein einziger ist auf Highways zu sehen und der Passat ist just too small. [...] Der Tiguan und der Toureag in ihrer europaischen form sind untauglich als verkaufsschlager in Amerika. VW ist und bleibt ein disaster in amerika wenn sie nicht besser die USA begreifen lernen. Die USA deutschen sind am aussterben und ohne ersatz bleiben micht nur VW auf der strecke.

Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×