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11.05.2012

14:54 Uhr

Gefahr auf nasser Fahrbahn

Bremsenprobleme bei BMW

Quelle:MID

Zu gefährlichen Bremsproblemen kann es bei den BMW-Modellen X1 und den 3er-Baureihen E46 und E90 auf nasser Fahrbahn kommen. Auch BMW 5er, 5er GT und Z4 von 2010 und 2011 sind davon betroffen.

Bei bestimmten BMW-Modellen kann es bei nasser Fahrbahn zu Bremsenproblemen kommen. Pressefoto

Bei bestimmten BMW-Modellen kann es bei nasser Fahrbahn zu Bremsenproblemen kommen.

HamburgZu gefährlichen Bremsproblemen kann es bei den BMW-Modellen X1 und der 3er-Baureihe E46 und E90 auf nasser Fahrbahn kommen. Laut Auto Bild sind unter anderem auch der BMW 5er, 5er GT und Z4 mit den Erstzulassungen von 2010 und 2011 betroffen. Danach tritt die Verzögerung beim Bremsen erst einige Sekunden später ein und dazu noch ungleichmäßig, sodass das Auto zur Seite zieht. Der Schleuderschutz ESP helfe dabei nicht, nur beherztes Gegenlenken des Fahrers ist dann angesagt.

BMW bestätigte auf Nachfrage die Probleme für X1 und den 3er mit Allradantrieb, da bei beiden Modellen die gleichen Achskomponenten haben. Einen Rückruf plant der Hersteller zum gegenwärtigen Zeitpunkt dennoch nicht, bei BMW ist nur von Einzelfällen die Rede. Nässe-Tests hätten ergeben, dass die Bremswirkung zwar zunächst etwas verringert sei und von einem Ausbrechen des Fahrzeugs keine Rede sein könne, wie ein Sprecher betonte.

Abhilfe von dem Problem soll ein Software-Update der Trockenbremsfunktion schaffen. Dabei werden die Bremsbeläge regelmäßig an die Scheibe angelegt um Nässe auf der Bremsscheibe zu beseitigen. Zudem ändert der Hersteller die Luftführung in der Frontschürze, um die Anströmung der Bremsscheiben zu verbessern. In der Serienfertigung des X1 hat BMW beide Änderungen bereits ab Mai 2010 umgesetzt, für die älteren X1 und beim Allrad-Dreier bietet der Hersteller die Modifikationen - wegen der stark unterschiedlichen Nutzung durch die Eigner - „auf Kundenwunsch“ kostenlos an. Fälle von Bremsenproblemen bei den Modellen 5er, 5er GT, 3er ohne Allrad und Z4 liegen laut BMW bislang nicht vor.

Wenn Hersteller und Verkäufer zu viel versprechen

Korrekte Angaben

Die Regel gilt zwar für alle Preisklassen. Aber die Fehler werden in der oberen Klasse schnell teurer. Darum sollte vor allem darauf geachtet werden, dass im Kaufvertrag das Herstellungsdatum korrekt angegeben ist und dass tatsächlich die Lieferung eines "Inland-Fahrzeugs" vereinbart wird und - falls nicht ausdrücklich gewünscht - die Lieferung eines Re-Imports ausgeschlossen ist.

Schriftliche Vereinbarungen

Gerade bei Edelautos gibt es viele Sonderwünsche. Umso wichtiger ist es, dass alle Vereinbarungen, wie beispielsweise die Lieferung eines speziellen Zubehörs, schriftlich niedergelegt werden.

Die richtige Unterschrift

Auch hier ist schon viel schief gelaufen. Deswegen raten Juristen dazu, unbedingt darauf zu achten, dass der Vertrag von einer vertretungsberechtigten Person auf Verkäuferseite unterschrieben wird.

Die richtige Reihenfolge

Ganz wichtig: Damit Autokäufer nicht ausgenommen werden, sollten sie den Kaufpreis nur Zug um Zug gegen Übergabe des Fahrzeugs mit allen Papieren zahlen. Wer sich hier großzügig zeigt und zu schnell zahlt, kann nachher eine böse Überraschung erleben.

Alle guten Dinge sind zwei

Ist der teure neue Wagen mangelhaft, hat der Verkäufer laut Experten nur zwei Reparaturversuche. Oft wird von Autohäusern und Herstellern behauptet, es gäbe noch einen dritten Versuch. Falsch. Nach schon nach zwei fruchtlosen Nachbesserungsversuchen kann der Käufer vom Kaufvertrag zurücktreten. Gerade bei hohen Kaufpreisen wird hier dann gern gestritten.

Eine Sache für den Anwalt

Nach dem zweiten Reparaturversuch kann die Einschaltung eines Anwalts unter Umständen weiterhelfen. Denn geht es um eine Rücktrittserklärung, sind verschiedene rechtliche Besonderheiten zu beachten.

Kommentare (16)

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Account gelöscht!

12.05.2012, 00:41 Uhr

Vielen Dank für diesen Bericht! Mit meinem fabrikneuen 3er xDrive hatte ich genau dieses Problem gleich in den ersten Wochen. Die Werkstattreaktion war bei meinen beiden ersten Reklamationen Ignoranz bzw. Achselzucken mit Hinweis darauf, die gemessenen Bremsergebnisse lägen innerhalb der Toleranz. Nach meiner dritten Reklamation war die Griffigkeit der Bremsen bei trockenem Wetter deutlich besser, aber auf nasser Fahrbahn unverändert schlecht und in den ersten Sekunden völlig unkontrollierbar. Und mit meiner Reklamation direkt bei BMW handelte ich mir lediglich eine Belehrung über die Normalität verzögerter Bremswirkung bei salzigem Schneematsch ein! Danach habe ich es aufgegeben und über 70.000 km lang Regenpartien zähneknirschend ertragen, auf den baldigen Ablauf des Leasingvertrags wartend. Es wundert mich auch schon fast nicht mehr, von der BMW-Werkstatt aktuell noch nicht proaktiv angesprochen worden zu sein. Dass keine Rückrufaktion des Herstellers erfolgt, ist ein Skandal! Ich lade den Verantwortlichen dieser Entscheidung gerne zu einer Testfahrt bei Regen ein. Vielleicht überlegt er es sich, wenn ihm beim Bremsversuch abends bei Gicht und blendendem Gegenlicht, das gezielte Abbremsen nicht gleich gelingen sollte, ihm sein Herzklopfen in den Kopf steigt und die Knie weich werden ... habe ich eine Wut im Bauch! Ich frage mich nur, warum ich nicht weiter insistiert hatte.. Wahrscheinlich, weil es jedesmal doch irgendwie gut ging... Aber, wie oft ist ja vielleicht doch schon ein Unfall genau wegen der Fehlfunktion der Bremsen passiert! Wartet BMW etwa so lange, bis entsprechende Bericht im Handelsblatt veröffentlicht werden, um aktiv zu werden? Wartet BMW-USA auch ab oder gibt's solche defekten Fahrzeuge dort gar nicht...

Dingeldein

12.05.2012, 04:55 Uhr

Das bei BMW die Bremsen verzögert reagieren ist schon seit Jahren ein Problem beim 3er, 7er und 5er. Ich fahre seit ca. 15 Jahren BMW und kenne dieses Problem seit langem.

Leider_BMW-Fahrer

12.05.2012, 08:50 Uhr

Als lächerliche Stellungsnahme kann ich das Statement von BMW nur bezeichnen. Es ist in der Tat so, dass unser BMW X1 xdrive20d bei längeren Fahrten bei Nässe massiv ausbricht, sobald die Bremse betätigt wird und greift. Während der ersten Sekunden setzt erstmal gar keine Bremswirkung ein. Ungeübten Fahrern ist dieses Auto absolut nicht zu empfehlen. Bei Nässe sind diese Fahrzeuge wohl eher tickende Zeitbomben! BMW versucht das Problem zu ignorieren und spielt es aktuell noch herunter. Die Werkstatt lehnte eine Testfahrt in unserem Falle sogar ab, weil keine BMW-Felgen auf den Winterreifen verbaut waren?! Von Einzelfällen kann hier schon lange keine Rede mehr sein, dies ist eindeutig ein Konstrutionsfehler der Bremsen bestimmter Modelle.

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