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16.01.2009

08:30 Uhr

Gelungene Kombi aus Kleinwagen, Van und SUV

Kia Soul: Kompakter mit Charakter

Bislang hat Kia vor allem auf Autos gesetzt, die den Verstand der Kunden ansprechen. Doch jetzt zeigen die Koreaner erstmals auch Herz und Seele und bringen als neues Lifestyle-Modell den Soul ins Rennen.

Kia Soul dpa

Gelungene Mischung aus Kleinwagen, Van und SUV: Der neue Kia Soul bricht mit konventionellen Formen im Kleinwagensegment. (Bild: Kia)

dpa-infocom HAMBURG. Der Kleinwagen, der es gleichermaßen mit Trendsettern wie dem Mini oder dem Fiat 500 aufnehmen soll, kommt im Februar in den Handel und wird bereits in der Basisversion stolze 14 980 Euro kosten. Allerdings gibt es dafür eine üppige Grundausstattung, überdurchschnittlich starke Motoren und ein Design mit großem Neuigkeitswert.

Denn unter Federführung des neuen Designchefs Peter Schreyer haben die Koreaner mit allen gängigen Konventionen im Feld der Kleinwagen gebrochen. Der Soul ist deshalb weder ein rundgelutschter Charmebolzen noch ein windschnittiger Westentaschen-Flitzer. Gerade Linien und rechte Winkel stempeln den rollenden Würfel zum Charakterkopf mit Ecken und Kanten, der ein wenig in allen Segmenten wildert. Die Länge von 4,11 Metern macht ihn zu einem handlichen Stadtflitzer. Die Höhe von 1,61 Metern rückt ihn aber in die Nähe kompakter Großraumlimousinen. Die wuchtigen Stoßfänger, die robusten Schutzleisten, die stark betonten Radkästen und die etwas erhöhte Bodenfreiheit lassen ihn zudem als leichten Geländewagen durchgehen. Das ist eine ebenso gelungene wie seltene Kombination.

Innen gingen den Designern die Ideen aus

Aber so pfiffig die Karosserie auch gestaltet wurde, innen geht es überraschend konventionell zu. Zwar haben die Koreaner mit rot eingefärbten Ablagefächern ein paar witzige Akzente gesetzt und die Sitzpolster bunt mit dem Soul-Schriftzug bestickt. Außerdem gibt es gegen Aufpreis farbenfrohe Konsolen fürs Cockpit oder LED-Ringe um die Türlautsprecher, die im Takt der Musik pulsieren. Aber zumindest die Basisversion wirkt überraschend trist und trostlos. Schwarze, viel zu harte und viel zu glatte Kunststoffe erinnern an Zeiten, in denen sich Kia eben doch nur über den Preis definiert hat.

Viel Platz, aber wenig Variabilität

Während man diese Scharte mit ein paar Kreuzen auf dem Bestellzettel auswetzen kann, gibt es mehr Variabilität und Stauraum auch nicht für Geld und gute Worte. In der ersten Reihe und auf dem Rücksitz genießt man zwar neben der riesigen Kopf- auch genügend Kniefreiheit. Auch an den Schultern zwickt es nicht, die hohe Sitzposition erleichtert das Einstiegen und hilft bei der Übersicht. Doch der Kofferraum fasst selbst zusammen mit dem abgeteilten 100-Liter-Fach im Souterrain für einen so pfiffigen Würfel nur magere 340 Liter. Und statt einer verschiebbaren Rückbank wie selbst im zwei Nummern kleineren Fiat Panda gibt es nur normale Sitze zum Umklappen. Immerhin kann man so das Ladevolumen schon bis zur Fensterunterkante auf 818 Liter steigern. Lob verdient dagegen die Sicherheitsausstattung, die immer sechs Airbags und ESP umfasst.

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