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12.02.2014

10:38 Uhr

Gebrauchtwagen-Check: Opel Corsa D

Stark verbessert, aber nicht fehlerfrei

VonHolger Holzer
Quelle:Spotpress

Der Opel Corsa zählt zu den beliebtesten Kleinwagen in Deutschland. Entsprechend groß ist das Angebot auf dem Gebrauchtwagenmarkt. Wer die kleinen Schwächen des Kleinwagens kennt, findet leicht ein gutes Exemplar.

Die OPC Nürburgring Edition ist das Top-Modell des Corsa Opel

Die OPC Nürburgring Edition ist das Top-Modell des Corsa

Als Neuwagen zählt der Opel Corsa D (2006 bis heute) bereits zu den dienstältesten Modellen auf dem deutschen Kleinwagenmarkt. Warum sollte man da nicht gleich zu einem Gebrauchten greifen? Aus zweiter Hand ist der Rüsselsheimer günstig und durchaus zuverlässig.

Karosserie und Innenraum: Obwohl seine Premiere mittlerweile fast acht Jahre zurückliegt, kann sich der Corsa der vierten Generation noch immer sehen lassen. Das liegt nicht zuletzt an der erwachsenen Größe von mittlerweile exakt vier Metern. Leider übersetzt sich die äußere Länge nicht eins zu eins in den Innenraum. Vorne sitzt es sich zwar sehr luftig, hinten wird es aber eng.

Zumindest der Gepäckraum kann aber mit bis zu 1.100 Litern Stauvolumen überzeugen. Das Cockpit ist übersichtlich gestaltet, manchmal aber etwas lässig verarbeitet. Komplett überzeugen können hingegen die Sitze mit straffer Polsterung und gutem Seitenhalt. Neben dem betont sportlichen Dreitürer gibt es einen praktischeren Fünftürer, die beim Vorgänger noch aufgelegte Cabrio-Variante (Tigra Twin Top) hat sich Opel gespart.

Der Fünftürer wirkt eine Spur weniger sportliche als der Dreitürer Opel

Der Fünftürer wirkt eine Spur weniger sportliche als der Dreitürer

Motoren: Stolze 20 Motoren hat Opel über die Jahre für den Corsa angeboten. Die Leistung reicht dabei von mageren 44 kW/60 PS bis zu fast übertriebenen 155 kW/210 PS im Sportmodell OPC Nürburgring Edition. Die beste Wahl liegt wie meistens in der Mitte, etwa beim spritzigen und sparsamen 1,4-Liter-Benziner mit 66 kW/90 PS oder 74 kW/100 PS (ab November 2009), den es für Schaltfaule sogar in einer Automatikversion gibt.

Wenn vor allem ein geringer Verbrauch wichtig ist, kommt auch einer der recht rauen Dieselmotoren in Frage. Besonders genügsam ist der 55 kW/75 PS starke 1,3-Liter-Motor, der allerdings nur maue Fahrleistungen bietet. Langstreckenfahrer sind mit dem 1,7-Liter-Triebwerk (92 kW/125 PS, ab 2010 96 kW/130 PS) besser bedient. Ebenfalls an sparsame Naturen wenden sich die beiden Autogas-Varianten mit 63 kW/85 PS und 66 kW/90 PS.

Sicherheit und Ausstattung: Im heiß umkämpften Kleinwagenmarkt sparen die Hersteller zugunsten eines niedrigen Einstiegspreises gerne an der Ausstattung. Aber zumindest bei der Sicherheit macht Opel keine Kompromisse: Das Basismodell verfügt über vier, alle anderen über sechs Airbags. ESP ist ebenfalls immer dabei, seit 2009 wird die leistungsfähigere Variante ESP Plus eingebaut, die im Notfall drei statt nur ein Rad abbremst, um den Wagen in der Spur zu halten.

Wer ein Mindestmaß an Komfortausstattung will, sollte aber die Hände von der Basisversion „Selection“ lassen und lieber die Linien „Edition“ oder „Innovation“ wählen. Letztere bietet auch das in dieser Klasse seltene Kurven- und Abbiegelicht.

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