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21.01.2012

10:16 Uhr

Fiat Panda als Gebrauchtwagen

Das Bärchen ist meist zuverlässig

Quelle:dpa

Als "tolle Kiste" wurde der damals neue Fiat Panda zu Beginn der 1980er Jahre in Deutschland angepriesen. Und Fiat schaffte mit dem Modell den Aufstieg als Importeur. Auch der ADAC ist voll des Lobes.

In dieser Form wurde der Fiat Panda von 2003 bis 2010 gebaut. dpa

In dieser Form wurde der Fiat Panda von 2003 bis 2010 gebaut.

BerlinDer Fiat Panda trägt den Spitznamen «tolle Kiste» - und zwar wegen der zu einer Art Doppelbett gestaltbaren Sitzreihen und wegen seines günstigen Verbrauchs. Dem italienischen Hersteller, der zu der Zeit trotz Besserungstendenzen noch mit schlechter Verarbeitungsqualität zu kämpfen hatte, brachte der Kleinwagen den Aufstieg zur Importmarke Nummer eins. Der Autoclub ADAC lobt vor allem die Nachkommen des ersten Panda, denn sie belegen in der Pannenstatistik seit Jahren vordere Plätze.

Doch kein technisches Produkt von der Komplexität eines Autos bleibt auf Dauer ohne Mängel: So kamen den ADAC-Pannenhelfern bei bis 2005 gebauten Benzinern gehäuft Störungen im Motormanagement unter. Defekte an Drosselkappen und Kraftstoffpumpen (Benziner 2004) waren ebenfalls ein Thema für Pannenhelfer und Ingenieure. Allgemein gab es bis zum Baujahr 2006 häufig marode Traggelenke an den Vorderachsen und kaputte Stoßdämpfer zu beklagen. Bei der Hauptuntersuchung zeigte sich vergleichsweise oft eine ungleichmäßige Bremswirkung.

Nachdem die Kleinwagenmarke Fiat den durch die Ölkrisen der Siebziger mitverursachten Trend zu Kleinwagen nicht so richtig für sich nutzen konnte, ging es mit dem 1980 eingeführten Panda bergauf. Nicht zuletzt besagte Werbekampagne machte den Wagen mit dem Bärennamen zum Star der Marke. Ein Slogan lautete: «Für alle, die keine eigene Ölquelle haben.» Erst 2003 wagte Fiat die Ablösung des Erfolgsautos durch den Nachfolger Nuova Panda, der nur als Fünftürer zu haben ist. Dafür gab es zahlreiche Sonderauflagen - vom Allrad-Panda bis zu einer für Kleinwagen eher untypischen Erdgasversion. Für März 2012 plant Fiat die Einführung der dritten Generation.

Der seit 2010 angebotene Erdgas-Panda schöpft aus 1,2 beziehungsweise 1,4 Liter Hubraum 44 kW/60 PS und 57 kW/77 PS. Beliebteste Antriebsvariante ist aber der Ottomotor: Die Benziner der zweiten Panda-Generation leisten zwischen 40 kW/54 PS und 73 kW/100 PS. Diesel gibt es in nur zwei Stufen, einmal mit 51 kW/70 PS, einmal mit 55 kW/75 PS, jeweils aus 1,3 Liter Hubraum geschöpft.

Wer sich für einen gebrauchten Selbstzünder interessiert, zahlt laut Schwacke-Liste für einen Panda 1.3 Multijet Diesel Emotion mit 51 kW/70 PS von 2008 rund 6050 Euro. Solch ein Fahrzeug hat im Schnitt 68 100 Kilometer auf dem Zähler. Ein 73 kW/100 PS starker Benziner von 2010, etwa der Panda 1.4 100 HP, kostet mit 26 800 Kilometern noch rund 8500 Euro. Freunde des Erdgasantriebs zahlen für einen CNG-Panda wenigstens 6100 Euro, diesen Richtpreis nennt die Schwacke-Liste für Fahrzeuge von 2007 mit 44 kW/60 PS. Die ermittelte Durchschnittslaufleistung liegt bei 64 200 Kilometern.

Kommentare (2)

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uweken

26.04.2012, 09:30 Uhr

Hallo,ich selber fahre auch einen Panda,Bj2009.Aber,ich meine
der kleine Wagen verbraucht zuviel Benzin,knapp 7l.Er dürfte bei der kleinen Maschine 1,2L knapp 5 Liter verbrauchen,

Marcus

30.05.2012, 09:20 Uhr

Ich finde es immer interessant, was zum Thema Verbrauch gepostet wird. Egal wie klein ein Wagen ist, aber es gibt keinen Benziner der im Alltag unter fünf Lieter bleibt. Selbst neueste Technik mit Start Stop, Bremskraftrückgewinnung und kleinvolumigen Motoren mit Turboaufladung, wie im neuen Panda Twinair, kommen im Alltag da gerade mal hin. Um solche Verbrauchswerte zu realisieren muß man auf einen Dieselmotor zurückgreifen. Soweit ich weiß gibt Fiat den Panda im Euroduchschnitt auch nicht mit weniger als fünfeinhalb Lieter an, wie soll er dann unter fünf verbrauchen?

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