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22.09.2014

09:53 Uhr

Ford Fiesta im Gebrauchtwagen-Check

Lebhaft und langlebig

Quelle:Spotpress

Beim letzten Fiesta-Modellwechsel hat es Ford modisch angehen lassen: Aus dem eher nüchternen Kleinwagen ist ein durchgestylter Cityflitzer geworden. Der Kölner hat aber auch traditionelle Vorzüge.

Der aktuelle Fiesta im Vergleich mit dem Ur-Modell Ford

Der aktuelle Fiesta im Vergleich mit dem Ur-Modell

Im Kampf um die Nummer eins auf dem deutschen Kleinwagenmarkt hat der Ford Fiesta seit Jahren keine Chance gegen den VW Polo. Mit dem Modellwechsel zu Generation sieben 2008 verschob er daher seine Zielgruppe leicht: Mit dezidiert sportlichem Auftritt gibt er die freche Alternative zum Bestseller aus Norddeutschland. Nichts geändert hat sich hingegen am hohen Qualitätsniveau, so dass man auch an gebrauchten Modellen Freude haben kann.

Karosserie und Innenraum: Frech funkelnde Scheinwerfer, abfallendes Dach, hohe Schulterlinie – der Fiesta zählt nicht nur formal zu den dynamischsten Angeboten auf dem Kleinwagenmarkt. Auch das stimmige Fahrwerk und einige flotte Motoren machen ihn zur ersten Wahl unter fahrspaßorientierten Stadtautofahrern. Kehrseite der flotten Optik ist die heute vielfach übliche schlechte Rundumsicht, die beim kleinen Ford besonders stark ausgeprägt ist.

Auch der Kofferraum muss sich der gefälligen Verpackung unterordnen und verlangt aufgrund der hohen Ladekante einen starken Rücken beim Bestücken. Keinen Grund zur Kritik geben hingegen das gute Raumangebot und die bequemen Sitze für Fahrer und Beifahrer. Hinten geht es hingegen klassentypisch etwas enger zu.

Gewöhnungsbedürftig ist das spacige, leicht überfrachtete Armaturenbrett, das zudem einige Bedienschwächen offenbart. Den Fiesta gibt es in drei Varianten, mit fünf oder drei Türen sowie als Klein-Lieferwagen. Nie offiziell in Deutschland zu haben war die für Asien und Amerika aufgelegte Stufenhecklimousine.

Der Innenraum ist unübersichtlich gestaltet Ford

Der Innenraum ist unübersichtlich gestaltet

Motoren: Vom Spar- bis zum Spaßtriebwerk bietet der Fiesta eine gut bestückte Motorenpalette. Der Einstieg beginnt seit der Markteinführung mit einem 44 kW/60 PS starken 1,25-Liter-Benziner, der aber nur in der Stadt vertretbare Fahrleistungen bietet. Schon besser schlägt sich die auf 60 kW/82 PS aufgerüstete Variante des Vierzylinders, mit der man auch schon mal eine Überlandfahrt wagen kann. Darüber rangierten bis 2009 ein 1,4-Liter-Benziner mit 71 kW/96 PS und ein 88 kW/120 PS starker 1,6-Liter-Motor, der aber aufgrund des damals relativ hohen Preises heute nur selten auf dem Gebrauchtmarkt zu finden ist.

Mitte 2012 stellte Ford dann im Zuge der Modellpflege technisch um und ersetzte die Vierzylinder mit 1,4 und 1,6 Litern durch neue 1,0-Liter-Dreizylinder. Besonders herauszuheben ist die 74 kW/100 PS starke Turboversion, die ansprechende Fahrleistungen mit einem niedrigen Normverbrauch kombiniert. Am oberen Ende der Leistungstabelle findet sich der extrem agile Fiesta ST mit 134 kW/182 PS, der die dynamischen Qualitäten des Kölners gekonnt ausreizt.

Ford Fiesta im Handelsblatt Autotest: Stop! In the Name of Love

Ford Fiesta im Handelsblatt Autotest

Stop! In the Name of Love

Ford setzt bei seinem Kleinwagenklassiker Fiesta jetzt voll auf sparsame „Ecoboost“-Motoren. Der Dreizylinder mit 1-Liter-Hubraum zeigte im Alltagstest aber nur wenig „eco“, - und teils zu viel „Boost“.

Kaum lohnenswert dürften für die meisten Fahrer die Diesel-Varianten sein, die sich vor allem an Flottenkunden richten. Dort standen über die Jahre fünf Ausführungen mit Hubräumen zwischen 1,4 und 1,6 Litern sowie Leistungswerten von 51 kW/70 PS bis 70 kW/95 PS zur Wahl.

Ausstattung und Sicherheit: Wie bei Kleinwagen häufig der Fall ist die Basisversion „Ambiente“ des Fiesta sehr lückenhaft ausgerüstet. Viel mehr als der Schleuderschutz ESP, fünf Airbags (ab dem Lifting 2012: sieben), Servolenkung und Zentralverriegelung ist ab Werk nicht an Bord. Ordentlich bestückt ist der Kleinwagen erst ab dem zweiten Niveau „Trend“ – und dann auch nur, wenn der Vorbesitzer Klimaanlage und Radio extra geordert hat.

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