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28.05.2014

10:07 Uhr

Google baut eigenes selbstfahrendes Auto

Sieht so die Zukunft des Autos aus?

Der Internetkonzern Google will in den kommenden Jahren ein selbstfahrendes Auto ohne Lenkrad sowie Gas- und Bremspedale auf die Straße bringen. Man kann nur hoffen, dass am Design noch gearbeitet wird.

Googles eigener Entwurf eines selbstfahrenden Autos. PR

Googles eigener Entwurf eines selbstfahrenden Autos.

Mountain ViewGoogle geht unter die Autohersteller: Der Internet-Konzern hat einen ersten Prototypen seines eigenen selbstfahrenden Fahrzeugs vorgestellt. Die Vision sind kleine Zweisitzer mit Elektro-Antrieb, die komplett auf Lenkrad und Pedale verzichten.

Die ersten Prototypen der kleinen Elektrofahrzeuge für zwei Insassen wurden bereits getestet, wie Google-Mitbegründer Sergey Brin am Dienstag auf einer Konferenz in Kalifornien sagte.

Der US-Internetkonzern wolle zügig 200 der mit Partnern entwickelten Fahrzeuge bauen. In einigen Städten könnten die ganz ohne Fahrer auskommenden Elektromobile dann möglicherweise bereits in ein paar Jahren als Robo-Taxis eingesetzt werden.

Google testet bereits seit 2009 Fahrzeuge mit Auto-Pilot. Dabei wurden bestehende Fahrzeugtypen wie etwa der Toyota Prius mit Laser-Sensoren und Radargeräten ausgestattet. Bislang ist aber vorgesehen, dass der Fahrer in bestimmten Situationen wieder die Kontrolle des Fahrzeugs übernehmen kann.

Die Autobranche sieht in dem autonomen Fahren einen vielversprechenden Zukunftstrend. Alle großen Hersteller sowie Zulieferer und auch einige branchenfremde Konzerne arbeiten mittlerweile an dem Projekt Fahren ohne Fahrer.

So hat Daimler eine selbstfahrende S-Klasse bereits im vergangenen Jahr die historische Bertha-Benz-Route und verschiedene Innenstadt-Situationen bewältigen lassen.

Volvo ist mit insgesamt 100 autonomen Fahrzeugen im Stadtgebiet von Göteborg unterwegs, um die Möglichkeiten der Selbstfahr-Technik im Großversuch bis 2017 zu optimieren.

Zwischen Smart und Spielzeug-Auto

Zunächst sollen rund 100 Testfahrzeuge gebaut werden, kündigte der Konzern in einem Blogeintrag in der Nacht zum Mittwoch an. Sie werden anfangs noch die altbekannten Steuer-Elemente haben, dann sollen in Kalifornien die Prototypen ohne Lenkrad getestet werden. Die Arbeit an einer marktreifen Version werde gemeinsam mit Partnern noch einige Jahre dauern, schrieb Projektleiter Chris Urmson.

Der aktuelle Prototyp erinnert äußerlich an eine Mischung aus Smart und Spielzeug-Auto. „New York Times“-Reporter John Markoff, der vergangene Woche in einem Prototypen mitfuhr, schrieb, bietet das Fahrzeug viel Beinfreiheit. Die Windschutzscheibe ist aus Plastik und ein großes Display im Cockpit zeigt Uhrzeit, Lufttemperatur und die voraussichtliche Ankunftszeit an.

Zum losfahren drückt man einen Knopf. Die ersten Protypen hätten noch wenig Komfort für die Insassen, räumte Projektchef Urmson ein. Die Höchstgeschwindigkeit ist technisch auf rund 40 Kilometer pro Stunde beschränkt.

Er denke nicht, dass es überwiegend darum gehen werde, die Fahrzeuge zu besitzen, sagte der „New York Times“ Google-Mitgründer Sergey Brin. „Sie dürften größtenteils als ein Service bereitgestellt werden.“

Google habe die Technologie, das umzusetzen. „Und es ist wahrscheinlich, dass wir eine Menge Partner haben werden - das könnten Autohersteller, Zulieferer, Dienste-Anbieter, Städte oder Länder sein“, sagte Brin.

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

28.05.2014, 11:24 Uhr

Google = : 42 the so called roaring egg.

Account gelöscht!

28.05.2014, 12:48 Uhr

"Sieht so die Zukunft des Autos aus?"

Na hoffentlich nicht! So schräg wie das Ding da auf der Straße rumsteht ist es ja lebensgefährlich!
(Sorry, aber gabs kein besseres Foto?)

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