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12.03.2017

09:33 Uhr

Ford B-Max im Dauertest

Gut gemacht, schlecht vernetzt

VonHolger Holzer
Quelle:Spotpress

Tolle Türen, großes Platzangebot: Der Ford B-Max überzeugt in der Praxis. Solange das Handy aufgeladen ist.

Besonderheit des B-Max sind die Schiebetüren im Fond Ford

Ein echter Freund der Familie

Eine Besonderheit des B-Max sind die Schiebetüren im Fond, die allerdings nicht elektrisch öffnen und schließen.

Rund sechs Monate musste sich der Ford B-Max im Alltag und abseits desselben bewähren. Als Kindergarten-Shuttle, Möbeltransporter oder Ferienfahrzeug. Dabei sind einige Vorzüge und Nachteile des Mini-Vans aufgefallen.

Platz ist in der kleinsten Hütte: Mit einem Vier-Meter-Auto zum berühmten schwedischen Möbelhaus? Mit einem B-Max ist das weniger irrsinnig als es klingt. Denn sobald die Rückbank flachgelegt und der Beifahrersitz umgeklappt ist (Serienausstattung), zeigt sich der Ford als kleines Raumwunder. Die Familie muss man dann allerdings im Bällebecken zwischenparken. Denn bei voller Bestuhlung ist der Mini-Van nicht viel geräumiger als ein ganz normaler Kleinwagen.

Öffnen sich die hinteren Portale, fährt die B-Säule mit zurück Ford

Öffnen sich die hinteren Portale, fährt die integrierte B-Säule gleich mit zurück

Und genau das macht die Verschiebeaktion zu einer etwas schweren Operation. Der Ford verlangt nach einer zupackenden Hand.

Schiebetüren haben nicht nur Vorteile: Normalerweise finden sich Schiebetüren nur an großen Vans oder Hochdachkombis. Bei Vier-Meter-Mobilen wie dem B-Max haben sie eigentlich keinen Platz. Damit sie dennoch passen, hat Ford sich einen cleveren Trick einfallen lassen: Die B-Säule hinter den Vordertüren wurde kurzerhand in die Schiebeportale integriert, so dass sie gut eine Handbreit länger sein können. Gleichzeitig wuchs der Türausschnitt, so dass der Ein- und Ausstieg vor allem in engen Parklücken sehr komfortabel ist.

Allerdings sind die Portale durch die integrierten B-Säulen – diese müssen schließlich Dach und Unterboden fest verbinden – sehr schwer geworden. Vor allem von innen sind sie für Kinder nur mit Mühe zu öffnen. Apropos Kinder: Stellen sie sich ungeschickt an, können sie sich die Finger zwischen Türverkleidung und Sitzlehne einklemmen, wenn die Tür von außen geschlossen wird.

Sind alle Sitze umgeklappt passt viel Ladung in den B-Max Ford

Alle Sitze umgeklappt

Fast 1400 Liter Stauvolumen machen den Van zum Alltagskünstler

Zu dritt geht’s auch kultiviert: Kleinwagen mit Dreizylindermotoren waren lange Zeit unruhige Rüttelkisten. Dass der B-Max auf drei Töpfen kocht, merkt man hingegen nur bei Volllast wirklich. Ansonsten gibt sich der nur einen Liter große Turbobenziner überraschend kultiviert. Im Stadtverkehr überzeugt der 74 kW/100 PS starke Dreizylinder zudem mit flottem Antritt und temperamentvollem Charakter.

Richtung Tempo 100 km/h hängt der kleine Motor aber bald durch, auf der Autobahn braucht es fürs Überholen große Lücken. Auch der Effizienz tun höhere Geschwindigkeiten nicht gut, steigt der Verbrauch bei permanenter Last doch schnell in Acht-Liter-Regionen und darüber hinaus.

Im Stadtverkehr ist das Downsizing-Triebwerk von den 4,9 Litern Normverbrauch häufig noch weiter entfernt. Unterm Strich ist der Ecoboost genannte Benziner aber durchaus eine Empfehlung – allerdings eher in den stärkeren, aber kaum durstigeren Varianten mit 125 und 140 PS.

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