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24.04.2012

15:28 Uhr

Fiat 500L

Raum ist in der kleinsten Hütte

Quelle:MID

Der Fiat Cinquecento bekommt Familienzuwachs. Nach der Limousine, dem 500C mit großem Faltdach und der Abarth-Version des Retro-Italieners steht ab Oktober mit dem 500L ein fünfsitziger Minivan zum Verkauf.

Der L erweitert ab Oktober die Fiat-Modellfamilie der 500er-Baureihe. Er tritt als kleiner Van mit großem Platzangebot an. MID

Der L erweitert ab Oktober die Fiat-Modellfamilie der 500er-Baureihe. Er tritt als kleiner Van mit großem Platzangebot an.

Turin/ItalienDer Fiat Cinquecento bekommt Familienzuwachs. Nach der Limousine 500C mit großem Faltdach und der Abarth-Version steht ab Oktober mit dem 500L (L steht für das englische „large“) ein fünfsitziger Minivan zum Verkauf. Einen handgefertigten Prototypen konnten wir jetzt im Fiat-Designcenter in Turin in Augenschein nehmen. Die Preise stehen noch nicht fest, realistisch erscheint ein Einstieg bei rund 15.000 Euro.

Mit einer Länge von 4,14 Meter, einer Breite von 1,78 Meter und einer Höhe von 1,65 Meter entsprechen die Abmessungen des 500L denen des Citroen C3 Picasso. Als weitere Konkurrenten sieht Fiat den Opel Meriva, den neuen Ford B-Max oder der Kia Venga.

Bereits Anfang 2013 planen die Italiener eine weiter Variante des 550L. Bei gleichem Radstand von 2,61 Meter kommen noch einmal zwanzig Zentimeter in der Länge hinzu, die entweder mit zwei komplett im Boden versenkbaren Plätzen in der dritten Reihe oder aber als Fünfsitzer mit entsprechend größerem Gepäckraum geordert werden kann. Als weiteres Modell der Baureihe plant Fiat ein kleines SUV mit Allradantrieb für den Einsatz in leichtem Gelände.

Basis des brandneuen Viertürers, der im serbischen Fiat-Werk Kragujevac gebaut wird, ist der um elf Zentimeter kürzere Fiat Punto. Optisch indes präsentiert sich der 500L als Mix aus langgestrecktem Panda und 500, jedoch weniger verspielt als die kultige Knutschkugel. Besonderes Designmerkmal: das schmale vierte Seitenfenster. Es teilt die A-Säule in zwei schlanke Stege, die die Sicht schräg nach vorn verbessert.

Unser erster Eindruck: Das Auto wirkt deutlich größer als nach Studium der ersten Abbildungen erwarten ließe Die weit öffnenden, konventionell angeschlagenen Türen ermöglichen einen bequemen Einstieg auf die vorderen und hinteren Plätze, die Sitzposition ist angenehm erhöht. Der Innenraum fällt sehr geräumig aus. Dank des optional erhältlichen, riesigen, aber leider nicht zu öffnenden Panorama-Glasdaches gibt der Kleine sich hell und luftig.

Die Seitenlinie des Fiat 500L zeichnet sich durch das steil stehende Heck und einem vierten Seitenfenster aus, das die A-Säule teilt. Pressefoto

Die Seitenlinie des Fiat 500L zeichnet sich durch das steil stehende Heck und einem vierten Seitenfenster aus, das die A-Säule teilt.

Fahrer und Beifahrer finden jede Menge Platz vor, auch für die hinteren Passagiere gibt es ausreichend Kniefreiheit. Nach oben hin könnte es bei der Version mit Glasdach für Sitzriesen im Fond etwas eng werden. Auf dem schmaleren Mittelplatz sitzt es sich – wie in den meisten Autos dieser Klasse – nicht wirklich bequem.

Rund 400 Liter Gepäck lassen sich hinter der weit aufschwingenden Heckklappe über eine kleine Kante einladen. Ein sehr ordentlicher Wert für die Fahrzeugklasse, der sich zudem bis auf rund 1 300 Liter erweitern lässt. Die im Verhältnis 60:40 teilbare Rücksitzbank ist längs verschieb- und nach vorn umlegbar, es können auch nur die Lehnen umgeklappt werden. Der in drei Positionen einrastende, herausnehmbare Einlegeboden für den Kofferraum ist serienmäßig. Drei Ausstattungslinien stehen zur Wahl.

Das derzeit spektakulärste Beispiel für Downsizing liefert Fiat mit seinem neuen Zweizylindermotor. Mit nur 875 ccm liefert das Triebwerk eine Leistung von 63 kW/86 PS. Pressefoto

Das derzeit spektakulärste Beispiel für Downsizing liefert Fiat mit seinem neuen Zweizylindermotor. Mit nur 875 ccm liefert das Triebwerk eine Leistung von 63 kW/86 PS.

Die Motorenpalette des 500L umfasst zum Start zwei Benziner und einen Diesel. Der 1,4-Liter-Benziner leistet 74 kW/100 PS, der 0,9-Liter-Twinair mit Turboaufladung und einer Leistung von 77 kW/105 PS feiert seine Premiere in dem neuen Fronttriebler. Für Dieselfreunde hat Fiat den 1,3-Liter-Multijet mit 70 kW/95 PS im Angebot. Später kommt ein stärkerer 1,6-Liter-Selbstzünder hinzu, und auch eine Erdgas-Version ist in Planung.

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