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12.10.2012

13:54 Uhr

Felgenreiniger im Test

Hochglanz aus der Flasche

Quelle:MID

Selbst gute Autowaschanlagen können den Dreck auf Alufelgen nicht immer vollständig beseitigen. Daher versuchen viele Autobesitzer die hässlichen Flecken mit einem Spray zu bekämpfen. Wie gut sind die Spezialreiniger?

Ist der Bremsstaub erst mal richtig festgebacken auf den Felgen. hilft auch die liebevolle Zuwendung per Hand nicht mehr viel. MID

Ist der Bremsstaub erst mal richtig festgebacken auf den Felgen. hilft auch die liebevolle Zuwendung per Hand nicht mehr viel.

StuttgartSelbst gute Autowaschanlagen können den Dreck auf Alufelgen nicht immer vollständig beseitigen. Daher versuchen viele Autobesitzer die hässlichen Flecken mit einem Spray zu bekämpfen. Doch wie gut sind solche Spezialreiniger? "Richtig sauber gibt es nicht billig" lautet des Fazit der Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ), die zwölf handelsübliche Reiniger von 1,50 Euro bis 20 Euro getestet hat.

Während gegen fest eingebrannten Bremsstaub kein konventioneller Felgenreiniger ankommt, taugen gute Reiniger durchaus, um stark verschmutzte Felgen wieder zu neuem Glanz zu verhelfen. Neben der Reinigungskraft wurde auch der problemlose und praktische Umgang mit den Reinigern bewertet, etwa beim Sprühen oder dem Ablaufverhalten.

Wichtig sind auch der Verzicht auf Gefahrenstoffe, die Effizienz und die Materialverträglichkeit. Doch auch unter den empfehlenswerten Reinigern mit guter bis sehr guter Reinigungsleistung entdeckten die Tester solche, die im Labortest unter ungünstigen Bedingungen größere Schäden an Lack, Alu , Eisen oder Kunststoffstreuscheiben anrichteten.

Testsieger ist kein Spray, sondern ein Gel: das P21S Power Gel von Dr. Wack zum Preis von 19 Euro. Es hat sowohl bei der Reinigungsleistung als auch bei der Materialverträglichkeit "hervorragend" abgeschnitten. Starke Verschmutzungen entfernen auch der säurefreie Alu-Teufel Spezial von Tuga Chemie (14,99 Euro) und der X-Plosion von Uebler (18,90 Euro) durch bloßes Abspülen mit Wasser gut.

Ebenfalls gute Reinigungsleistungen zeigten auch die mit "empfehlenswert" bewerteten Mittel Sonax Xtreme (19,99 Euro), Aral SuperShine (13,69 Euro) und Nigrin EvoTec (9,99 Euro). Allerdings überzeugt hier nur das Produkt von Aral mit einer guten Materialverträglichkeit.

Schlusslicht in dieser Kategorie ist das Magic Car Cover Power Gel (8,25 Euro), das aufgrund seiner guten Reinigungswirkung aber dennoch "empfehlenswert" ist.

Test + Technik

Ergebnisse GTÜ Felgenreiniger-Test

Bei den als "bedingt empfehlenswert" gewerteten Produkten reicht das bloße Aufsprühen und Abspülen bei stärkeren Verschmutzungen nicht mehr aus. Beim Liqui Moly Spezial (11,66 Euro), dem Stark V12 (4,98 Euro) und dem W5 Felgen-Reiniger von Lidl (1,49 Euro) muss mit einem Schwamm nachgeholfen werden, um akzeptable Ergebnisse zu erreichen.

Ebenso beim Sonax FelgenStar (11,99 Euro), bei dem die Tester zusätzlich eine komplizierte Handhabung bemängelten. Schlusslicht und als einziges Produkt "nicht empfehlenswert" ist der Peugeot Technature (11,99 Euro), der außer bei der Umweltverträglichkeit in jeder Kategorie durchgefallen ist.

Tipps für ein langes Auto-Leben

Öl regelmäßig wechseln

Autobauer geben vor, wie oft das Öl des eigenen Fahrzeugs gewechselt werden muss. Auch welche Sorte und Viskosität die richtige ist, findet man in den Hersteller-Informationen. An diese Vorgaben sollten sich Fahrzeugbesitzer dringend halten, denn Motoröl schmiert nicht nur - auch Metallpartikel und Verbrennungsrückstände lagern sich mit der Zeit darin ab.

Inspektionen nach Wartungsplan

Bei Inspektionen sollten die Wartungspläne des Herstellers genau eingehalten werden. Nur so kann sichergestellt werden, dass alle möglichen Schwachstellen überprüft und gegebenenfalls auch gefunden werden können. Außerdem wichtig: Der Zahnriemen des Autos sollte regelmäßig ausgetauscht werden.

Langsam "Warmfahren"

Auf den ersten Kilometern sollten Autofahrer den Motor mit relativ niedriger Drehzahl warmfahren. Der Grund: Der Motor besteht aus verschiedenen Materialien, die sich nach dem Kaltstart unterschiedlich schnell erwärmen und demzufolge auch ausdehnen. Zu schnelles Aufs-Gas-Drücken könnte also dazu führen, dass der Kolben nicht mehr in den Zylinder passt und klemmt. Hinzu kommt, dass auch das Öl nach dem Start noch kalt und zähflüssig ist - es braucht also eine gewisse Zeit, um zu den Schmierstellen gepumpt zu werden.

Motor abkühlen lassen

Turbomotoren können sich sehr stark erhitzen. Damit das Öl nicht an der Achse des Turbinenrades verkohlt und die Ölkanäle verstopft, sind Fahrer gut beraten, wenn sie den Motor ein paar Minuten im Leerlauf abkühlen lassen.

Kurzstrecken und Kaltstarts vermeiden

Beim Kaltstart eines Verbrennungsmotors wird das Kühlwasser und Öl nicht vorgewärmt. Auch im Schmierölkreislauf kann vorher kein Druck aufgebaut werden. Die hohen Temperaturunterschiede belasten den Motor. Unnötige Kaltstarts und Kurzstrecken sollten aus diesen Gründen vermieden werden.

Drehzahlen im Auge behalten

Wird ein kaltes Triebwerk zu hoch gedreht, führt das zu Verschleißerscheinungen. Wer permanent mit voller Leistung fährt, wird auch trotz behutsamen "Warmfahrens" und regelmäßigem Ölwechsel mit mehr Abnutzungserscheinungen rechnen müssen. Aus diesem Grund sind Drehzahlen im mittleren Bereich zu empfehlen.

Durchlüftung

Auch wenn das Merkmal "Garagenwagen" bei Gebrauchtwagenkäufern gern gesehen ist, trocknen nasse Fahrzeuge aufgrund der mangelnden Belüftung in Garagen meist langsamer - vor allem in den Zwischenräumen. Besser aufgehoben sind Autos in einem Carport.

Reinigung

Die Schmutz- und Rostnester eines Autos liegen meist im Verborgenem. Deswegen sollte bei einer Reinigung wirklich gründlich vorgegangen werden. Dabei sollten vor allem die Tür- und Haubenkanten, die Radläufe und der Unterboden nicht vergessen werden.

Hohlraumkonservierung

Wer seinem Fahrzeug ein langes Leben bescheren möchte, sollte Hohlräume und den Unterboden vor Rost schützen. Am besten geht das mit Wachs oder Fett.

"Reifenschonend" fahren

Wer ständig über Bordsteine und durch Schlaglöcher brettert, setzt nicht nur den Reifen seines Autos ordentlich zu, sondern auch eine Achse wird das auf Dauer kaum unbeschadet aushalten können. Deswegen ist bei solchen Hindernissen Vorsicht gefragt.

Kommentare (3)

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staun

12.10.2012, 18:02 Uhr

Das geht auch billiger, mit Backofenreiniger. Für einen Bruchteil der Kosten!

Account gelöscht!

24.11.2012, 18:41 Uhr

Auf jedem Backofenreiniger Produkt ist der Hinweis " nicht auf Aluminium verwenden " zu lesen.

Backpfeiffenreiniger

28.11.2012, 18:38 Uhr

Als wir Kinder waren haben wir Autos gewaschen um unser Taschengeld aufzubessern... Der Harzer-Jugend ist das freilich nicht zuzumuten... die holen sich das Geld der Autofahrer lieber gleich direkt bei der Staatskasse ab. Dann wird auch das Display vom i-Phone nicht schmuddelig...

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