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05.05.2013

19:00 Uhr

Gebrauchtwagen-Check

Subaru Forester gilt als Geheimtipp

Quelle:dpa

Jüngst ist der neue Subaru Forester zu den Händlern gelangt. Wie er sich über die Jahre machen wird, muss die Zeit zeigen. Als Gebrauchte haben ältere Modelle des SUV überzeugt: Der TÜV spricht gar von einem Geheimtipp.

Der Subaru Forester als Gebrauchter ist ein zuverlässiger Wagen. dpa

Der Subaru Forester als Gebrauchter ist ein zuverlässiger Wagen.

BerlinSeit März steht der neue Subaru Forester bei den Händlern. Seine Qualität wird er noch beweisen müssen. Erste Hauptuntersuchungen stehen erst 2016 an, und die Pannenhelfer können sich noch kein Bild machen. Anders bei den Vorgängern: Ältere Versionen des japanischen SUVs, das anfangs noch die Anmutung eines aufgebockten Kombis hatte, haben unter Experten einen guten Ruf.

Wegen seiner vergleichsweise geringen Zulassungszahlen fand der Forester zwar nie offiziell Berücksichtigung in der ADAC-Pannenstatistik. Doch Erfahrungen mit dem Allradler haben die Einsatzkräfte des Clubs schon. Demnach seien vor allem ältere Fahrzeuge hin und wieder mit Motordefekten aufgefallen, ansonsten machte der Wagen nur vereinzelt wegen entleerter Batterien und verschlissener Kupplungen Ärger. Fazit: Wie andere Autos von Subaru sei auch der Forester zuverlässig.

Neuer Subaru Forester: Der Geländewagen unter den SUVs

Neuer Subaru Forester

Der Geländewagen unter den SUVs

Als „Liebling der Jäger und Förster“ hat der Subaru Forester einigen Ruhm eingefahren. Im März kommt die neueste Generation des Mittelklasse-SUV auf den Markt. Sie empfiehlt sich fürs Verlassen eingefahrener Pfade.

Im "TÜV Report 2013" wird das Modell sogar als "Geheimtipp unter den Gebrauchtwagen" geführt. Bei der Hauptuntersuchung (HU) zeigten Lenkung und Achsen bislang keine Schwächen, auch Ölverlust und Probleme mit der Beleuchtung treten kaum oder erst spät auf. Ältere Modelle neigen allerdings zu Rost am Rahmen, die dritte Generation zu Undichtigkeiten in der Kraftstoffanlage, so der TÜV.

Der Subaru Forester kam 1997 in Deutschland auf den Markt. 2002 folgte die zweite Generation, 2005 gab es eine Modellpflege. Die zum reinen SUV gereifte und in ihren Dimensionen gewachsene Auflage Nummer drei wurde 2008 vorgestellt. Seit März 2013 steht die aktuelle Generation bei den Händlern.

Erst ab 2008 gab es für den Forester auch Dieselmotoren, vorher war er nur als Benziner zu haben. Als Einstiegsmotorisierung treibt den Allradler ein Vierzylinder-Motor mit 2,0 Litern Hubraum an, der je nach Baujahr 122 PS oder 125 PS leistet. Die Spitze bilden Turbomotoren mit 177 PS, 211 PS oder 230 PS – sie wurden in der dritten Modellgeneration verbaut. Die Selbstzünder schöpfen aus 2,0 Litern Hubraum 147 PS. Bei allen Motoren handelt es sich markentypisch um Boxer.

Eines der stärkeren Modelle wie etwa der Forester 2.5XT Turbo mit 211 PS von 2005 sollte auf dem Gebrauchtwagenmarkt für rund 9.250 Euro zu finden sein. In der Schwacke-Liste steht dieser Richtpreis bei einer durchschnittlichen Laufleistung von 112.800 Kilometern. Ein Forester 2.0X Trend mit 150 PS von 2011 wird mit 16.200 Euro geführt (38.700 Kilometer). Für einen Selbstzünder mittleren Alters sollten rund 14.250 Euro eingeplant werden: Auf diesen Wert taxiert Schwacke den Forester 2.0D Active mit 147 PS von 2008 (93.600 Kilometer).

Was es beim Gebrauchtwagenkauf zu beachten gibt

Fahrzeugbesichtigung

Die Mängelsuche beginnt mit einem Rundgang ums Auto. In aller Ruhe sollten Spalte an Stoßfängern, Türen und anderen Anbauteilen in Augenschein genommen werden. Gibt es Unterschiede bei den Spaltmaßen, lässt das meist auf einen Unfallschaden schließen. Gleiches gilt, wenn Reifen unterschiedlich stark abgefahren sind oder das auf den Fahrzeugleuchten angegebene Produktionsdatum nicht mit dem Baujahr des Autos übereinstimmt. Dann wurden die Leuchten schon einmal ausgewechselt - möglicherweise nach einem Crash.

Papiere prüfen

Vor allem bei jüngeren Gebrauchtwagen sollte es unbedingt ein Serviceheft geben, in dem die Fahrzeugwartung lückenlos dokumentiert ist. Zusätzliches Vertrauen schaffen Kundendienstrechnungen, Reparaturnachweise und Prüfberichte. Viele Vorbesitzer im Fahrzeugbrief (Zulassungsbescheinigung Teil II) könnten trotz allem auf ein Montagsauto hindeuten - mehr als zwei Halter in fünf Jahren oder drei in sieben Jahren sind verdächtig.

Blick unter die Haube

Abgeplatzter Lack und Beschädigungen an Schraubverbindungen der Karosserieteile im Motorraum können ein Hinweis auf größere Reparaturen sein. Ölspritzer und Wasserflecken begründen den Zweifel an einem einwandfreien Antrieb. Aber auch ein sehr sauberer Motorraum sollte stutzig machen: Mit einer Motorwäsche könnten Spuren beseitigt und Undichtigkeiten kaschiert worden sein.

Rostsuche

Um Korrosionsschäden an der Karosserie auf die Spur zu kommen, lohnt ein Blick in verborgene Ecken, etwa unter den Kofferraumteppich, hinter die Tankklappe und in die Radkästen. Mit etwas Fingerspitzengefühl lässt sich Rost hinter den Schwellern ertasten. Korrosion unter dem Lack ist an einer welligen oder pickeligen Oberfläche zu erkennen. Muffiger Geruch im Innenraum deutet auf Feuchtigkeit im Wagen hin. In diesem Fall nach Möglichkeit den Teppich anheben und nach Wasserpfützen und Rost suchen.

Lack-Check

Ausgebesserte Unfallschäden lassen sich mit bloßem Auge oft nicht erkennen. Indizien dafür sind Farbspuren an eigentlich unlackierten Teilen wie Gummidichtungen und Federbeinen sowie unterschiedlich helle oder matte Lackstellen, die am besten im Tageslicht zu sehen sind. Wenn der Verdacht besteht, dass einzelne Stellen nachlackiert wurden, kann eine Lackdichtenmessung in einer Werkstatt Gewissheit schaffen.

Systemtest

Vor der Probefahrt sind sämtliche Fahrzeugfunktionen zu testen - von der Klimaanlage über elektrische Außenspiegel oder Sitzheizungen bis zum Radio. Unterwegs bleibt die Musik aus, da sie verdächtige Fahrgeräusche übertönen könnte. Beim Einschalten der Zündung müssen die Kontrollleuchten im Cockpit wie für ABS, ESP und Airbags kurz aufleuchten und beim Motorstart erlöschen. Leuchten einzelne Lämpchen weiter oder blinken sie erst gar nicht auf, stimmt etwas nicht. In der Bedienungsanleitung eines Autos sind alle Kontrollleuchten aufgeführt.

Probefahrt

Mal eben eine Runde ums Autohaus zu drehen, reicht nicht. Zur Probefahrt gehören eine Überlandetappe mit mehr als 80 km/h und eine Autobahnfahrt mit 120 km/h. Denn Mängel wie eine verzogene Spur, eine ausgeschlagene Lenkung oder defekte Stoßdämpfer machen sich meist erst bei höheren Geschwindigkeiten bemerkbar. Ein Fahrzeug zieht dann zur Seite, fühlt sich schwammig an oder liegt schlecht in der Kurve. Eine hakelige Schaltung, starke Vibrationen und Ruckbewegungen deuten auf Antriebsprobleme hin.

Tachostand

Bei älteren Autos mit vielen Gebrauchsspuren, aber nur geringer Laufleistung könnte der Tachostand manipuliert sein. Kilometerangaben im Inspektionsheft, auf Prüfberichten, Werkstattrechnungen oder dem Ölwechsel-Aufkleber im Motorraum lassen womöglich einen Betrug auffliegen. Aufschluss darüber könnten auch Nachfragen bei den Vorbesitzern geben, mit welchem Kilometerstand der Wagen jeweils weiterverkauft wurde.

Sachverständiger

Sobald auch nur geringste Zweifel daran aufkommen, dass ein Gebrauchter unfallfrei und technisch in Ordnung ist, sollten Kunden das Auto vor dem Kauf von einem unabhängigen Sachverständigen von TÜV, GTÜ, KÜS oder Dekra begutachten lassen. Das lässt sich in der Regel gut mit einer Probefahrt vereinbaren. Ist der Verkäufer damit nicht einverstanden, könnte er etwas verbergen wollen. Dann gilt grundsätzlich: Finger weg und nach einem anderen Auto suchen.

Seriösen Anbieter erkennen

Ein vertrauenswürdiger Gebrauchtwagenanbieter spricht offen über Vorschäden und Mängel an einem Auto. Er liefert eine lückenlose Fahrzeugdokumentation und im besten Fall ein technisches Gutachten von unabhängiger Stelle mit. Kunden dürfen den Gebrauchten in Ruhe besichtigen, ausführlich Probe fahren, und sie bekommen genügend Bedenkzeit vor dem Kauf. Bei Privatverkäufern gibt es meist günstigere Preise, bei Händlern dafür eine Gebrauchtwagengarantie. Oft können kleine Händler bessere Preise machen als große, da bei ihnen weniger Gemeinkosten auflaufen.

Kommentare (2)

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Kaurikampf

06.05.2013, 17:38 Uhr

Subaru ist tatsächlich ein Geheimtipp! Die Autos sind ohne Gimmicks und dafür stocksolide! Auch die Kundenbewertungen (CSI) sprechen für sich! Außerordentlich sind die Bezieheungen der, meist ganz kleinen Händler, zum Importeur! Wer wirklich kein Prestige kaufen muss, sondern nur ein sehr gutes Auto haben will, der ist mit Subaru bestens bedient!
Ingo Meyer

powerbauer

07.05.2013, 02:36 Uhr

Wohne in Kanada.Alle Subaru bist 1999 waren ultra zuverlaessig
und"der Geheimtip"in Nordamerika.
Mein Subaru '99 fuhr 480 000 km.
Dann muss wohl Subaru festgestellt haben,dass ihre Autos zu gut
waren.
Ab dem Baujahre 2000 muss man vorsichtig
mit Subaru sein .Die 2,5l Motoren fangen bei ca.130 000 km
wegen lachsen Kolben an zu nageln.Deshalb kann der Motor schon
bei 200 000km kaputt sein.Dagegen sind die 2,0l Motoren immer
noch grund solide,werden aber leider fast nur in Japan angeboten,
oder in Turbo Modellen.Ausserdem sind die Doppelnockenwellen-
motoren gegen ueber den Einfachnockenwellenmotoren haltbarer.
In Nordamerika werden aber fast nur Einfachnockenwellenmotoren
angeboten.
Austauschmotoren direkt aus Japan sind wegen ihrer viel hoeheren Haltbarkeit hoechest empfehlenswert,solten aber mit Motorsteuergeraet zusammen gekauft werden.

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