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25.02.2014

11:35 Uhr

Ford erprobt automatisiertes Fahren

Dieser Mondeo erkennt Radfahrer und Kleintiere

Bislang machten eher die Premium-Autobauer mit autonomen Autos Schlagzeilen. Nun zeigt Ford auf der Mobilfunkmesse in Barcelona einen neuen Versuchsträger, der schon Verblüffendes leistet.

Im "Geweih" stecken Infrarot-Sensoren: Ford nutzt einen Fusion als Versuchsträger für automatisiertes Fahren. PR

Im "Geweih" stecken Infrarot-Sensoren: Ford nutzt einen Fusion als Versuchsträger für automatisiertes Fahren.

Mit einem Fusion, der amerikanischen Ausgabe des neuen Mondeo, erprobt Ford derzeit automatisiertes Fahren. Der Wagen wurde auf dem Mobile World Congress in Barcelona erstmals vorgestellt, wo Ford auch den neuen Ford Focus vorstellte. Mit dem Fusion will der Autohersteller noch fortschrittlichere Sensor- und Fahrer-Assistenzsysteme für künftige Fahrzeug-Generationen entwickeln.

Das Forschungsfahrzeug scannt über vier auf dem Fahrzeugdach montierten Lidar-Infrarot-Licht- und Abstandssensoren (Light Detection and Ranging) die Umgebung in einem Umkreis von rund 70 Metern und erkennt dabei sowohl Fahrzeuge als auch Fußgänger, Radfahrer und sogar kleine Tiere.

Aus den ermittelten Daten erstellt das System 2,5 Millionen Mal pro Sekunde eine virtuelle 3-D-Karte und berechnet die Distanz aller erkannten Objekte zum Technologieträger. 

Ford-Europachef Stephen Odell sagte dazu: "Das automatisierte Forschungsfahrzeug ist ein wichtiger Schritt im Hinblick auf unsere Vision für die Zukunft der Mobilität. Wir sehen eine Zukunft von miteinander vernetzten Autos, die untereinander und auch mit der Verkehrsinfrastruktur kommunizieren."
Bei der Entwicklung des Forschungsfahrzeugs hat Ford unter anderem mit dem US-amerikanischen Versicherungskonzern State Farm sowie der Universität von Michigan kooperiert. Dabei widmen sich die Hochschulforscher in enger Zusammenarbeit mit dem Automobilhersteller der Sensorik und den Steuerungssystemen des rollenden Versuchsträgers, damit die zentrale Rechnereinheit des Fahrzeugs seine physische Umgebung verstehen und in konkrete Handlungsanweisungen umsetzen kann. Gleichzeitig nutzte Ford die Kooperation, um mögliche Chancen und Risiken des autonomen Fahrens zu bewerten.

Laut dem Branchenmagazin Automobilwoche arbeiten Ingenieure im Ford Forschungszentrums (FFA) in Aachen schon an der nächsten Generation fortschrittlicher Technologien wie dem vollautomatischen Einpark-Assistenten, dem Pre-Collision-Assist und dem Stauvermeidungs-Assistenten.

Von

amp

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