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15.05.2011

10:17 Uhr

Gebrauchtwagen-Check VW Caddy

Von der Pritsche zur Limousine

Quelle:dpa

Der VW Caddy begann als Nutzfahrzeug seine Karriere. Doch der Pritschenwagen veränderte sich. Heute gibt es ihn auch als Limousine. Zu beiden Modellen sagt der ADAC: "recht zuverlässig".

Der VW Caddy, den es anfangs nur als Nutzfahrzeug gab, ist über die Jahre zur Großraumlimousine gereift.

Der VW Caddy, den es anfangs nur als Nutzfahrzeug gab, ist über die Jahre zur Großraumlimousine gereift.

BerlinIn den 1980er Jahren bezeichnete der Name Caddy bei VW einen Pritschenwagen. Ein Nutzfahrzeug war das, beliebt bei Förstern und Handwerkern. Mittlerweile hat die Rolle des Pick-ups bei dem Autohersteller aus Wolfsburg der Amarok übernommen. Der aktuelle Caddy wird in der Pkw-Ausführung vornehm als Großraumlimousine geführt. Nach wie vor gibt es daneben noch die Nutzfahrzeugvariante mit karg ausgestattetem Innenraum und ohne hintere Seitenfenster. Beiden Versionen bescheinigt der ADAC, ein "recht zuverlässiges Fahrzeug" zu sein.

Familientaugliches Nutzfahrzeug

Den Spitzenplatz in der Klasse der Hochdachkombis belegt der Caddy in der Pannenstatistik des Münchener Automobilclubs zwar nicht, ist aber im vorderen Feld zu finden. Der ADAC bemängelt, dass bei Exemplaren aus dem Baujahr 2008 vergleichsweise oft die Kupplung aussetzte. Auch die Kraftstoffpumpe und das Schaltgetriebe machten sich durch Defekte bemerkbar. Diesel fielen dem Club mit Störungen im Motormanagement (bis 2007) und kaputten Turboladern (bis 2005) auf.

Die neuere Geschichte des VW Caddy beginnt 2004, als der vor allem als Siebensitzer großfamilientaugliche Caddy III erstmals in den Verkauf ging. 2008 wurde die Allradversion 4Motion vorgestellt. 2010 bescherte ein Facelift dem Wagen das aktuelle VW-Gesicht. Dass der Caddy Lkw-Gene hat, belegen die hintere Starrachse und die Blattfedern, die nach wie vor in der Pkw-Version Life und der Nutz-Variante montiert sind.

Hoher Dieselanteil

Die Antriebe waren anfangs vergleichsweise schwach. Den Caddy II gab es noch bis 2003 mit einem 1,4-Liter-Motor mit 60 PS zu kaufen. Mit der nachfolgenden Generation wurde die Motorenpalette nach und nach erweitert, wobei die Diesel die Führungsrolle übernahmen: Seit 2004 gibt es den Caddy je nach Baujahr und Modellvariante mit Selbstzündern zwischen 70 PS und 140 PS. Die Benziner leisten zwischen 75 PS und 109 PS.

Auf dem Gebrauchtwagenmarkt sollte ein Caddy 1.9 TDI DPF 4Motion von 2008 mit 105 PS als Siebensitzer laut der Schwacke-Liste für rund 13.600 Euro zu bekommen sein. Ein Caddy 2.0 Life Team (Fünfsitzer) mit 140 PS aus dem gleichen Jahr wird für rund 11.850 Euro gehandelt. Noch rund 6.300 Euro kostet ein Caddy 1.6 von 2004 mit 102 PS starkem Benziner.

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