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17.01.2011

12:16 Uhr

Fahrzeug-Sicherheit

i-MiEV überzeugt im Crashtest

Der ADAC hat das erste echte Elektroauto aus Großserienproduktion, das es in Deutschland zu kaufen gibt, einem Crashtest unterzogen. Ergebnis: Trotz Leichtbauweise, kurzem Vorbau und Hochspannungssystem bietet der Mitsubishi i-MiEV eine gute Insassensicherheit.

Blick auf den elektrisch betriebenen Mitsubishi i-MiEV, wie er 2009 in Genf vorgestellt wurde. Quelle: dpa

Blick auf den elektrisch betriebenen Mitsubishi i-MiEV, wie er 2009 in Genf vorgestellt wurde.

MÜNCHEN. Reine Elektroautos sind klein, leicht und umweltfreundlich. So weit, so gut. Aber wie sicher sind sie? Der ADAC hat nun mit dem Mitsubishi i-MiEV das erste Elektroauto aus Großserienproduktion, das es in Deutschland zu kaufen gibt, bewusst gegen die Wand gefahren. Dabei blieb die Fahrgastzelle stabil. Und soohl im Frontalcrash als auch beim Heckaufprall konnte der Japaner überzeugen.

Die Sicherheitssysteme des Autos haben den Crash programmgemäß registriert und die Hochspannungselemente des Elektroautos automatisch abgeschaltet. Auch die Lithium-Ionen-Batterie blieb, samt ihrer 88 Zellen, unbeschädigt. Befürchtungen, dass sich Elektrofahrzeuge bei einem Unfall in gefährliche "Strom-Bomben" verwandeln, haben sich somit nicht bestätigt. Dieser erste Test habe gezeigt, so der Autoclub, dass sich Elektroautos in Sachen Sicherheit nicht hinter vergleichbaren Pkw mit Verbrennungsmotor verstecken müssen.

Die sehr kurze und steife Knautschzone des Japaners absorbiert die Aufprallenergie bei einem Crash mit 64 km/h und 40 Prozent Überdeckung gut, urteilt der ADAC. Die Armaturentafel wird beim Aufprall leicht in den Innenraum gedrückt. Auch der Fußraum wird leicht deformiert. Der Überlebensraum für die Insassen bleibt erhalten.

Fahrer- und Beifahrerairbag zünden ordnungsgemäß, genauso wie die Gurtstraffer. In den Aufprallbereichen der unteren Extremitäten besteht noch Verbesserungsbedarf.

Beim versetzten Heckaufprall knallte ein Barrierewagen mit 80 km/h (US-Norm) und einem Gewicht von 1400 Kilogramm gegen das stehende Fahrzeug. Auch bei diesem Crashtest bewies das E-Auto Stabilität.

Der ADAC fordert, dass auch bei der Leichtbauweise künftig auf den Markt kommender Elektroautos eine stabile Fahrgastzelle vorhanden sein muss. Kompromisse in der Sicherheit können auch bei Elektrofahrzeugen nicht hingenommen werden. Außerdem muss die crashsichere Anordnung der Hochvoltsysteme bei E-Autos sichergestellt sein. Beim i-MiEV sei dies bereits gut gelöst, so der Autoclub. Die Sicherheitsabschaltung des Stroms nach einem Unfall biete nicht nur für die Insassen, sondern auch den Rettungskräften Schutz vor Verletzungen durch Stromschlag.

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