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22.03.2013

11:39 Uhr

Fahrvorstellung Kia ProCeed

Der Schönste zum Schluss

VonSebastian Schaal

Nach Fünftürer und Kombi rundet der ProCeed die Ceed-Baureihe von Kia ab. Doch statt einem schnöden Dreitürer hat Kia ein schickes Coupé auf die Räder gestellt. Hält die Dynamik, was das Design verspricht?

Der ProCeed ist der dynamischste Ableger der Ceed-Baureihe. In dem neuen Dreitürer kommen nur die beiden stärksten Motoren der Baureihe mit 128 PS (Diesel) und 135 PS (Benziner) zum Einsatz. Pressefoto Kia

Der ProCeed ist der dynamischste Ableger der Ceed-Baureihe. In dem neuen Dreitürer kommen nur die beiden stärksten Motoren der Baureihe mit 128 PS (Diesel) und 135 PS (Benziner) zum Einsatz.

Monte CarloDer Ceed ist das Erfolgsmodell von Kia in Europa, jeder dritte Kia trägt auf dem alten Kontinent diesen Namen. Neben dem klassischen Fünftürer und dem praktischen Kombi soll jetzt der ProCeed als Coupé-artiger Dreitürer die Modellfamilie mit einem ordentlichen Schuss Emotionen abrunden.

Optisch gelingt das dem Neuling sehr gut. Die schicke Front mit der sogenannten Tigernase stammt noch vom Fünftürer, aber dahinter ist alles anders: Das Dach ist vier Zentimeter niedriger, die Frontscheibe dementsprechend flacher, hinten rundet ein knackiges Heck den dynamischen Auftritt ab.

Mit dem preisgekrönten Design („Best of the best“ beim „red dot“-Designaward) will Kia laut Aussage von Deutschland-Chef Martin van Vugt Kunden ansprechen, die einen sportlich auftretenden Dreitürer suchen, der zugleich umweltfreundlich und praktisch ist. Der erste Punkt für den sportlichen Auftritt hat sich der ProCeed ganz klar verdient. Doch wie steht es um die anderen beiden Punkte?

Zunächst zur Praxistauglichkeit: Mit 4,31 Metern Länge, einer Breite von 1,78 Metern und einem Radstand von 2,65 Metern ist der ProCeed exakt so groß wie der Fünftürer. Der Kofferraum fasst 380 Liter. Das ist – Sie ahnen es schon – genau der Wert des Fünftürers. Nur in der Höhe fehlen wie bereits erwähnt vier Zentimeter. Die bekommen aber nur die Passagiere auf der Rückbank zu spüren, im Kopfbereich ist hier im ProCeed für Großgewachsene spürbar weniger Platz. Wegen der ansteigenden Seitenlinie und der breiten C-Säule ist zudem das Fenster sehr klein, was aus den hinteren Sitzplätzen ein düsteres Loch macht. Außerdem schränkt das die Sicht des Fahrers nach schräg hinten deutlich ein.

Motoren und Ausstattungslinien des Kia ProCeed

Kia ProCeed 1.6 GDI

1,6-Liter-Saugmotor mit Benzindirekteinspritzung, 99 kW (135 PS) bei 6.300 Umdrehungen, 165 Newtonmetern bei 4.850 Umdrehungen, 6,0 Liter Super auf 100 Kilometer, 137 Gramm CO2 pro Kilometer, Effizienzklasse C, ab 18.490 Euro.

Kia ProCeed 1.6 CRDi

1,6-Liter-Turbodiesel, 94 kW (128 PS) bei 4.000 Umdrehungen, 260 Newtonmeter bei 1.900-2.750 Umdrehungen, 4,3 Liter Diesel auf 100 Kilometer, 114 Gramm CO2 pro Kilometer, Effizienzklasse A, ab 19.890 Euro.

Ausstattung „Edition7“

Benziner: 18.490 Euro
Diesel: 19.890 Euro
Unter anderem: ESP, sechs Airbags, 16 Zoll Leichtmetallfelgen (205/55 R16), Außenspiegel in Schwarz (elektrisch einstellbar), Dachheckspoiler, klimatisiertes Handschuhfach, Lederlenkrad, asymmetrisch umlegbare Rücksitze, manuelle Klimaanlage, CD-Radio mit sechs Lautsprechern.

Ausstattung „Vision“

Benziner: 20.090 Euro, Doppelkupplungsgetriebe für 1.500 Euro
Diesel: 21.190 Euro, Wandlerautomatik für 1.250 Euro

Aufbauend auf „Edition7“ unter anderem: Außenspiegel in Wagenfarbe (mit integrierten Blinkern), 12-Volt-Steckdose im Gepäckraum, Ablagefach im Kofferraum, Brillenfach in der Dachkonsole, beheizbares Lederlenkrad, zweifarbige Stoffsitze, Sitzheizung vorn, Bluetooth-Freisprecheinrichtung mit Sprachsteuerung, auf Knopfdruck verstellbare Lenkung, Tempomat, Nebelscheinwerfer, LED-Tagfahrlichter, LED-Rückleuchten.

Ausstattung „Spirit“

Benziner: 21.590 Euro, Doppelkupplungsgetriebe für 1.200 Euro
Diesel: 22.690 Euro, Wandlerautomatik für 950 Euro

Aufbauend auf „Vision“ unter anderem: 17 Zoll Leichtmetallfelgen (225/45 R17), Stoffbezüge in Colour-Design, CD-Radio mit TFT-Display, 2-Zonen-Klimaautomatik, Regensensor.

Zusatz-Pakete

P1 (nur „Edition7“) für 700 Euro: Nebelscheinwerfer, Parksensoren hinten, Außenspiegel in Wagenfarbe und beheizbar, Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung, Bluetooth-Freisprecheinrichtung mit Sprachsteuerung, Sitzheizung vorn, beheizbares Lederlenkrad, Brillenfach in der Dachkonsole, Ambiente- und Gepäckraumbeleuchtung.

P2 (nur „Vision“) für 1.000 Euro: 2D-Kartennavigation mit Rückfahrkamera.

P3 (nur „Spirit“) für 1.690 Euro: 2D-Kartennavigation, Xenon-Scheinwerfer inkl. Abbiegelicht, Smart Key.

P4 (nur „Spirit“) für 1.010 Euro: Spurhalte-Assistent, Park-Assistent, elektronische Parkbremse, Reifendruck-Kontrolle, LCD-Instrumenten-Display, verschiebbare Mittelarmlehne, Getränkehalter vorn mit verschiebbarer Abdeckung, Lüftungsauslässe in der Tunnelkonsole hinten.

P5 (nur „Spirit“) für 990 Euro: Panorama-Dach mit elektrischem Glasschiebe-Dach, dunkel getönte Scheiben ab B-Säule.

P6 (nur „Spirit“) für 900 Euro: Teilledersitze, Aluminium-Sportpedale, Einstiegsleisten in Aluminium.

Mitfahrer unter 1,85 Metern haben aber kein Problem, dank einer für diese Klasse ordentlichen Beinfreiheit sitzt es sich auch hinten bequem. Um den Einstieg auf die Rückbank zu erleichtern, haben die Designer die B-Säule um stolze 22 Zentimeter nach hinten versetzt. Die beiden Seitentüren sind entsprechend auch länger, was aber nur in engen Parklücken störend ist. Pluspunkt: Im Gegensatz zum Vorgänger gibt es auch Lüftungsauslässe in der Tunnelkonsole hinten. Der Minuspunkt folgt sogleich: Die Auslässe gibt es nur in der Top-Ausstattung – und selbst da sind sie Teil eines aufpreispflichtigen Pakets.

Mäßig sportlich - Kia Pro Cee´d

Auto-Visionen: Mäßig sportlich - Kia Pro Cee´d

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