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12.10.2012

09:47 Uhr

Fahrvorstellung Skoda Rapid

Der clevere Regel-Brecher aus Tschechien

VonSebastian Schaal

Ein neues Auto ist größer, luxuriöser und teurer. Diese Regel bricht der Skoda Rapid. Mit jeder Menge Raum und Hartplastik bietet der Tscheche viel Auto für wenig Geld, weil er auf viel Schnickschnack verzichtet.

Mit dem Rapid zielt Skoda auf junge Familien: Viel Platz, sparsame Motoren, ein günstiger Preis. Skoda

Mit dem Rapid zielt Skoda auf junge Familien: Viel Platz, sparsame Motoren, ein günstiger Preis.

Essen/DüsseldorfAusnahmen bestätigen die Regel. Die alte Binsenweisheit trifft voll und ganz auf den Skoda Rapid zu. Während alle Welt über das neue Baukastensystem MQB aus dem Hause Volkswagen redet, bringen die Tschechen am 20. Oktober mit dem Rapid ein Mittelklasse-Auto auf den Markt, welches das neue, variable Teilelager des Konzerns links liegen lässt.

Stattdessen bedient sich Skoda bei der klassischen Stufenhecklimousine an bestehenden Fahrzeugen, die noch auf den alten Plattformen basieren. Die Vorderachse ist zum Beispiel auf dem kleineren Fabia/VW Polo entliehen.

Zwar mögen einzelne Teile aus einem Kleinwagen stammen, mit einem solchen hat der Rapid aber wenig gemein. Mit 4,48 Metern Länge und einem Radstand von 2,60 Metern ragt der Rapid über das klassenübliche Maß hinaus. Die angenehme Folge: eine geradezu beeindruckende Beinfreiheit auf der Rückbank und ein Kofferraum, der mit 550 Litern sogar mehr Platz als ein Audi A8 bietet. Hier stört nur die etwas hohe Ladekante.

 

Die Kehrseite der Medaille ist die Übersichtlichkeit. Wegen der langen und flachen Heckscheibe verkommt die Sicht nach hinten zu einer schmalen Scharte, das Ende des Autos ist nur zu erahnen. Parksensoren im Heck sind erst in der Top-Ausstattung „Elegance“ serienmäßig an Bord, in den beiden günstigeren Varianten sind die Sensoren nur in teuren Paketen erhältlich.

Unter der weit öffnenden Heckklappe verbergen sich 550 Liter Laderaum - mehr als in so mancher Oberklasse-Limousine. Zwar stört die hohe Ladekante etwas, wegen der großen Öffnung lassen sich aber auch sperrige Gegenstände gut einladen. Skoda

Unter der weit öffnenden Heckklappe verbergen sich 550 Liter Laderaum - mehr als in so mancher Oberklasse-Limousine. Zwar stört die hohe Ladekante etwas, wegen der großen Öffnung lassen sich aber auch sperrige Gegenstände gut einladen.

Apropos teuer: Das trifft auf den Rest des Rapid beim ersten Blick auf die Preisliste nicht zu. Mit einem Basispreis von 13.990 Euro für den 75-PS-Dreizylinder ist die Kompakt-Limousine günstiger als so mancher Kleinwagen. Auf den zweiten Blick fehlen da Basics wie die Klimaanlage (nur im Paket für 999 Euro) und das Radio, das in der günstigsten Variante 250 Euro kostet. Ab der Ausstattung „Ambition“ sind Radio und Klimaanlage dann  ab Werk verbaut.

Der Name ist kein Programm

So zügig, wie es der Name verspricht, geht der Rapid aber nicht immer zu Werke. Mit den Motoren, die bei ersten Testfahrten rund um die Gruga-Halle in Essen zur Verfügung standen (1,2-Liter-Benziner mit 86 PS oder 105 PS, 1,6-Liter-Diesel mit 105 PS) kommt der Skoda zwar gut voran, oberhalb von 130 km/h geht ihm aber etwas die Puste aus.

In der Stadt und auf der Landstraße haben die Antriebe mit dem gerade einmal 1,1 Tonnen schweren Auto ein leichtes Spiel. Einzig der ab November erhältliche 122-PS-Benziner knackt laut Datenblatt die 200-km/h-Marke. Alles solide, aber keine Spitzenwerte.

Kommentare (5)

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Account gelöscht!

12.10.2012, 22:44 Uhr

Wird Zeit, dass mal wieder einen "Volks"Wagen gibt. Aber ein 6-Gang Getriebe wär schon wünschenswert. Damit man vielleicht auch mal auf unter die 4 Liter kommt.

Wurffbain

13.10.2012, 08:33 Uhr

Und wie heißen die Autos, die aus der Slowakei kommen?

Account gelöscht!

13.10.2012, 23:19 Uhr

Steht im Text. Falls sich Ihr Kommentar auf das meine bezog: Die Kernaussage sollte sein, dass dieses Auto mal wieder eins für das Volk ist. Falls es noch näherer Erläuterung bedarf, fragen Sie ruhig nach.

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