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12.11.2015

13:53 Uhr

Gebrauchtwagen-Check: Skoda Superb

So groß, so gut

Quelle:Spotpress

Seit wenigen Monaten rollt die dritte Generation des Skoda Superb. Wem die mindestens 25.000 Euro dafür zu viel sind, der greift zum Vorgänger. Der überzeugt und erfüllt den hauseigenen Markenslogan „simply clever“.

Nicht nur die Plattform, auch die Motoren stammen aus dem VW-Konzern Skoda

Skoda Superb

Nicht nur die Plattform, auch die Motoren stammen aus dem VW-Konzern

Seit 2001 steht Superb für die Mittelklasse bei Skoda. Die Bezeichnung selbst hat jedoch eine längere Tradition. Denn der tschechische Hersteller nutze bereits vor dem Krieg diesen Namen und vermarktete darunter eine Reihe gehobener bis luxuriöser Fahrzeuge.

Seit 14 Jahren präsentiert sich der Superb etwas bescheidener, setzt jedoch vor allem im Fond Maßstäbe beim Raumangebot. Auch die zweite Generation bietet viel Auto für verhältnismäßig wenig Geld. Die von 2008 bis 2015 gebaute Mittelklasse mit der internen Bezeichnung Typ 3T ist größer, praktischer und geräumiger als sein Genspender VW Passat. Und auch die Qualität stimmt.

Karosserie und Innenraum: Unter dem Blech des Superb steckt größtenteils der VW Passat. Allerdings ist der Tscheche 5,2 Zentimeter länger, wodurch vor allem dem Fahrer und Beifahrer mehr Platz geboten wird. Neben der Limousine hatte Skoda ab 2010 auch den geräumigen Kombi im Programm, der bis zu 1.865 Liter Gepäck schluckt.

Beim Kofferraum punkten konnte allerdings auch die Limousine. Diese hat eine zweigeteilte Heckklappe und lässt sich entweder wie bei einem Fließheck über die gesamte hintere Partie inklusive Fensterglas öffnen oder der Kofferraumdeckel wird wie bei einem klassischen Stufenheckmodell angehoben.

Dazu bietet Skoda nette Gags wie eine Öffnung in der Beifahrersitz-Lehne, durch die ein Rücksitzpassagier seine Beine ausstrecken kann sowie das bekannte Schirmfach in den hinteren Türen.

Alles ist gut verarbeitet und an seinem Platz Skoda

Blick in den Innenraum

Alles ist gut verarbeitet und an seinem Platz

Motoren: Nicht nur die Plattform auch die Motoren stammen aus dem VW-Konzern. Die Benziner-Palette startet beim 1,4 Liter großen Aggregat mit 92 kW/125 PS, der es mit dem großen Fahrzeug jedoch nicht immer leicht hat. Allerdings gibt es bei den Wolfsburger-Triebwerken dieser Hubraumklasse häufig teuren Ärger mit der Steuerkette. Am besten wählt man ein Modell, wo diese bereits behoben sind.

Flotter motorisiert ist man mit dem 2 Liter großen Ottomotor mit 147 kW/200 PS. Die Spitze bildet der 3,6 Liter große V6 mit 191 kW/260 PS, der serienmäßig über Allradantrieb und Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe verfügt. Der bietet zwar sehr gute Fahrleistungen, ist aber auch extrem durstig – deshalb nur etwas für Fans.

Neben der Limousine hatte Skoda ab 2010 auch den geräumigen Kombi im Programm, der bis zu 1.865 Liter Gepäck schluckt Skoda

Neben der Limousine hatte Skoda ab 2010 auch den geräumigen Kombi im Programm...

... der bis zu 1.865 Liter Gepäck schluckt

Angesichts der Langstreckenqualitäten des großen Mittelklässlers empfiehlt sich ein Diesel, der auch in der Großzahl der auf dem Gebrauchtwagenmarkt angebotenen Modelle zu finden ist. Angemessen unterwegs ist man mit dem 103 kW/140 PS-Selbstzünder, der Fahrleistungen und Verbrauch am besten vereint. Auf Wunsch kann der Motor auch mit Allradantrieb kombiniert werden. Kritik äußern Superb-Besitzer immer wieder über das etwas holprige Fahrwerk.

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