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11.10.2016

10:09 Uhr

Gebrauchtwagen-Check VW Beetle

Hübsch haltbar

Quelle:Spotpress

Der VW Beetle macht vieles besser als sein Vorgänger New Beetle. Als Gebrauchter ist die zweite Generation des Retro-Käfers eine Empfehlung, für die man allerdings noch ziemlich tief in die Tasche greifen muss.

Als Oben-ohne-Käfer wird der Beetle dem Anspruch als Lifestyle-Automobil in ganz besonderer Weise gerecht VW

Das Beetle Cabriolet wurde im November 2012 in den deutschen Markt eingeführt

Als Oben-ohne-Käfer wird der Beetle dem Anspruch als Lifestyle-Automobil in ganz besonderer Weise gerecht

Seit 2011 ist es aus mit dem New bei VWs Beetle. Im Gegenzug bietet die zweite Auflage des Retro-Käfers seither neben einer gelungenen Coupé-Optik außerdem noch die moderne Technik des Golf VI. Im Vergleich zum Vorgänger, dem von 1998 bis 2010 gebauten New Beetle, ist sein Nachfolger dank mit seiner soliden Substanz eine echte Gebrauchtempfehlung. Neben der Zuverlässigkeit ist selbst bei betagteren Exemplaren allerdings auch der Preis hoch.

Karosserie und Innenraum: Hatte der New Beetle noch ein drolliges, fast comicartiges Design, bietet der 2011 eingeführte Nachfolger eine maskuline, sportliche Aura, die zwar unverkennbar dem Ur-Käfer huldigt, ohne jedoch kurios zu wirken. Wie schon beim Vorgänger handelt es sich technisch um ein Golf-Derivat, das, grundsätzlich zweitürig, einen allerdings weniger praktischen Innenraum als sein Organspender bietet.

Für ein Coupé ist das Platzangebot hingegen gut, denn im Fond des Beetle können sogar Erwachsene mitreisen. Der Kofferraum bietet zudem Platz für 310 bis 905 Liter Gepäck. Beim Cabriolet fällt das Stauvolumen kleiner aus, dafür wird der Oben-ohne-Käfer mit seinem vollelektrischen Stoffdach dem Anspruch als Lifestyle-Automobil in ganz besonderer Weise gerecht.

Der Beetle wirkt trotz seines Retro-Charmes wie sportlich akzentuiertes Coupé VW

VW Beetle

Der Käfer-Enkel wirkt trotz seines Retro-Charmes wie sportlich akzentuiertes Coupé

Der Innenraum des Beetle ist überdies sehr schick. Die gute Stube bietet edle Materialien, solide Sitze und diverse Annehmlichkeiten der VW-Welt. Und mit den Qualitätsdefiziten des Vorgängers hat das kompakte Kultmobil offensichtlich nicht mehr zu kämpfen. Wer allerdings besonders kritisch schaut, könnte auch hier im Detail noch auf Hinweise einer laxeren Verarbeitungskultur in seiner Produktionsheimat Mexiko stoßen.

Motor und Fahrwerk: Von sparsam bis sportlich – der Beetle bietet ein variantenreiches Antriebsportfolio. Insgesamt wurden bisher drei Benziner in sechs Leistungsstufen angeboten. Völlig ausreichend und zudem genügsam ist der stets 77 kW/105 PS starke 1.2 TSI. Wem das nicht reicht, sollte nach dem 1.4 TSI Ausschau halten, der zunächst mit 118 kW/160 PS und ab Modelljahr 2015 mit 110 kW/150 PS angeboten wurde.

Richtig zackig ist der Beetle mit dem aus dem Golf GTI bekannten 2.0 TSI unterwegs, der zunächst mit 147 kW/200 PS, dann mit 155 kW/210PS und seit Modelljahr 2015 sogar mit 162 kW/220 PS (Sprintzeit 6,7 Sekunden, Höchstgeschwindigkeit 233 km/h) reichlich Druck macht.

Den bieten auch die drehmomentstarken Diesel. Hier gibt es den 1.6 TDI mit 77 kW/105 PS sowie den 2.0 TDI mit 81 kW/110 PS, 103 KW/140 PS und seit Modelljahr 2015 mit 110 kW/150 PS. Standardmäßig haben alle Motoren manuelle Getriebe mit fünf oder sechs Stufen, alternativ sind für alle Motorvarianten auch Doppelkupplungsgetriebe mit sechs oder sieben Stufen im Programm.

Schön und nobel kann es im Innenraum des Beetle zugehen VW

Blick ins Cabrio

Schön und nobel kann es im Innenraum des Beetle zugehen

Neben starken Antrieben bietet der Beetle noch ein dynamisch ausgelegtes Fahrwerk. Wie beim Golf VI kommt auch hier eine Mehrlenkerhinterachse zum Einsatz, die großen Anteil an gehobenem Fahrspaßniveau hat. Die sportliche Note sorgt im Gegenzug allerdings auch für eine gewisse Grundhärte, die im Alltag auch schon mal nerven kann.

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