Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

02.07.2011

09:22 Uhr

Gebrauchtwagen-Check Chrysler Voyager

Ein anfälliger Garagenparker

Quelle:dpa

Chrysler entdeckte in den 80er Jahren das Segment der kleinen Vans für sich. Der Voyager war hier zwar eine Zeit lang konkurrenzlos, aber eigentlich nie ganz mängelfrei.

Berlin/MünchenDass der Voyager Platz für sieben Insassen und viel variablen Stauraum bietet und außerdem in eine Standardgarage passt, machte das amerikanische Auto auch in Europa eine Zeit lang fast konkurrenzlos. Allerdings war der Voyager vergleichsweise anfällig. "Einem gebrauchten Voyager muss mit Vorsicht begegnet werden. Auch neue Modelle haben ihre Probleme", stellt der ADAC mit Blick auf seine Pannenstatistik fest.

Mit dem Voyager brachte Chrysler 1987 früh einen kleinen Van nach Europa - hier ein Modell von 2002. dpa

Mit dem Voyager brachte Chrysler 1987 früh einen kleinen Van nach Europa - hier ein Modell von 2002.

Darin macht sich das Auto mit vielen Mängeln bemerkbar: So gab es oft Risse in den Zylinderköpfen der Diesel. Bei den Benzinern versagte gern mal die Kraftstoffpumpe. "Überaus häufig" nagten dem ADAC zufolge Marder an den Zündkabeln. Bis zum Baujahr 2000 stellte der Club überhitzte Automatikgetriebe, verschlissene Kupplungen und "durch Funkstrahlung gestörte" Zentralverriegelungen fest. In den 90er Jahren gab es Rückrufe wegen undichter Bremszylinder, defekter Lenkräder und kaputter Feststellbremsen.

1984 führte der US-Autobauer seinen ersten kleinen Van als Plymouth Voyager und Dodge Caravan in den USA ein. 1987 war der Voyager neben dem LeBaron Cabrio eines der Kernmodelle, mit denen Chrysler wieder auf dem europäischen Markt Fuß fassen wollte. Bis in die 90er Jahre verkaufte sich die Großraumlimousine recht gut.

Seit 2008 gibt es den Wagen in fünfter Generation und nur noch in der Langversion mit dem Namenszusatz «Grand». Nach der Chrysler-Übernahme durch Fiat in Europa klebt künftig das Emblem der Fiat-Tochter Lancia auf dem Auto.

Das Motorenprogramm der aktuellen Voyager-Generation ist übersichtlich. So gibt es den Wagen seit 2008 nur noch als Benziner mit 193 PS und als Diesel mit 163 PS. Zuvor war die Auswahl größer: Noch 2001 waren unter anderem ein Selbstzünder mit 142 PS und ein Benziner mit 147 PS im Angebot.

Ein Grand Voyager 3.8 Automatik Limited von 2008 mit 193 PS kostet auf dem Gebrauchtwagenmarkt laut Schwacke-Liste rund 20.100 Euro. Ein gleich alter Diesel, der 2.8 CRD Automatik LX mit 163 PS, steht mit 20.350 Euro in der Liste. Ein Grand Voyager 3.3 LX von 2004 mit 174 PS ist schon für gut 8.700 Euro zu haben.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×