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23.10.2016

22:21 Uhr

Gebrauchtwagen-Check

BMW 1er – der dynamische Dauerläufer

Quelle:Spotpress

Mittlerweile ist auch die zweite Generation des BMW 1er in die Jahre gekommen. Die Gebraucht-Preise erreichen vierstelliges Niveau. Selbst bei älteren Exemplaren können Schnäppchenjäger guten Gewissens zuschlagen.

Gebrauchtwagen-Check: BMW 1er (F20) - Dynamischer Dauerläufer BMW

Gebrauchtwagen-Check: BMW 1er (F20)

Der Markt der Möglichkeiten beim 1er ist nicht eben klein. Allein für das Innenraumdesign sind rund 6.500 Kombinationen denkbar. Wer einen ganz speziellen 1er wünscht, wird auf dem Gebrauchtmarkt wahrscheinlich lange danach suchen, oder sich auf Kompromisse einlassen müssen.

Manchmal mag man sich die Augen reiben, angesichts der schnelllebigen Zeiten: Ja, mittlerweile gehört auch die zweite Generation des BMW 1er fast schon zum alten Eisen. Etliche Exemplare haben schon mehr als fünf Jahre auf dem Buckel und werden zum Teil auf dem Gebrauchtmarkt bereits für vierstellige Summen angeboten. Bleibt allerdings die Frage, ob das Schnäppchen aus zweiter Hand später vielleicht teuer werden kann?

Karosserie und Innenraum: Mit der Einführung der zweiten Generation ist die Welt des 1er einfacher geworden. Coupé und Cabriolet dürfen seither als 2er firmieren, während das kleinste Modell der Münchener einzig im Steilheckformat mit drei oder fünf Türen angeboten wird. Wie beim ersten 1er sorgt auch hier die in der Kompaktklasse einzigartige Bauart (Längsmotor/Hinterradantrieb) für einen nicht gerade großzügig geschnittenen Innenraum, wenngleich der Kofferraum mit 360 Liter Fassungsvermögen nur etwas kleiner als beim Golf ausfällt.

Dennoch empfiehlt sich der Bayer weniger als klassischer Familienkompakter, sondern eher als sportives und alltagstaugliches Lifestyle-Mobil für kinderlose Paare. Selbst Wohlstandsverwöhnte werden den kleinen BMW dank seines reichhaltigen Ausstattungsprogramms kaum als Verzichtserklärung erleben. Super-Navi, edle Lederwelten und individuelle Dekors – da ist für jeden was dabei.

Die 1er-Welt ist in der zweiten Generation überschaubarer geworden: Den kleinsten BMW gibt es nur noch in der Steilheckversion als Drei- oder Fünftürer. Coupé und Cabriolet heißen mittlerweile 2er BMW

Die 1er-Welt ist in der zweiten Generation überschaubarer geworden

Den kleinsten BMW gibt es nur noch in der Steilheckversion als Drei- oder Fünftürer. Coupé und Cabriolet heißen mittlerweile 2er

Motoren und Fahrwerk: Umfangreich ist auch das Motorenprogramm der zweiten 1er-Generation. Insgesamt 20 unterschiedliche Aggregate wurden in der Bauzeit zwischen 2011 und 2016 angeboten. Das Leistungsspektrum reicht von ordentlichen 95 PS (114d) bis hinauf zu 340 PS, mit denen der hochdynamische 140i jedem Fahrer ein Grinsen ins Gesicht zaubert. Alle Motoren eint ein mehr oder weniger flotter Vortrieb bei vergleichsweise niedrigen Verbräuchen.

Das trifft in besonderer Weise auf die ab 2015 mit dem Facelift eingeführten Dreizylinder zu. So kann der 118i mit 136 PS den 1er in 8,5 Sekunden beschleunigen, während der Normverbrauch bei rund 5 Liter Benzin auf 100 Kilometer liegt. Noch eindrucksvoller meistern die beliebten Dieselmodelle den Spagat aus Dynamik und Effizienz.

Der Vierzylinder 120d kann zum Beispiel in knapp acht Sekunden auf 100 km/h sprinten und fast 230 km/h schnell fahren, obwohl der Normverbrauch um vier Liter liegt. Wer nicht unbedingt selbst schalten will, sollte möglichst nach Versionen mit der optionalen Achtstufen-Automatik Ausschau halten, die gehobenem Fahrkomfort mit weniger Verbrauch und oft sogar besseren Fahrleistungen in Einklang bringt.

Wie schon in der ersten Generation hat der 1er Längsmotor und Heckantrieb. Dank dieser Bauweise ist der Bayer nicht der Geräumigste unter den Kompakten BMW

Wie schon in der ersten Generation hat der 1er Längsmotor und Heckantrieb

Dank dieser Bauweise ist der Bayer nicht der Geräumigste unter den Kompakten

Unter den Kompakten ist der 1er eine Ausnahmeerscheinung, denn auch die zweite Generation bleibt dem fahrdynamisch besonders attraktiven Heckantrieb treu. Eine von Antriebseinflüssen freie Lenkung, ein kesses aber dank Regelelektronik bestens kontrollierbares Hinterteil – fertig ist der alltagstaugliche Sportwagen im Golf-Format. Und seit der zweiten Generation stimmt sogar der Komfort, denn der Unterbau kann in einer für den Alltagseinsatz recht angenehmen Weise Unebenheiten wegfiltern, ohne mit einem zu weichen Fahrwerk zu nerven. Wer es dennoch härter braucht, sollte nach einer Version mit M-Sportfahrwerk und/oder Adaptiv-Fahrwerk suchen.

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